Tradescantia zebrina – diese Pflege braucht das Zebrakraut

Lesezeit: 6 Min.
Tradescantia zebrina
Tradescantia zebrina

Dank der wunderschönen Blätter ist die Tradescantia zebrina eine der dekorativsten Zimmerpflanzen, die hierzulande kultiviert werden. Ideal ist es, sie als Ampelpflanze zu halten, da dort die überhängenden Triebe am besten zur Geltung kommen. Das Zebrakraut Pflege ist nicht besonders schwierig, so dass auch Anfänger sich durchaus mit ihrer Kultivierung beschäftigen können.

Tradescantia zebrina, Zebrakraut – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Blütezeit: ganzjährig möglich
  • Blütenfarbe: weiß, rosafarben
  • Standort: hell, absonnig
  • Substrat: handelsübliche Blumenerde, Hydrokultur
  • Gießen: mäßig
  • Düngen: AprilAugust
  • Schneiden: nicht notwendig
  • Vermehrung: Stecklinge
  • Überwinterung: im Haus; nicht winterhart
  • Giftig: nein
  • Heilwirkung: keine bekannt
  • Krankheiten & Schädlinge: Blattläuse

Allgemeine Informationen über diese Pflanze

Bei der Tradescantia zebrina handelt es sich um eine Pflanzenart aus der Gattung der Dreimasterblumen innerhalb der Familie der Commelinagewächse, die in Mittelamerika sowie den Tropen beheimatet ist. Hierzulande wird sie als Zierpflanze kultiviert, und zwar überwiegend im Haus.

Das Zebrakraut ist eine leicht sukkulente, mehrjährige Staude, die lange Triebe bildet. Wächst sie ebenerdig, so kriechen diese Triebe auf dem Boden herum, wo sie leicht Wurzeln bilden. So entsteht innerhalb kürzester Zeit ein dichter, immergrüner Teppich. Wird die Tradescantia zebrina jedoch als Ampelpflanze kultiviert, so hängen ebendiese Triebe lang hinunter.

Die Blattfärbung ist ausgesprochen dekorativ
Die Blattfärbung ist ausgesprochen dekorativ

Ebenso auffällig sind die ovalen, spitz zulaufenden Blätter. Sie sitzen stiellos an den langen Trieben und können bis zu 10 cm lang werden. Die behaarte Oberseite ist silbrig-grün oder violett-grün gestreift, während sich die glatte Blattunterseite in einem dunklen Violett präsentiert.

In freier Natur bildet Tradescantia zebrina kleine weiße oder rosafarbene Blüten; in Zimmerkultur ist dies eher selten der Fall. Nur bei den allerbesten Bedingungen erscheinen irgendwann dreiblättrigen Blüten; dies ist im Übrigen ganzjährig möglich. Dank der überhängenden Triebe und der auffällig gemusterten Blätter ist das Zebrakraut oder Zebra-Ampelkraut, wie die Pflanze auch genannt wird, auch als Blattschmuckpflanze ein echter Blickfang. Da sie zudem noch recht pflegeleicht ist, hat sie in immer mehr heimische Wohnungen Einzug gehalten.

Gartenbista-Tipp: Tradescantia zebrina sieht nicht nur schön aus, sondern verbessert nachweislich das Raumklima!

Ist sie giftig für Menschen oder Tiere?

Keines der Pflanzenteile ist giftig, und zwar weder für Menschen noch für Tiere. Falls also eine Hauskatze oder ein vegetarischer Hund an dem Zebrakraut knabbert, besteht kein Grund zur Sorge. Selbst, wenn ein Stückchen komplett verzehrt wird, besteht kein Grund zur Sorge.

Tradescantia zebrina Pflege – Standort

Grundsätzlich ist es so, dass die Tradescantia zebrina umso lichtbedürftiger ist, je buntlaubiger sie ist. Die dekorative Hängepflanze mag es zwar gerne hell, möchte jedoch nicht in der vollen Sonne stehen, zumindest nicht in der prallen Mittagssonne. Ein halbschattiges Plätzchen ist von daher ideal; eher grünlaubige Gewächse können sogar einen schattigen Standort vertragen.

