Sanseviera, Bogenhanf Pflege & Vermehren

Wenn Sie eine absolut robuste und nahezu unverwüstliche Zimmerpflanze suchen, sollten Sie sich einen Bogenhanf zulegen, auch bekannt unter dem Namen „Sanseviera“. Diese Pflanze zählt nicht nur zu den pflegeleichtesten, sondern besitzt auch eine sehr interessante und ansprechende Optik. Ältere Pflanzen bilden zudem im Frühjahr kleine, weiße Blüten, die einen angenehmen Duft verströmen.

Sanseviera, Bogenhanf Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Bogenhanf Standort: Hell, ohne Zugluft

Der Bogenhanf zählt zu den Wüstenpflanzen und ist daher ausgesprochen bescheiden. Er gedeiht an jedem Standort, vorausgesetzt, an diesem herrschen keine Temperaturen unter 15°C und keine Zugluft. Obwohl der Bogenhanf Licht sehr liebt, mag er keine pralle Sonne.

Bei der Wahl des Standortes ist außerdem noch zu beachten, dass der Bogenhanf sehr hoch werden kann. Dies dauert zwar lange, da er langsam wächst, aber dennoch sollte diese Tatsache mit einkalkuliert werden.

360°-Video vom Bogenhanf

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie ein Bogenhanf (Sansevieria) ausschaut.

360°-Video vom Bogenhanf (Sansevieria) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im November

Bogenhanf Pflege: gießen und düngen

Der Bogenhanf hat einen sehr geringen Wasserbedarf. Ähnlich wie Kakteen verzeiht er es eher, wenn er zu wenig, als wenn er zu viel Wasser erhält. Dünger benötigt er eigentlich gar keinen; wer ihm aber dennoch eine gelegentliche Düngergabe zukommen lassen möchte, sollte dies maximal ein Mal monatlich tun.

Bogenhanf Vermehrung durch Teilung, Stecklinge oder Ableger

Teilung

Die einfachste Methode, einen Bogenhanf zu vermehren, ist seine Teilung. Zu diesem Zweck wird er ausgetopft und sein Wurzelballen mit einem scharfen Messer geteilt, wobei zu beachten ist, dass die neuen Pflanzenteile mehrere Blättchen besitzen (am besten eine Rosette). Die beiden so entstandenen Pflanzen können nun separat eingepflanzt werden.

Stecklinge

Eine weitere Möglichkeit der Vermehrung des Bogenhanfs ist die Verwendung von Blattstecklingen. Hierfür wird ein Blatt quer in circa 5 cm große Stücke geschnitten. Diese werden dann einen Zentimeter tief in einen mit einem Sand-Torf-Gemisch gefüllten Blumentopf gesteckt, wobei unbedingt zu beachten ist, dass die ursprüngliche Wuchsrichtung beibehalten wird, da die Stecklinge ansonsten nicht anwachsen werden. Diese Methode erfordert sehr viel Zeit und Geduld.

Ableger

Des Weiteren kann ein Bogenhanf durch Ableger vermehrt werden: einfach die Seitensprossen von der Mutterpflanze abtrennen und in einen Blumentopf stecken. Dabei ist zu beachten, dass der kleine Bogenhanf ein Sand-Torf-Gemisch benötigt, wenn er noch keine Wurzeln gebildet hat. Sind hingegen schon welche vorhanden, genügt dem Ableger eine ganz gewöhnliche Blumenerde zu Anwachsen.

Für alle Vermehrungsmethoden ist das Frühjahr die beste Jahreszeit; generell gedeiht ein Bogenhanf am Besten, wenn seine Wurzeln sehr eingeengt sind.

Pflegefehler Bogenhanf

Werden die ansonsten gestreiften Blätter des Bogenhanfs blass, steht er zu dunkel und benötigt deswegen einen Standortwechsel. Bilden sich hingegen braune Flecken auf den Blättern, hat er zuviel Wasser erhalten, was im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass er verfault.

Bogenhanf Krankheiten, Bogenhanf Schädlinge

Von Krankheiten bleibt der robuste Bogenhanf in der Regel verschont; eher machen ihm Pflegefehler zu schaffen.

Der Dickmaulrüssler verursacht hingegen gravierende Schäden an der ansonsten so robusten Pflanze, weil er einfach große Teile aus ihr herausfrisst. Sollte ein derartiger Befall festgestellt werden, sollte ein entsprechendes Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Wenn Sie ihrem Bogenhanf etwas besonders Gutes tun möchten, dann wischen Sie ihm ab und zu seine Blätter mit einem feuchten Tuch ab. Dies ist nicht nur ein Genuss für die Pflanze, sondern hilft auch, Schädlinge und Staub zu entfernen.

Graphik: © womue-Fotolia.com


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