Zickzackstrauch Pflege – Standort, Vermehrung & Überwinterung

Lesezeit: 7 Min.
Zickzackstrauch, Corokia cotoneaster
Zickzackstrauch, Corokia cotoneaster

Die dekorative Zimmerpflanze besticht durch ihre besondere Wuchsform. Mit der richtigen Zickzackstrauch Pflege werden sich kleine, sternenförmige Blüten bilden, die ein zusätzliches optisches Highlight darstellen. Damit es dazu kommt, müssen jedoch einige Kriterien beachtet werden, damit sich der Corokia cotoneaster rundherum wohlfühlt.

Zickzackstrauch, Corokia cotoneaster – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Standort: hell, eher kühl
  • Substrat: durchlässig
  • Pflanzenhöhe/-größe: 1 – 2 m
  • Blütezeit: ab März
  • Blütenfarbe: gelb
  • Gießen: mäßig, aber regelmäßig
  • Düngen: Frühjahr bis Herbst
  • Schneiden: nicht notwendig
  • Überwintern: nicht winterhart
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Giftig: nein
  • Heilwirkung: keine bekannt
  • Krankheiten und Schädlinge: im Winter gelegentlich Spinnmilben und Schildläuse

Allgemeine Informationen über den Zickzackstrauch

Zickzackstrauch beim Austrieb
Zickzackstrauch beim Austrieb

Der Zickzackstrauch ist ein Mitglied der Familie der Argophyllaceae, Asternartige, und stammt ursprünglich aus Neuseeland, wo er ganzjährig im Freien wächst. Er erreicht dort Wuchshöhen bis zu 2 m. Bis dies jedoch der Fall ist, vergehen viele Jahre, da der Zierstrauch sehr langsam wächst.

Bestechen tut er zwar auch durch seine kleinen, silbergrünen Blätter, jedoch überwiegend durch seine bizarre Wuchsform: während des Wachsens ändert er gerne seine Richtung, so dass er sich zu einem bizarren, und dadurch ausgesprochen dekorativen Gewächs entwickelt. Ebenso ungewöhnlich wie sein Äußeres ist auch seine Blütezeit: er bringt seine kleinen gelben, zart duftenden Blüten im März hervor, also zu einer Zeit, in der die meisten anderen Pflanzen ihre Winterruhe einhalten. Aus diesen Blüten entwickeln sich rote Beeren, die zwar nicht giftig sind, dennoch sich nicht zum Verzehr eignen.

Hierzulande wird der Corokia cotoneaster ausschließlich als Zimmerpflanze kultiviert, da er keinen langanhaltenden Frost verträgt. Aufgrund seiner Ungiftigkeit kann er auch unbesorgt von Pflanzenfreunden gehalten werden, die ihr Heim mit Haustieren teilen: für Hunde, Katzen & Co geht keinerlei gesundheitliche Gefahr von dem Strauch aus.

Zickzackstrauch Pflege: Standort

Damit er sich rundherum wohl fühlt, benötigt der Zickzackstrauch ganzjährig einen hellen Standort. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, ein halbschattiges beziehungsweise absonniges Plätzchen ist ideal. Die Temperaturen sollten möglichst zwischen 15° C und 20° C liegen. Keinesfalls mag es der Cotoneaster, wenn er zu warm steht – schon gar nicht im Winter. Während der kalten Jahreszeit sollte die Raumtemperatur bei 5 – 10° C liegen. Steht der dekorative Strauch im Winter zu warm, kann dies ein Ausbleiben der Blüte zur Folge haben.

Im Sommer kann das Gewächs theoretisch an einen geschützten Standort ins Freie gestellt werden. Das Problem hierbei sind jedoch meistens die Temperaturen: sollten diese über 20° C liegen, wird sich der Zickzackstrauch in seinem Sommerquartier nicht besonders behaglich fühlen.

Wichtig ist, dass jegliches Plätzchen zugluftfrei ist.

Gartenbista-Tipp: Während der Blüte kann der Corokia cotoneaster im Freien stehen!

Substrat

Zickzacksträucher mögen keine Staunässe. Demzufolge sollte das Substrat durchlässig sein, damit diese Gefahr bereits im Keim erstickt werden kann. Handelsübliche Blumenerde ist in jenen Fällen geeignet, in denen sie mit

  • Bimskies,
  • Sand oder
  • Tongranulat

vermischt und dadurch durchlässiger gemacht wird. Ideal ist es zudem, etwas Humus unter das Substrat zu mischen.

