Schefflera ist giftig! Vorsicht ist angesagt

Schefflera
Schefflera: giftig und dekorativ

Eine Schefflera verschönert nahezu jeden Raum durch ihre ansprechende Optik; zudem ist sie auch noch ausgesprochen pflegeleicht. Kein Wunder also, dass die dekorative Zimmerpflanze in vielen Haushalten zu finden ist. Vorsicht ist jedoch angesagt, da die Schefflera giftig ist.

Schefflera – Giftstoffe und Symptome

Die Schefflera ist auch als Strahlenaralie bekannt. Dieser Name rührt von der Tatsache her, dass sie zur Familie der Araliengewächse gehört, deren Mitglieder häufig Oxalat in Form von Kristallen enthalten. Diese Stoffe werden als giftig angesehen, da sie bei übermäßigem Verzehr Vergiftungserscheinungen hervorrufen:

  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Schleimhautreizungen im Mund und Rachen
  • Schwäche
  • Übelkeit

Oxalat ist in vielen Pflanzen zu finden, auch in jenen, die häufig verzehrt werden:

  • Petersilie
  • Pfeffer
  • Spinat

Eine tödliche Wirkung entfaltet das Oxalat nur, wenn es in sehr hohen Dosen aufgenommen wird. Kleinere Mengen werden von Bakterien und Enzymen im Darm umgewandelt und ausgeschieden.

Ein bloßes Berühren der Pflanzenteile ruft in der Regel keinerlei Symptome hervor. Empfindliche Personen sollten jedoch Handschuhe tragen, wenn sie die Schefflera schneiden, da der Pflanzensaft allergische Reaktionen hervorrufen kann.

Schefflera giftig für Menschen

Die Konzentration des Oxalats ist in der Strahlenaralie sehr hoch. Sämtliche Pflanzenteile der Schefflera sind demzufolge giftig für Menschen:

  • Blätter
  • Triebe
  • Wurzeln

Gartenbista-Tipp: Auch die Blüten und daraus entstandenen Früchte enthalten Giftstoffe, allerdings kommt es nur sehr selten zur Blütenbildung.

Kinder/Baby

Für Kinder und Babys ist die Schefflera giftig. Sie sollte deshalb außer Reichweite aufgestellt werden.

Hilfe nach einer Vergiftung

Wurden Teile der Schefflera gegessen, so sollte als Gegenmaßnahme viel Wasser getrunken werden. Es dient der Linderung der Reizzustände im Verdauungstrakt.

Achtung: Keine Milch verabreichen, da diese die giftige Wirkung noch verstärken kann!

Dürfen Tiere Schefflera essen?

Die in der Schefflera enthaltenen Oxalatkristalle sind für Tiere ebenso giftig wie für Menschen und rufen bei Verzehr auch vergleichbare Vergiftungserscheinungen hervor:

  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Schwäche
  • Taumeln
  • Übelkeit
  • Zittern

Aufgrund der Tatsache, dass die Schefflera giftig ist, ist es selbstverständlich, dass Tiere keine Pflanzenteile der Strahlenaralie essen dürfen.

Hunde

Hunde können das Oxalat im Körper nicht abbauen und zeigen die typischen Symptome einer Vergiftung. Es ist zwar eher selten, dass diese Vierbeiner Interesse an Strahlenaralie haben, kann aber durchaus vorkommen. Um Vergiftungen zu vermeiden, sollten Hunde sowie andere Haustiere keine Möglichkeit bekommen, mit einer Schefflera zusammenzutreffen.

Katzen

Katzen sind besonders gefährdet, da sie einen Hang dazu haben, Pflanzen anzuknabbern. Die Oxalat Kristalle können jedoch von ihnen nicht abgebaut werden, so dass es bei ihnen neben den allgemeinen Vergiftungssymptomen auch zu Schädigungen im Harntrakt sowie der Niere, beispielsweise Nierensteine, kommen kann. Werden sehr große Mengen der Strahlenaralie verzehrt, kann dies für die Katze tödlich enden.

Vögel

Sämtliche Pflanzenteile sind für Ziervögel giftig. Da Wellensittiche, Kanarienvögel und Co sehr gerne an Grünzeug knabbern, sollten sie sich nicht in einem Raum frei bewegen dürfen, in dem eine Schefflera kultiviert wird.

Hasen

Auch für Hasen sind die Inhaltsstoffe der Schefflera giftig. In erster Linie wirken sie stark schleimhautreizend, rufen aber auch andere Vergiftungssymptome hervor. Keinesfalls dürfen Hasen und andere Kleintiere an der Strahlenaralie nagen.

Hilfe für Tiere bei Vergiftung

Als Erste-Hilfe-Maßnahme wird dem betroffenen Tier Wasser verabreicht, um die Konzentration des Giftes zu verringern. Danach ist umgehend ein Besuch beim Tierarzt erforderlich. Sinnvoll ist es, Pflanzenteile der angeknabberten Pflanze mitzunehmen, um die individuellen Giftstoffe sofort zu erkennen.

Gartenbista-Tipp: Kein Erbrechen hervorrufen! Keine Milch verabreichen!

 

Symbolgraphiken: © fotobieshutterb


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