Korbmarante Pflege und Vermehrung – das sollten Sie beachten

Korbmarante, Calathea crocata
Korbmarante, Calathea crocata

Es gibt nicht viele Zimmerpflanzen, die derart dekorativ sind wie die Korbmarante. Leider ist sie ein wenig pflegeintensiv und deswegen nicht für Anfänger geeignet. Werden jedoch die Tipps bezüglich Standort und Pflege beachtet, wird ihr Besitzer jahrelang Freude an ihr haben.

Korbmarante (Calathea) – Steckbrief von Gartenbista

  • Blüte: selten, orangefarben, Januar bis Februar
  • Standort: hell, warm, keine direkte Sonne, hohe Luftfeuchtigkeit
  • Substrat: humos, durchlässig
  • Umtopfen: im Frühjahr, wenn das Pflanzgefäß durchwurzelt ist
  • Vermehrung: Wurzelteilung, Stecklinge
  • Gießen: regelmäßig, aber mäßig
  • Düngen: einmal im Monat, im Winter nicht
  • Schneiden: gut schnittverträglich
  • Überwinterung: am selben Standort wie im Sommer
  • Pflanzenhöhe/-größe: 40 – 60 cm hoch, 30-40 cm breit
  • Wachstum: schnell
  • Giftig: nein
  • Krankheiten und Schädlinge: Wurzelfäule, Spinnmilben, Thripse, Läuse

Allgemeine Informationen über die Korbmarante

Korbmaranten gehören zur Familie der Pfeilwurzgewächse, innerhalb derer sie mit über 500 verschiedenen Arten vertreten sind.  Diese können sowohl blütenbildend als auch reine Grünpflanzen sein. Ursprünglich stammen sie aus den tropischen Urwäldern Südamerikas, wo sie ganzjährig im Freien wachsen. Hierzulande ist dies nicht möglich: Maranten können ausschließlich als Zimmerpflanzen kultiviert werden.

Die Calathea crocata zählt zu den beliebtesten Pfeilwurzgewächsen:  durch ihre dunkelgrünen Blätter mit einer violetten Blattunterseite und einem ebensolchen Stiel ist sie ein echter Eyecatcher. Bei richtiger Pflege bringt sie im Januar/Februar orangefarbene Blüten hervor, die intensiv leuchten. Doch nicht nur das: die Calathea crocata filtert zudem noch Schadstoffe, so dass sie nicht nur für optisches, sondern auch für physisches Wohlbefinden sorgt.

Sorten

Weitere beliebte Korbmaranten Arten, die ebenfalls gut im heimischen Wohnzimmer kultiviert werden können:

  • Mit ihrer hell- und dunkelgrünen Musterung ist die Calathea lancifolia, auch als Calathea insignis bekannt, ausgesprochen dekorativ.
  • Calathea Louisiae ist hierzulande nur sehr selten zu finden. Ihre Blätter sind gelbgrün bis weiß gemustert und dadurch eine sehr dekorative Erscheinung.
  • Die grünen Blätter der Calathea makoyana haben eine rote Unterseite, wodurch sie eine sehr interessante Optik erhalten
  • Junge Calathea ornata sind zunächst rosafarben gemustert. Mit zunehmendem Alter jedoch verfärben sie sich, bis sie silbrig-weiß schimmern.
  • Dank ihrer spitz zulaufenden, grünen Blätter ist die Calathea Wavestar besonders auffällig.
  • Die Calathea zebrina besitzt längliche, grüne Blätter, die von samtartigen, weißen Querrillen durchzogen sind.

Standort

Aus ihrer Heimat ist die Korbmarante warme Temperaturen gewöhnt. Diese sollten ihr auch in Zimmerhaltung gegeben werden: 25°C sind optimal. Etwas kühler darf es ruhig sein, jedoch sollte das Thermometer niemals unter 18°C fallen.

Die Calathea crocata benötigt zudem ein helles Plätzchen, an dem sie jedoch keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Besonders die Mittagssonne kann große Schäden an der dekorativen Zierpflanze hervorrufen. Ratsam ist es deswegen, die Korbmarante durch eine Jalousie oder eine andere Pflanze beschatten zu lassen.

Ebenso wichtig wie Helligkeit und Wärme ist eine hohe Luftfeuchtigkeit. Diese sollte möglichst 80% betragen. Um diese Werte zu erreichen, muss die Korbmarante täglich mit warmem, kalkarmem Wasser eingesprüht werden. Des Weiteren ist es empfehlenswert, mit Wasser gefüllte Schalen aufzustellen, welche die Luftfeuchtigkeit ebenfalls erhöhen.