Pflanzen und umtopfen

Corokia cotoneaster als Bonsai
Corokia cotoneaster als Bonsai

Gelegentlich wird empfohlen, den Zickzackstrauch in ein Beet zu pflanzen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dies keine gute Idee ist – zumindest hierzulande nicht. Das Gewächs wird im Freien den Winter nicht überleben, im Sommer könnte es zu heiß sein und ein zweimal jährliches Ein- und Austopfen trägt ebenfalls nicht zum Wohlbefinden des Zierstrauches bei. Von daher sollte er grundsätzlich nur im Kübel kultiviert werden.

Das Pflanzgefäß sollte unten Löcher haben, durch die überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Des Weiteren sollte unten in das Gefäß eine Drainage aus Blähton oder Tongranulat gelegt werden.

Für gewöhnlich wird der Zickzackstrauch als Solitärpflanze kultiviert, was dazu führt, dass er im Laufe der Jahre einen Stamm ausbildet. Es ist jedoch auch möglich, zwei oder sogar drei dieser Gewächse in ein (entsprechend größeres) Gefäß zu pflanzen. Sie werden zwar kleiner bleiben, jedoch einen sehr dekorativen Anblick bieten.

Junge Corokia sollten alle 2 – 3 Jahre umgetopft werden. Dabei sollte nicht nur ein größeres Pflanzgefäß gewählt, sondern auch das alte Substrat gegen neues ausgetauscht werden. bei älteren Exemplaren ist dies nur noch dann notwendig, wenn das bisherige Gefäß zu klein geworden ist. Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen liegt nach der Blütezeit.

Gartenbista-Tipp: Wurzelballen vorsichtig behandeln, um ihn nicht zu beschädigen.

Zickzackstrauch Pflege Tipps

Bei der Zickzackstrauch Pflege ist Fingerspitzengefühl gefragt. Zwar gilt das Gewächs als recht robust, jedoch sollte man seine Ansprüche genau kennen und diese auch erfüllen.

Gießen

Der Wurzelballen darf niemals komplett austrocknen, allerdings darf sich auch keinesfalls Staunässe bilden. Demzufolge sind Wassergaben mit Sorgfalt zu dosieren. Grundsätzlich wird der Zickzackstrauch erst dann gegossen, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. Eine diesbezügliche Fingerprobe ist sinnvoll.

Düngung

Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein sollte der Corokia alle zwei bis drei Wochen Dünger bekommen. Handelsüblicher Blumendünger ist vollkommen ausreichend, gerne in flüssiger Form.

Gehört Schneiden zur Zickzackstrauch Pflege?

Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht notwendig. Im Gegenteil: es könnte passieren, dass durch beherztes Eingreifen mit einer Schere die wunderschöne Wuchsform leiden würde. Sollten jedoch vereinzelte Äste zu lang werden, können sie nach dem Winter entfernt werden. Dasselbe gilt auch für kranke oder vertrocknete Triebe.

Gartenbista-Tipp: Schnitte grundsätzlich schräg ansetzen.

Zickzackstrauch Pflegefehler erkennen und vermeiden

Bizarre Wuchsform
Bizarre Wuchsform

Während es im Herbst normal ist, dass der Zickzackstrauch seine Blätter abwirft, sollte dies während der Wachstumsphase nicht geschehen. Wenn doch, so ist die Ursache in Pflegefehlern zu suchen. Ein

  • zu dunkler oder zu warmer Standort,
  • eine zu starke Sonneneinstrahlung sowie
  • Staunässe

führen zum Blattabwurf oder Knospenfall.

Zickzackstrauch als Bonsai kultivieren

Im Übrigen lässt sich der Zickzackstrauch sehr gut als Bonsai kultivieren. Seine bizarre Wuchsform macht ihn auch im Miniformat zu einem ausgesprochen dekorativen Gewächs.

Hierfür ist es wichtig, dass die Triebe regelmäßig geschnitten und gedrahtet, werden. Im Fachhandel sind spezielle Züchtungen erhältlich, die sich zur Haltung als Bonsai gut eignen.

Corokia cotoneaster Vermehrung

Wer feststellt, dass er mit der Zickzackstrauch Pflege gar nicht überfordert ist, möchte häufig gerne noch weitere Exemplare dieses Gewächses haben. Eine Anzucht kann sowohl durch Aussaat als auch mithilfe von Stecklingen geschehen.

Aussaat

Die Aussaat kann ganzjährig durchgeführt werden, wobei sich in der Praxis das Frühjahr als idealer Zeitpunkt erwiesen hat. Entsprechendes Saatgut ist im Fachhandel erhältlich, kann jedoch auch aus den roten Früchten der Mutterpflanze gewonnen werden. Vor der eigentlichen Aussaat sollten die harten Samen für 24 – 48 Stunden in lauwarmem Wasser vorgequellt werden.

