Ist die Anthurie giftig?

Dieser Artikel ist Teil 5 von 6 in der Serie Anthurie

Die Anthurie ist giftig! Das müssen Sie bei einer Anthurien-Vergiftung beachten

Anthurie giftigWie auch einige andere Pflanzen u. a. die Dieffenbachie oder andere Aronstabgewächse, ist auch die Anthurie giftig. Die Pflanzen wehren auf diese Weise sozusagen Feinde ab, die sich zwecks Nahrungsaufnahme an ihnen vergreifen. Bei Anthurien sind es die Blätter, die unlösliche Kalziumoxalatkristalle sowie Oxalsäure enthalten.

Das Kalziumoxalat ist in der Natur der Hauptbestandteil in Bier- und Nierensteinen. Allerdings ist das Gift in der Anthurie eher gering, sodass eine kritische Konzentration nicht bekannt ist. So schön wie Anthurien als Zimmerschmuck auch sein mögen, sollte ihr Standort so gewählt werden, dass sie außer Reichweite von Kindern und Haustieren stehen. Doch manchmal spielt der Zufall dennoch dem Kind oder dem Hund ein Blatt der Flamingoblume in die Hände bzw. ins Hundemäulchen und wird verzehrt.

Welche Symptome können bei einer Anthurien Vergiftung auftreten?

Weil die Anthurie giftig ist, können nach dem Verzehr verschiedene Krankheitszeichen hervorgerufen werden. Die Symptome einer Anthurien-Vergiftung zeigen sich meist durch Durchfall, Erbrechen, Schluckbeschwerden und erhöhten Speichelfluss. Diese Anthurien-Vergiftungssymptome treten durch eine Reizung bzw. eine Schädigung der Schleimhäute auf. Schlimmstenfalls kann es zu Blutungen im Magen-Darm-Trakt kommen, sodass ein Arzt bzw. Tierarzt hinzugezogen werden muss. Wobei die üblichen Anzeichen wie Übelkeit, Rötungen oder Blasenbildung sowie Schmerzen im Bereich des Mundes auch ohne die Hilfe eines Mediziners wieder abklingen sollten. Dennoch ist es sicherlich sinnvoll, einen Arzt zu konsultieren… sicher ist sicher.

Da die Anthurie giftig ist, muss erste Hilfe geleistet werden

Der Schreck ist groß, wenn ein Kind oder Haustier trotz aller Umsicht an den Blumentopf mit der Anthurie gelangte. Die beste Erstmaßnahme bei einer Anthurien Vergiftung ist eine reichliche Zufuhr an Flüssigkeit, d. h., trinken, trinken und nochmals trinken. In der Regel wird durch die Flüssigkeit das Anthurien Gift aus dem Körper geschwemmt, sodass innerhalb von zwei Stunden die Krankheitssymptome immer weiter abklingen, bis diese ganz verschwunden sind. Es kann jedoch auch vorkommen, dass, obwohl die Anthurie giftig ist, keinerlei Krankheitszeichen auftreten. Wenn also nach dem Verzehr eines Blattes der Anthurie nach etwa zwanzig Minuten weder Übelkeit noch irgendein anderes Symptom in Erscheinung tritt, ist sozusagen alles in Butter.

Wie so oft im Leben, kann es passieren, muss jedoch nicht. Zumal Hund und Katze unter normalen Umständen genau erkennen, was sie zu sich nehmen können.

 

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