Grünlilie Pflege – so gießen, düngen und umtopfen

Grünlilie (Chlorophytum comosum)
Grünlilie (Chlorophytum comosum)

Wenn Sie sich gerade im Anfangsstadium als Pflanzenliebhaber beziehungsweise –besitzer befinden, ist es ratsam, sich zunächst mit pflegeleichten Spezies zu befassen; mit Pflanzen, die gelegentliche Pflegefehler verzeihen und dennoch eine Augenweide sind. Paradebeispiel hierfür ist die Grünlilie (auch „Brautschleppe“ genannt). Weltweit gibt es über 100 verschiedene Arten dieser beliebten Grünpflanze – und wohl kaum einen Haushalt, in dem nicht mindestens eine davon vertreten ist…Sowohl als normale Topf- als auch als Ampelpflanze (ihre Blätter können bis zu 70 cm lang werden) verschönert sie jede Zimmerecke beziehungsweise jeden Büroraum sehr. Auch ihre zarten, weißen Blüten erfreuen nahezu jeden Menschen durch ihren Anblick.

Grünlilie Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Grünlilien Standort – anspruchlos

Von einem „richtigen Standort“ kann man bei der anspruchslosen Grünlilie kaum sprechen, denn eigentlich ist sie mit jedem Plätzchen zufrieden und gedeiht. Sie verträgt sowohl eine warme als auch eine kalte Umgebung und mag helle sowie dunkle Räume. Lediglich vor Haustieren sollte man sie schützen: Sowohl Katzen als auch Vögel schätzen ihre langen, schmalen Blätter und nagen sehr gerne an ihnen. Dies führt nicht nur zu Übelkeit bei den Haustieren, sondern auch zu einer recht unschönen Optik der Grünlilie…

Im Sommer freut sich die Grünlilie, wenn sie diesen im Freien verbringen darf – vor Frosteintritt sollte sie dann allerdings doch wieder ins Haus geholt werden. Den Winter über kann sie ruhig kühl stehen (bei circa 12°C); dies wäre zwar optimal für die Grünlilie, ist aber nicht zwingend erforderlich.

360°-Video von der Grünlilie

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie eine Grünlilie ausschaut.

360°-Video von der Grünlilie – Gartenbista-Videostudio, gedreht im August

Grünlilien gießen und düngen

Grünlilien gehören zu den Pflanzen mit einem normalen Wasserbedarf; das heißt dass eine wöchentliche Wassergabe in der Regel ausreichend ist. Dies gilt auch für die Wintermonate. Wird das Gießen mal vergessen und die Pflanze trocknet aus, ist dies nicht besonders tragisch – Grünlilien verzeihen ja fast alles (nur keine Staunässe). Ist die Erde im Topf allerdings allzu trocken, sollte der gesamte Topf in einem Wassereimer „getaucht“ werden, und zwar so lange, bis Blasen aufsteigen. Wenn Sie Ihrer Grünlilie eine ganz besondere Freude machen möchten, besprühen Sie sie ab und zu aus einer Blumenspritze.

Zum Düngen kann ein herkömmlicher Pflanzendünger verwendet werden, der alle drei Wochen dem Gießwasser beigefügt wird. Wenn Sie allerdings vorhaben, Ihre Grünlilie den Winter über kalt zu stellen, erfolgt die Düngung nur in der Zeit von März bis September.

 

Grünlilien umtopfen

Eine Grünlilie sollte grundsätzlich nur umgetopft werden, wenn ihre Wurzeln bereits aus der Erde hervorschauen.

Grünlilien vermehren durch Ausläufer

Grünlilien sorgen dafür, dass sie nicht aussterben: an langen Ausläufern bilden sie sehr viele junge Pflanzen. Diese haben ganz oft bereits Wurzeln, während sie noch an den Ausläufern auf eine Einpflanzung warten. Falls nicht, können diese Jungpflanzen vorsichtig abgeschnitten und in ein Glas Wasser gestellt werden. Bereits nach wenigen Tagen bewurzeln sie und können eingetopft werden.

Krankheiten an Grünlilien

Grünlilien sind nicht nur pflegeleicht, sondern auch ausgesprochen robust. Wenn sie allerdings braune Blattspitzen bekommen, ist dies ein Zeichen dafür, dass ihre Umgebungsluft zu trocken ist: ein besprühen hilft…

Übrigens: Wussten Sie, dass Grünlilien nicht nur sehr schön aussehen, sondern auch eine luftreinigende Wirkung entfalten?

Graphik: © sonne07-Fotolia.com


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