Bezüglich der Temperaturen ist das Zebrakraut sehr anspruchslos: mit normalen Zimmertemperaturen kommt es bestens zurecht. Im Winter hingegen darf es ruhig ein wenig kühler sein: 12° C bis 15° C sind für diese Jahreszeit vollkommen ausreichend.

Wer mag, kann seine Tradescantia zebrina den Sommer über ins Freie stellen beziehungsweise hängen. Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Keine direkte Sonneneinstrahlung
  • Temperaturen sollten identisch mit jenen im Haus sein

Substrat

Auch bezüglich ihres Substrats ist die Pflanze sehr bescheiden: sie gedeiht in handelsüblicher Blumenerde oder Kübelpflanzenerde ebenso gut wie in Hydrokultur.

Tradescantia zebrina pflanzen und umtopfen

Als Ampelgewächs ist die Tradescantia zebrina besonders geeignet
Als Ampelgewächs ist die Tradescantia zebrina besonders geeignet

Die dekorative Pflanze wird für gewöhnlich als Ampelpflanze gehalten, da sie so am besten zur Geltung kommt. Wunderschön sieht es aus, wenn sie von der Decke hinunterhängt. Wer des nicht möchte, kann sie auch in einem gewöhnlichen Blumentopf kultivieren und auf eine (absonnige) Fensterbank stellen. Das Pflanzgefäß sollte etwas größer sein als der Wurzelballen und unten Löcher besitzen, durch die überschüssiges Gießwasser ablaufen kann. Eine Drainage ist nicht notwendig, kann jedoch in Form von Kies oder Tongranulat installiert werden.

Umgetopft wird immer dann, wenn es notwendig ist, sprich: wenn das Pflanzgefäß zu klein geworden ist. Dies kann bei dem Zebrakraut recht schnell gehen, da es schnellwüchsig ist.

Gartenbista-Tipp: Umtopfen ist vom Frühjahr bis zum Herbst möglich.

Gießen

Das Substrat sollte während der Vegetationsphase immer leicht feucht, jedoch keinesfalls nass sein. Staunässe verträgt die dekorative Pflanze ebenso wenig wie andauernde Trockenheit. Ideal ist es, die Oberfläche des Substrats leicht antrocknen zu lassen und erst dann eine erneute Wassergabe zu verabreichen.

Während der Wintermonate benötigt die Tradescantia zebrina noch weniger Wasser. Grundsätzlich gilt: je kühler sie steht, desto geringer ist ihr Wasserbedarf.

Düngen

Der Nährstoffbedarf hält sich in Grenzen. Wird dem Zebrakraut von April bis August alle vierzehn Tage etwas Flüssigdünger zusammen mit dem Gießwasser gegeben, so ist dies vollkommen ausreichend. Gelegentlich wird empfohlen, auch im Winter zu düngen. Dies macht jedoch wenig Sinn, da sich die Pflanze dann in einer Ruhephase befinden sollte und demzufolge nicht aufgepäppelt werden muss.

Gehört Schneiden zur Tradescantia zebrina Pflege?

Prinzipiell ist es nicht nötig, das Zebrakraut zu schneiden. Vertrocknete oder vergilbte Pflanzenteile können natürlich jederzeit entfernt werden.

Leider neigt die dekorative Pflanze gelegentlich dazu, sparrig zu wachsen. Um diese Unart bereits im Keim zu ersticken, sollten die Triebspitzen regelmäßig ausgebrochen werden.

Zebrakraut vermehren

Die dekorative Tradescantia zebrina kann ganz leicht selbst vermehrt werden, und zwar durch Stecklinge. Diese können sowohl im Wasserglas als auch direkt in der Erde bewurzelt werden.

Im Wasserglas

  • Im Frühjahr einen Trieb abschneiden
  • Steckling in ein Wasserglas stellen

Sehr viel Geduld braucht man nicht: oft zeigen sich bereits nach einem Tag die ersten kleinen Wurzeln. Ist der Steckling ausreichend bewurzelt, wird er in ein Pflanzgefäß gesetzt und ebenso behandelt wie eine adulte Pflanze.

