Grünlilie – Pflege der luftreinigenden Zimmerpflanze

Grünlilie (Chlorophytum comosum)
Grünlilie (Chlorophytum comosum)

Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) ist eine der unkompliziertesten Pflanzen und ganz leicht am Leben zu erhalten. Wenn du die Pflanze mal eine Weile vergisst, zieht sie die Feuchtigkeit einfach durch ihre grünen Triebe und erfrischt die Luft ohne Murren weiter. Daher ist sie auch in vielen Büros zu finden.

Standort

Von einem „richtigen Standort“ kann man bei der anspruchslosen Grünlilie kaum sprechen, denn eigentlich ist sie mit jedem Plätzchen zufrieden und gedeiht. Sie verträgt sowohl eine warme als auch eine kalte Umgebung und mag helle sowie dunkle Räume. Lediglich vor Haustieren sollte man sie schützen: Sowohl Katzen als auch Vögel schätzen ihre langen, schmalen Blätter und nagen sehr gerne an ihnen. Dies führt nicht nur zu Übelkeit bei den Haustieren, sondern auch zu einer recht unschönen Optik der Grünlilie…

Im Sommer freut sich die Grünlilie, wenn sie diesen im Freien verbringen darf – vor Frosteintritt sollte sie dann allerdings doch wieder ins Haus geholt werden. Den Winter über kann sie ruhig kühl stehen (bei circa 12°C); dies wäre zwar optimal für die Grünlilie, ist aber nicht zwingend erforderlich.

360°-Video

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie eine Grünlilie ausschaut.

360°-Video von der Grünlilie – Gartenbista-Videostudio, gedreht im August

Grünlilie Pflege

Wenn Sie sich gerade im Anfangsstadium als Pflanzenliebhaber beziehungsweise –besitzer befinden, ist es ratsam, sich zunächst mit pflegeleichten Spezies zu befassen; mit Pflanzen, die gelegentliche Pflegefehler verzeihen und dennoch eine Augenweide sind. Paradebeispiel hierfür ist die Grünlilie (auch „Brautschleppe“ genannt). Weltweit gibt es über 100 verschiedene Arten dieser beliebten Grünpflanze – und wohl kaum einen Haushalt, in dem nicht mindestens eine davon vertreten ist.

Grünlilie gießen und düngen

Grünlilien gehören zu den Pflanzen mit einem normalen Wasserbedarf; das heißt dass eine wöchentliche Wassergabe in der Regel ausreichend ist. Dies gilt auch für die Wintermonate. Wird das Gießen mal vergessen und die Pflanze trocknet aus, ist dies nicht besonders tragisch – Grünlilien verzeihen ja fast alles (nur keine Staunässe). Ist die Erde im Topf allerdings allzu trocken, sollte der gesamte Topf in einem Wassereimer „getaucht“ werden, und zwar so lange, bis Blasen aufsteigen. Wenn Sie Ihrer Grünlilie eine ganz besondere Freude machen möchten, besprühen Sie sie ab und zu aus einer Blumenspritze.

Zum Düngen kann ein herkömmlicher Pflanzendünger verwendet werden, der alle drei Wochen dem Gießwasser beigefügt wird. Wenn Sie allerdings vorhaben, Ihre Grünlilie den Winter über kalt zu stellen, erfolgt die Düngung nur in der Zeit von März bis September.

Umtopfen

Eine Grünlilie sollte grundsätzlich nur umgetopft werden, wenn ihre Wurzeln bereits aus der Erde hervorschauen.

Vermehren

Grünlilien sorgen dafür, dass sie nicht aussterben: an langen Ausläufern bilden sie sehr viele junge Pflanzen. Diese haben ganz oft bereits Wurzeln, während sie noch an den Ausläufern auf eine Einpflanzung warten. Falls nicht, können diese Jungpflanzen vorsichtig abgeschnitten und in ein Glas Wasser gestellt werden. Bereits nach wenigen Tagen bewurzeln sie und können eingetopft werden.

Krankheiten

Grünlilien sind nicht nur pflegeleicht, sondern auch ausgesprochen robust. Wenn sie allerdings braune Blattspitzen bekommen, ist dies ein Zeichen dafür, dass ihre Umgebungsluft zu trocken ist: ein besprühen hilft…

Gartenbista-Tipp: Wussten Sie, dass Grünlilien nicht nur sehr schön aussehen, sondern auch eine luftreinigende Wirkung entfalten?

Symbolgrafiken: © sonne07-Fotolia.com


1 Kommentar

  1. Hallo zusammen,

    Danke für die kompakte Infoseite!
    Nur würd ich persönlich vom düngen ziemlich abraten!
    Kultiviere eine voll grüne Sorte schon seit einigen Jahren, ehrgeizig im Dachgeschoss!
    Was mittlerweile Rand voll ist! Bis unter die Decke!!
    Da es zu meiner absoluten Lieblingspflanze geworden ist, weiß ich ganz genau was passiert, wenn ich Situation X herbei führe.
    Düngen halte ich für fatal WENN:
    Man keinen platz und nerv auf Liliennachwuchs hat. Punkt!
    Es ist kaum zu glauben wie diese pflanzen explodieren, wenn sie sich wohl fühlen. Die kindel werden an einer Pflanze oft so wuchtig, das pflanzen in Durchschnittstöpfen, regelmäßig aus dem Regal fallen. Dabei ist der Standpunkt so gut wie egal. Kindel minimieren führt zu wenigeren aber RIESEN kindel, die schnell Ausmaße der Mutter ansteuern und auch wieder aus dem Regal fallen.
    Wenn man gefallen drann findet alles abzustützen und zu sichern, oder nerv hat sich ein größeres regal für größere Töpfe zu bauen, kann es allerdings der schönste Anblick aller Zeiten werden!!
    Das die Lilie wächst ist eh schon nicht zu verhindern… Und wenn man nicht vorhat sein Haus und Freundeskreis zu begrünen, sollte man wirklich nicht düngen!!
    Gieb ihr Regenwasser! Reicht!
    Wird sie blass reicht giessen!
    Lass sie aber nicht blass werden… Die sieht dann auch so aus als wäre sie fast tot.
    Ist sie 2-3 Stunden nach dem Gießen immer noch blass, stell sie weiter in den Schatten!
    Aber nicht düngen!
    Schneide gelegentlich die Blätter ab die runter hängen. Es sind zwar keine welken oder kranken Blätter, aber so wird sie stabiler und wuchert nicht so nach links und rechts, allerdings dann nach oben!

    SOLANGE ES SICH UM DIE SORTE HANDELT DIE ICH KULTIVIERE.
    Leider weiß ich Experte den genauen Namen nicht. Schlicht grün und eine ecke massiver als viele zwei farbige Sorten. Die wurzeln sehen nach circa einem Jahr wie graue Minimöhren aus. Für mich so interessant, das ich bisher keine zweite Sorte zu Hause hatte! … Ist ja auch kein platz mehr ✌️ grüße

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