  • Pflanzgefäße mit Anzuchterde füllen
  • Samen auf die Erde legen
  • Nur leicht mit Substrat bedecken, da es sich um Lichtkeimer handelt
  • Erde anfeuchten, am besten mithilfe eines Pflanzensprühers
  • Gefäße mit Klarsichtfolie überziehen (täglich lüften!)

An einem hellen Standort mit Temperaturen zwischen 20° C und 23° C ohne direkte Sonneneinstrahlung werden die Gefäße für die Folgezeit platziert. Das Substrat darf nicht austrocknen, jedoch auch nicht zu nass sein. Geduld ist gefragt, da die Samen nicht nur langsam, sondern zudem noch ungleichmäßig keimen.

Wenn die Keimung schließlich erfolgt ist, sollte die Folie entfernt werden. Weiterhin muss die Erde leicht feucht bleiben. Sobald sich das erste Blatt gebildet hat, werden die jungen Zickzacksträucher in größere Pflanzgefäße umgetopft und ebenso kultiviert wie adulte Exemplare.

Stecklinge

Wesentlich schneller bekommt man neue Zickzacksträucher, wenn diese durch Stecklinge gezüchtet werden. Der beste Zeitpunkt hierfür ist das Frühjahr.

  • 10 – 15 cm lange, verholzte Stecklinge von der Mutterpflanze abschneiden
  • Anzuchttöpfe mit Anzuchterde füllen
  • Untere Blätter der Stecklinge entfernen
  • Stecklinge in das Substrat stecken
  • Erde anfeuchten

Nun werden die Gefäße an einen mäßig warmen Ort gestellt, an dem keine direkte Sonneneinstrahlung herrscht. Ideal sind Temperaturen um 15° C. In der Folgezeit muss das Substrat gleichmäßig feucht bleiben, darf jedoch keinesfalls nass werden.

Wenn sich neue Blätter gebildet haben, ist dies das Indiz dafür, dass die Wurzelbildung erfolgreich gewesen ist. Die jungen Pflänzchen werden nun in größere Pflanzgefäße mit handelsüblicher, durchlässiger Erde umgetopft und ebenso kultiviert wie ältere Zickzacksträucher. Einziger Unterschied: in der ersten Zeit sollten die Jungpflanzen nicht gedüngt werden.

Ist der Zickzackstrauch winterhart?

Ganzjährige Zimmerkultur ist empfehlenswert
Ganzjährige Zimmerkultur ist empfehlenswert

Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der Zickzackstrauch Temperaturen kurz unter dem Gefrierpunkt verträgt. Zwar wird er diese überleben, wenn er ihnen nur kurzzeitig ausgesetzt ist, jedoch wird dies nicht ohne Schäden vonstattengehen. Um diese zu vermeiden, sollte er einer solchen Situation gar nicht erst ausgesetzt werden. Dies bedeutet, dass er auch während seiner Blütezeit nicht nach draußen gestellt werden darf, falls die Temperaturen um Null liegen.

Ideal ist ein helles Winterquartier mit Temperaturen zwischen 5° C und 10° C. Keinesfalls sollte es zu warm sein, weil sich dann keine Blüten bilden können. Ein helles Treppenhaus, unbeheizter Wintergarten oder eine lichtdurchflutete Garage eignen sich hervorragend als winterlicher Standort. Wichtig ist, dass der Corokia dort wirklich seine Ruhe hat. Dies bedeutet, dass er während der Überwinterung nicht umgestellt oder gar an einen anderen Standort gebracht werden sollte.

Tipps zur Überwinterung

Spätestens im November sollte der Zickzackstrauch sein Winterquartier bezogen haben. Dort verbleibt er bis Februar/März.

  • Während der Überwinterung werden die Wassergaben auf ein Minimum beschränkt. Es wird lediglich so viel Wasser verabreicht, dass das Substrat nicht komplett austrocknet.
  • Gedüngt wird gar nicht. Erst zu Beginn der Vegetationsphase im Frühjahr bekommt der Zickzackstrauch wieder Nährstoffe zugeführt.
  • Winterquartier sollte regelmäßig gelüftet werden, wobei Zugluft zu vermeiden ist.
  • Vorsicht vor Schädlingen! Bei unzureichender Belüftung kann es leicht zu Schädlingsbefall kommen. Regelmäßige diesbezügliche Kontrollen sind notwendig.
  • Ist die Luftfeuchtigkeit zu gering, kann der Corokia mit Wasser besprüht werden.

 

Symbolgraphiken: © HVPM dev – stock.adobe.com (2); Frank Gärtner – stock.adobe.com; glimpseofsweden – stock.adobe.com (2);


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst unter Pseudonym kommentieren. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.