In der Erde

Zebrakraut Steckling
Zebrakraut Steckling

Wer sich den Umweg über das Wasserglas sparen möchte, kann den Trieb auch direkt in ein Töpfchen mit einem Sand-Torf-Gemisch stecken. Dieses sollte immer ausreichend feucht sein. Auch bei dieser Methode wird es nicht lange dauern, bis der Steckling Wurzeln bildet. Nach etwa drei Wochen wird die junge Pflanze in ihr endgültiges Substrat umgetopft.

Da die Stecklinge auch bei dieser Methode schnell Wurzeln bilden, ist sie ebenso empfehlenswert wie die Verwendung eines Wasserglases.

Was ist bei der Überwinterung zu beachten?

Wie man sich unschwer vorstellen kann, ist die kleine Pflanze nicht winterhart. Sie mag es gerne warm und verträgt Temperaturen unter 12° C schon nicht so gut. Idealerweise wird sie ganzjährig in Zimmerkultur gehalten. Sollte sie den Sommer über im Freien verbracht haben, so muss sie eingeräumt werden, bevor die Temperaturen dort die kritische Marke von 12° C erreichen.

Während der Winterzeit ist der Wasserbedarf geringer; gedüngt wird überhaupt nicht.

Krankheiten und Schädlinge

Tradescantia zebrina ist gegenüber Krankheiten sehr resistent, dasselbe gilt auch für Schädlinge. Es kann jedoch immer wieder vorkommen, dass sich Blattläuse an den Pflanzenteilen niederlassen. Da diese nicht nur ihren Wirt aussaugen, sondern auch auf Nachbarpflanzen übergehen, sollten sie mit Hausmitteln bekämpft werden.

Pflegefehler

Trotz ihrer Pflegeleichtigkeit kann es tatsächlich passieren, dass der Pflanze etwas missfällt. Meistens handelt es sich um Kleinigkeiten, die schnell abgestellt werden können.

Schadbild Ursache Abhilfe
Blasse Färbung der Blätter zu viel Wasser mäßiger gießen
Verkahlung durch Blattabwurf altersbedingt betroffene Triebe im Frühjahr abschneiden
Fäulnis an Trieben oder Blättern Wasserüberschuss sparsamer gießen; gegebenenfalls in frisches Substrat umtopfen

Blattabwurf – ein natürlicher Prozess

Gelbe Blätter können ein Zeichen für zu viel Wasser sein
Gelbe Blätter können ein Zeichen für zu viel Wasser sein

Keine Sorge, wenn die schöne Tradescantia zebrina ihre Blätter abwirft: mit zunehmendem Alter wird sie dies unweigerlich tun. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Prozess, durch den die Pflanze zwar nicht schöner wird, jedoch nicht krank ist. Diese Verkahlung kann gestoppt werden, wenn im Frühjahr die betroffenen Triebe abgeschnitten werden.

Video-Tipp der Redaktion: Zebrakraut vermehren

Wer sehr gerne seine Tradescantia zebrina vermehren möchte, sollte sich folgendes Video anschauen:

Was ist noch interessant für Pflanzenfreunde?

Diese Fragen stellen Pflanzenfreunde häufig:

Darf die Tradescantia zebrina in der vollen Sonne stehen?

Ein vollsonniger Standort ist nicht gut geeignet; Halbschatten oder ein Plätzchen im lichten Schatten hingegen schon. Hell muss es zwingend sein.

Kann die Tradescantia zebrina ganzjährig draußen sein?

Da das Zebrakraut in unseren Breitengraden nicht winterhart ist, darf es keinesfalls den Winter über im Freien verbringen. Es würde zwangsläufig erfrieren.

Ist das Zebrakraut essbar?

Als essbare Pflanze gilt das Zebrakraut nicht; es ist eine Zierpflanze. Es enthält jedoch auch keine Substanzen, die in irgendeiner Form gesundheitsschädlich oder gar giftig sind.

 

Symbolgraphiken: © Laura – stock.adobe.com; danielskyphoto – stock.adobe.com; Elba Cabrera – stock.adobe.com; Africa Studio – stock.adobe.com; amstockphoto – stock.adobe.com


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