Manch ein Hobbygärtner möchte seinem Pfeilwurzgewächs frische Luft bieten und bringt sie den Sommer über ins Freie. Dies sollte er jedoch zwingend vermeiden, denn die Pflanze ist hierzulande definitiv nur zur reinen Wohnungshaltung geeignet. Keinesfalls darf sie Zugluft ausgesetzt werden.

Substrat

Eine Korbmarante braucht ein Substrat, welches

  • durchlässig und
  • humos

ist. Diese kann sehr leicht selbst hergestellt werden, indem

  • drei Teile Komposterde mit
  • einem Teil Torf

vermischt werden. Um noch mehr Durchlässigkeit zu erhalten, kann Perlite untergemischt sowie unten in den Topf eine Drainage aus Kies oder Blähton gelegt werden. Zudem muss das Pflanzgefäß zwingend Löcher im Boden haben, durch die überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Alternativ ist es auch möglich, handelsübliche Blumenerde mit kleinen Styropurkügelchen zu vermischen.

Gartenbista-Tipp: Pflanzgefäß sollte breiter als hoch sein, da die Calathea crocata ein Flachwurzler ist!

Umtopfen

Sobald das bisherige Pflanzgefäß zu klein geworden ist, muss die Korbmarante umgetopft werden. Dies geschieht idealerweise im Frühjahr, bevor sie mit der Bildung neuer Triebe beginnt.

  • Gießen, bevor die Pflanze ausgetopft wird
  • Neues Pflanzgefäß mit Drainage versehen und etwa zur Hälfte mit Substrat füllen
  • Wurzeln auf Beschädigungen kontrollieren
  • Kranke und verfaulte Wurzelteile abschneiden
  • Korbmarante in das neue Gefäß setzen
  • Gefäß mit Substrat auffüllen

Gartenbista-Tipp: Wurzelballen vor dem Eintopfen leicht auseinanderziehen, um das Einwurzeln zu erleichtern.

Pflege

  • Gießen: Die Korbmarante darf nicht austrocknen, jedoch auch nicht zu feucht stehen. Aus diesem Grund sind regelmäßige, aber mäßige Wassergaben notwendig. Diese werden immer dann verabreicht, wenn die oberste Erdschicht leicht angetrocknet ist. Optimal ist kalkarmes Wasser. Sollte dieses nicht vorhanden sein, kann auch Leitungswasser verwendet werden. wichtig ist, dass dieses immer Zimmertemperatur hat.
  • Düngen: Von April bis August ist es ausreichend, einmal monatlich Flüssigdünger zusammen mit dem Gießwasser zu verabreichen.
  • Blattpflege: Tägliches Einsprühen des Blattwerks erhöht nicht nur die Luftfeuchtigkeit, sondern sorgt zudem für schöne, saubere Blätter. Sollten diese trotzdem einmal verstaubt sein, können sie ganz einfach mit einem trockenen, weichen Tuch abgewischt werden.
  • Blütenbildung anregen: Gelegentlich kommt es vor, dass die Korbmarante keine Blüten hervorbringt. Um deren Bildung anzuregen, müssen tropische Gegebenheiten simuliert werden. Dies ist zwar ein wenig umständlich, führt aber in der Regel zum Erfolg. Ab Mitte August wird für einen Zeitraum von etwa sechs Wochen um 18.00 Uhr eine lichtundurchlässige Haube über die Calathea gestülpt. Diese wird um 8.00 Uhr morgens wieder entfernt. Zusätzlich wird weniger gegossen. Die Korbmarante ist so der Meinung, dass sie sich in der Trockenzeit befindet, in der sie in ihrer Heimat Blüten bildet.
  • Schneiden: Die Calathea crocata ist sehr gut schnittverträglich. Sollte sie vertrocknete, kranke oder beschädigte Blätter haben, können diese jederzeit abgeschnitten werden. gelegentlich kommt es vor, dass Blattränder braun werden. Auch diese Stellen können problemlos mit einer scharfen Schere abgeschnitten werden. Grundsätzlich müssen die Schnittwerkzeuge scharf und absolut sauber sein.

Pflegefehler

Die etwas empfindliche Korbmarante zeigt etwaige Pflegefehler umgehend an:

  • Falscher Standort -> Blätter rollen sich ein -> Standortwechsel
  • Überdüngung -> Blätter verfärben sich gelb -> sofort umtopfen und vorerst nicht düngen
  • Wassermangel -> Blätter rollen sich ein -> gießen
  • Zu niedrige Luftfeuchtigkeit -> Blattränder und -spitzen werden braun-> Pflanze einsprühen
  • Zu starke Sonneneinstrahlung -> Blattränder verfärben sich braun -> Standortwechsel

Vermehrung durch Teilung oder Stecklinge

Im Zuge des Umtopfens kann die Korbmarante geteilt und somit vermehrt werden:

  • Substrat aus dem Wurzelballen ausschütteln
  • Ballen mit einem sauberen, scharfen Messer teilen
  • Jedes Teilstück in ein separates Pflanzgefäß eintopfen

Achtung: Jedes Teilstück muss über mindestens eine Knolle verfügen.

