Orchideen umtopfen – so gelingt es Ihnen richtig

Orchideen regelmäßig in frisches Substrat umtopfen
Orchideen regelmäßig in frisches Substrat umtopfen

Am liebsten wachsen die dekorativen Zierpflanzen ungestört vor sich hin. Dennoch ist es gelegentlich unumgänglich, dass man als Pflanzenfreund die Ruhe stören und seine Orchideen umtopfen muss. Damit dieses Procedere möglichst schonend vonstattengehen kann, sollten einige diesbezügliche Tipps beachtet werden.

Warum ich Orchideen umtopfen sollte

Es gibt zwei Gründe, warum Orchideen umgetopft werden sollten:

  • Das Substrat ist verrottet
  • Das bestehende Pflanzgefäß ist zu klein geworden

Die spezielle Orchideenerde, welche optimal zur Kultivierung der Zierpflanzen ist, besteht aus Rindenstücken. Diese zersetzen sich jedoch mit der Zeit und können sich in diesem Zustand an den Wurzeln festsetzen. Dadurch werden diese geschädigt und können die Orchidee nicht mehr mit den lebensnotwendigen Nährstoffen versorgen. Doch selbst, wenn das Substrat optisch noch gut aussieht, kann es dennoch weniger gut für die Wurzeln sein: Salze aus dem Gießwasser setzen sich darin fest, die ebenso schädlich sind.

Da Orchideenwurzeln wachsen, wird das Pflanzgefäß irgendwann zu klein für den Wurzelballen. Damit sich die Pflanze weiter entwickeln kann, muss zwingend ein etwas größeres Gefäß gewählt werden. Dies ist für gewöhnlich alle zwei bis drei Jahre der Fall.

Gartenbista-Tipp: Sollten sich Schädlinge im Wurzelbereich befinden oder sind die Wurzeln verfault, muss umgehend umgetopft werden – auch wenn noch keine zwei Jahre vergangen sind.

Orchideen umtopfen – Anleitung

  • Zwei Tage vor dem Umtopfen die Orchideen gießen und düngen
  • Pflanze mitsamt ihren Wurzeln aus dem Pflanzgefäß lösen
  • Altes Substrat komplett entfernen, notfalls mit lauwarmem Wasser
  • Abgestorbene sowie verfaulte Wurzeln abschneiden
  • Dünne Substratschicht in das neue Pflanzgefäß geben
  • Wurzelenden auf das Substrat legen
  • Orchidee langsam in das Gefäß hineindrehen
  • Substrat einfüllen

Nach dem Umtopfen dürfen die Orchideen mindestens fünf Tage nicht gegossen und drei bis vier Wochen nicht gedüngt werden. Diese Maßnahmen sind notwendig, damit sich beschädigte Wurzeln wieder erholen können. Ein tägliches Einsprühen der Blätter sorgt jedoch für eine angenehme Luftfeuchtigkeit.

Luftwurzeln schneiden?

Luftwurzeln sind immens wichtig für das Wachstum der Orchideen und sollten deswegen keinesfalls abgeschnitten werden. Ausnahmen bestehen lediglich, wenn sie krank, beschädigt, vertrocknet oder verfault sind.

Substrat

Orchideen sollten grundsätzlich in spezielles Orchideensubstrat gepflanzt werden. Dieses versorgt sie nicht nur mit den notwendigen Nährstoffen, sondern ist zudem noch luftdurchlässig. Bei gewöhnlicher Blumenerde ist dies nicht der Fall. Werden die Zierpflanzen in eine solche gepflanzt, so wird dies zu Fäulnis und Krankheiten führen.

Richtiger Zeitpunkt zum Umtopfen

Orchideen können jederzeit umgetopft werden, wenn sie von Schädlingen befallen oder ihre Wurzeln verfault sind.

Frühling?

Der optimale Zeitpunkt zum Orchideen Umtopfen ist der Frühling. Zu dieser Zeit bilden sich Triebe und Wurzeln schneller aus als in anderen Jahreszeiten, so dass die betroffene Pflanze sich besser von dem Stress erholen kann.

Sommer?

Im Sommer sollten Orchideen nur aus oben erwähnten Gründen umgetopft werden.

Herbst?

Sowohl die Temperaturen als auch die Lichtverhältnisse im Herbst tragen nicht dazu bei, dass Orchideen schnell Wurzeln und Triebe bilde werden. Deswegen ist diese Jahreszeit nicht für das Procedere geeignet.

Orchideen umtopfen nach der Blüte?

Grundsätzlich sollten Orchideen erst dann umgetopft werden, wenn sie verblüht sind. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie aufgrund des Procederes ihre Blüten abwerfen.

Orchideen Pflege

Obwohl Orchideen der Ruf vorauseilt, dass sie sehr pflegeintensiv seien, sind sie eher genügsam. Wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, die beispielsweise durch das Aufstellen von mit Wasser gefüllten Schalen oder durch besprühen der Blätter erreicht werden kann.

Gießen

Orchideen werden erst dann wieder gegossen, wenn das Substrat leicht angetrocknet ist. Optimal ist es, sie so lange in ein Wasserbad zu tauchen, bis Blasen aufsteigen. Dann gut abtropfen lassen. Möglichst abgestandenes Wasser oder Regenwasser verwenden.

Düngen

Düngegaben werden nur in blühfreien Phasen verabreicht, und auch dann nur maximal alle drei Wochen. Empfehlenswert ist spezieller Orchideendünger.

Video-Tipp der Redaktion: So topfen Sie Ihre Orchideen richtig um

Mehr Informationen zum richtige Orchideen Umtopfen können Sie folgendem Video entnehmen:

 

Symbolgraphiken: © M. Schuppich – Fotolia.com


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