Palmen überwintern im Freien: Standorttipps

Palmen zu überwintern, die den Sommer über im Freien verbracht haben, ist eine Wissenschaft für sich. Fast jede Art hat eigene Wünsche bezüglich ihres Standortes, ihrer Pflege und ihrer Umgebung. Deswegen kann dieser Artikel auch nicht als allgemeingültige Richtlinie verstanden werden, sondern nur als kleine Hilfestellung bezüglich verschiedener Überwinterungsmöglichkeiten.

So überwintern Sie Ihre Palmen draußen im Freien – Gartenbista – Anleitung:

Grundlegende Tipps zum Palmen Überwintern

Um einer Palme die optimale Überwinterung im Haus zu ermöglichen, müssen grundsätzlich drei Dinge beachtet werden: Palmen lieben Wärme, Palmen hassen Zugluft und Palmen brauchen Licht. Die anderen Bedürfnisse dieser beliebten Pflanzen wie Wasser- und Düngerbedarf ergeben sich je nach Sorte. Auch vertragen viele Palmen keine trockene Luft und müssen deswegen besprüht werden. Sollten Sie sich diesbezüglich unsicher sein, lassen Sie sich im Fachhandel beraten.

Zu unterscheiden ist auch zwischen Palmen, die nur einige Monate des Sommers über draußen verbracht haben und als Zimmerpflanze gelten, und jenen, die eigentlich eher für die freie Natur geschaffen worden sind. Während die ersteren bereits zum Herbst hin ins Haus geholt werden sollten, können andere Arten Temperaturen bis -10°; wieder andere sogar bis -25° C überstehen.

Palmen Überwinterung: welcher Standort ist geeignet?

Zunächst muss sich der Palmenbesitzer darüber im Klaren sein, dass es für Palmen generell extremen Stress bedeutet, wenn sie vom warmen Plätzchen im Garten zum Herbst hin plötzlich ins Haus geholt werden müssen. Und auch dort ist nicht jeder Standort gleichermaßen gut geeignet, um seine Palmen überwintern zu lassen.

  • Balkon: Auf Balkonen herrschen in der Regel dieselben Temperaturen wie im Freien – als Überwinterungsstandort für Palmen sind diese deshalb nicht geeignet.
  • Kellerräume: Besteht die Möglichkeit, Kellerräume zu beheizen, können sie durchaus zum Palmen Überwintern dienen, denn in ihnen herrscht in der Regel eine für Palmen optimale Luftfeuchtigkeit. Wichtig hierbei ist aber auch, dass für ausreichend Beleuchtung gesorgt wird, notfalls mithilfe einer Zeitschaltuhr.
  • Treppenhaus: In Treppenhäusern ist zwar normalerweise ausreichend Helligkeit vorhanden, aber leider sind diese häufig sehr zugig und dementsprechend auch nicht für die Überwinterung von Palmen geeignet.
  • Wintergarten: Wintergärten sind hell und warm und bieten zudem auch Schutz gegen Zugluft. Von daher sind sie optimale Standorte zur Überwinterung von Palmen.
  • Wohnräume: Da nicht jeder ein glücklicher Besitzer von Wintergärten ist, müssen die meisten Palmen in Wohnräumen überwintern. Auch hierbei gilt: für ausreichende Temperaturen und Lichtverhältnisse sorgen sowie Zugluft und eine zu geringe Luftfeuchtigkeit vermeiden. Ausgewiesene Zimmerpalmen, wie etwa die Kokospalme, die nur in die „Sommerfrische“ geschickt wurde und zum Herbst hin heimkehrt, kann an denselben Standort gestellt werden, den sie auch vor ihrem Ausflug ins Freie innehatte.

Palmen im Freien überwintern

Neben den absolut nicht winterharten Palmen gibt es auch welche, die durchaus im Garten überwintern können. Voraussetzung hierfür ist, dass sie mit einem speziellen Schutz gegen Kälte und Frost versehn werden. je nach Größe der Pflanze, zu erwartende Temperaturen und Standort bieten sich verschiedene Möglichkeiten für einen derartigen Schutz:

  • Luftpolsterfolie: Palme in Luftpolsterfolie wickeln und mit einer Schnur zusammenbinden, wobei zu beachten ist, dass diese nicht zu eng gebunden wird, damit die Palmwedel nicht abknicken.
  • Stamm abdecken: eine Abdeckung des Stammes bis in eine Höhe von circa 20 cm mit Stroh, Reisig oder Tannenzweigen ist empfehlenswert.
  • Decke: Eine warme Decke, um die (vorher zusammengebundenen) Palmwedel zu schützen, ist ebenso erfolgreich einsetzbar gegen winterliche Temperaturen wie die Luftpolsterfolie.
  • Isolierkübel: Des Weiteren gibt es im Fachhandel beheizbare Isolierkübel zu kaufen, welche von einigen Palmenbesitzern sehr gerne verwendet werden.

Bitte beachten: egal, für welche Form des Winterschutzes Sie sich entscheiden, bitte diesen entfernen, sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind!

Graphik: © LoopAll-Fotolia.com


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