Eine weitere Methode zur Korbmarante Vermehrung ist die Verwendung von Stecklingen. Hierfür werden Kopfstecklinge abgeschnitten, die zwischen 2 cm und 6 cm lang sind:

  • Pflanzgefäß mit Substrat füllen
  • Mehrere Stecklinge in die Erde stecken
  • Plastiktüte über das Gefäß ziehen, täglich lüften
  • Gefäß an einen hellen Standort stellen, an dem etwa 23°C herrschen
  • Regelmäßig gießen

Nun wird es etwa 6-8 Wochen dauern, bis das Pflanzgefäß durchwurzelt ist. Ist dies der Fall, wird die neugewonnene Pflanze in ein größeres Gefäß umgetopft und ebenso kultiviert wie adulte Exemplare.

Überwinterung

Während des Winters ist keine spezielle Pflege notwendig. Die Korbmarante wird am selben Standort kultiviert wie es den Rest des Jahres der Fall ist. Lediglich die Wassergaben können ein wenig reduziert werden; gedüngt wird während des Winters gar nicht.

Krankheiten und Schädlinge

Die Korbmarante hat eher mit Pflegefehlern zu kämpfen als mit Krankheiten oder Schädlingen. Dennoch kann es auch ihr passieren, dass sie von ihnen heimgesucht wird.

  • Wurzelfäule entsteht für gewöhnlich durch Staunässe. Für diese ist wiederum ein zu großzügiges Gießverhalten ursächlich. Doch auch ein undurchlässiges Substrat und/oder eine fehlende Drainage im Pflanzgefäß verhindern den Wasserabfluss. Wird die Wurzelfäule rechtzeitig erkannt, kann die Pflanze gerettet werden: umgehend austopfen, beschädigte Wurzelteile abschneiden und in frisches, trockenes Substrat setzen. Danach weniger gießen. Wenn die Wurzelfäule jedoch so weit fortgeschritten ist, dass sie den kompletten Wurzelballen beschädigt hat, kommt für die betreffende Korbmarante jede Hilfe zu späte.
  • Spinnmilben treten bei zu geringer Luftfeuchtigkeit auf. Ihre Anwesenheit zeigt sich durch weiße, watteartige Gespinste an den Pflanzenteilen. Im Anfangsstadium des Befalls ist es vollkommen ausreichend, die Calathea regelmäßig zu besprühen; die Schädlinge werden dadurch von ganz allein wieder verschwinden. Wenn dies jedoch nicht den gewünschten Erfolg bringt, muss ein spezielles Pflanzenschutzmittel aus dem Fachhandel eingesetzt werden, da die Schädlinge nicht nur die eine Pflanze, sondern auch andere aussaugen werden.
  • Thripse zeigen sich durch helle Sprenkelungen mit schwarzen Tröpfchen. Sie können durch regelmäßiges Besprühen mit Seifenlauge, der ein Esslöffel Spiritus zugefügt worden ist, vertrieben werden. Sollte dieses Hausmittel jedoch nicht wirken, muss auch hier ein spezielles Pflanzenschutzmittel angewendet werden.
  • Schmier- und Wollläuse sind zwar sehr selten auf Pfeilwurzgewächsen zu finden, jedoch ist dies nicht vollkommen ausgeschlossen. Auch gegen sie kann zunächst mit einer Schmierseifelösung vorgegangen werden, welche regelmäßig auf die Korbmarante gesprüht wird. Leider kommt es immer vor, dass die Läuse dennoch nicht verschwinden. Ist dies der Fall, muss ein Insektizid eingesetzt werden, gegen welches die Schädlinge keine Chance haben.

Korbmarante giftig?

Der dekorativen Blattschmuckpflanze wird häufig nachgesagt, dass sie giftig sei. Diese Annahme rührt in der Regel von ihrem Familiennamen her: Pfeilwurz klingt eher giftig als harmlos. Dabei ist die Calathea genau das. Sie ist in sämtlichen Pflanzenteilen absolut ungiftig; im Umgang mit ihr sind demzufolge keine Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.

In Südamerika weiß man übrigens die heilende Wirkung der Korbmarante zu schätzen: ihr Pflanzensaft wird dort als Gegenmittel bei Vergiftungen eingesetzt.

 

Symbolgraphiken: © mvhelena74 – Fotolia.com


2 Kommentare

  1. Meine Korbmarante ist inzwischen über 20 Jahre alt. Sie bekommt jedes Jahr Blüten, manchmal allerdings erst im März. Bislang hatte sie noch nie Probleme mit Krankheiten oder Schädlingen.

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