Zimmerhopfen – Pflege, Standort und Vermehrung der Pflanze

lanterne, chandelle, panache d'officier, pachystachys luteaHopfen ist eigentlich bekannt als Grundstoff für Bier. Der Zimmerhopfen hat mit Brauereien so gar nichts zu tun; seine Blütenstände erinnern allerdings sehr an den „richtigen“ Hopfen. Es gibt hierzulande nur eine einzige Art, die als Zimmerpflanze kultiviert worden ist: Justitia brandegeana. Der Zimmerhopfen ist ausgesprochen pflegeleicht und bildet nahezu ganzjährig immer neue Blütenähren, deren Hüllblätter gelb-rot-braun sind und ewig lange an der Pflanze hängen bleiben. Die eigentlichen Blüten hingegen sind weiß – und nicht so haltbar; sie fallen bereits nach wenigen Tagen ab.

Zimmerhopfen Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Zimmerhopfen Standort: viel Licht

Der Zimmerhopfen benötigt viel Licht, um sich optimal entwickeln zu können. „Optimale Entwicklung“ bedeutet in diesem Fall, dass die Pflanze ihren gewollt gedrungenen Wuchs erhält und sich die Hüllblätter verfärben können.

Mittagssonne verträgt der Zimmerhopfen leider gar nicht. Sollte nicht verhindert werden, dass diese in seinen Standort eindringt, bedarf die Pflanze für diese Zeit eines speziellen Schutzes.

Raumtemperaturen um 22°C sind optimal für den Zimmerhopfen, zumindest im Sommer. Im Winter sollte der Zimmerhopfen etwas kühler stehen; Temperaturen um 15°C sind vollkommen ausreichend, um ihn überleben zu lassen.

Steht der  Zimmerhopfen während der Wintermonate zu warm, lässt er die Blätter fallen.

Auch ist der Zimmerhopfen ein richtiger Frischluftfanatiker.

Zimmerhopfen Pflege – Tipps

  • Gießen: Der Zimmerhopfen hat einen hohen Wasserbedarf; seine Erde darf nie austrocknen. Da sich aber auch keine Staunässe bilden darf, sollte unten in das Pflanzgefäß eine Drainage – beispielsweise in Form von Blähton – eingebaut werden.
  • Düngen: Im Sommer benötigt der Zimmerhopfen eine wöchentliche Düngergabe.
  • Rückschnitt: Damit ältere Pflanzen wieder buschig aussehen, sollten sie im März um die Hälfte zurückgeschnitten werden. Im Sommer sollten gelegentlich die Triebknospen abgeknipst werden.
  • Umtopfen: Das Frühjahr ist die beste Jahreszeit, um einen Zimmerhopfen umzutopfen.

Zimmerhopfen Pflegefehler

  • Zu dunkel: Verfärben sich die Hüllblätter nicht, steht der Zimmerhopfen zu dunkel.
  • Wärme: Wirft der Zimmerhopfen im Winter seine Blätter ab, steht er zu warm.
  • Wärme: Verliert der Zimmerhopfen seine Form, steht er ebenfalls zu warm.
  • Kein Schnitt: Ist der Zimmerhopfen nicht gedrungen und buschig, steht er zu dunkel und/oder wurde nicht ausreichend beschnitten.

Zimmerhopfen Vermehrung im Frühjahr

Die Zimmerhopfen Vermehrung ist sowohl durch Stecklinge als auch durch Aussaat möglich und erfolgt am besten im Frühjahr. Die beim Rückschnitt abgeschnittenen Triebe eignen sich hervorragend als Stecklinge für neue Pflanzen und werden einfach in ein Erde-Sand-Gemisch gesteckt.

Zimmerhopfen Schädlinge, Krankheiten

Der Zimmerhopfen wird im Winter gelegentlich von Spinnmilben und Weißen Fliegen heimgesucht. Dies geschieht vor allem dann, wenn er zu warm steht.

Von Krankheiten bleibt der Zimmerhopfen weitestgehend verschont.

Graphik: © Unclesam – Fotolia.com


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