Gerbera Pflege, Standort und Vermehrung

Gerber's flowers in a flowerpot isolated on a white background.Die Gerbera: eine sehr angenehm aussehende Pflanze, deren langanhaltende Blüten in vielen verschiedenen Farben erhältlich sind. Leider ist sie nicht besonders pflegeleicht, und deswegen nicht unbedingt blutigen Anfängern zu empfehlen…Für erfahrene Pflanzenfreunde hingegen dürfte die Gerbera Pflege kein allzu großes Problem darstellen – vor allem, wenn einige Tipps beherzigt werden.

Gerbera Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Wachstumshemmer bei der Gerbera

Wenn eine Gerbera käuflich erworben wird, ist sie vom Wuchs her zumeist schön gedrungen und puschelig. Leider entspricht dieser Zustand nicht ihrem Naturell, sondern ist Folge von Wachstumshemmern, die ihr zugefügt worden sind. Nach einigen Monaten lässt die Wirkung dieser Wachstumshemmer allerdings nach, wodurch die Gerbera eine etwas zerzaustere Form annimmt. Viele unerfahrene Pflanzenbesitzer fürchten zu diesem Zeitpunkt, sie hätten bei der Gerbera Pflege einen Fehler begangen. Dies ist nicht der Fall; vielmehr zeigt sich dann die Pflanze in ihrer eigentlichen Wuchsform.

Gerbera Standort: Sehr, sehr hell

Die Gerbera ist eine Pflanze, die einen extrem hohen Lichtbedarf hat. Deswegen sollte sie so hell wie möglich stehen; auch ein Standort in der vollen Sonne macht ihr überhaupt nichts aus. Wichtig ist, dass die Temperaturen niemals – auch im Winter nicht – unter 12°C fallen dürfen; Kälte mag die Gerbera ganz und gar nicht. Darüber hinaus benötigt die Gerbera ausreichend frische Luft.

Wenn im Sommer die Temperaturen auf über 16°C steigen, kann die Gerbera gerne ins Freie gebracht werden.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls sehr wichtig für das Gedeihen der Gerbera. In der Wachstumszeit sollte ihre Blätter deswegen täglich eingesprüht werden.

360°-Video von der Gerbera (Gerbera)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die Gerbera (Gerbera) aussieht.

360°-Video von der Gerbera (Gerbera)- Gartenbista-Videostudio, gedreht im März

Gerbera Pflege – Tipps

  • Gießen: Im Sommer darf die Erde der Gerbera nie austrocknen; sie hat einen extrem hohen Wasserbedarf. Falls sie etwas kühler stehen sollte, verringert sich ihr Wasserbedarf entsprechend. Das richtige Maß zu finden, ist nicht einfach, denn sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an Wasser führt zu Erkrankungen der Gerbera.
  • Düngen: In der Zeit von April bis September, wenn sie blüht, freut sich die Gerbera über eine Düngegabe ins Wischwasser. Hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass eine geringere Menge an Dünger verwendet wird, als vom Hersteller empfohlen.
  • Umtopfen: Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr.

Gerbera Vermehrung durch Samen oder Teilung

Die Gerbera Vermehrung erfolgt mithilfe von Samen im Februar oder September. Wichtig hierbei ist, dass das Saatgut ganz frisch ist, da es schnell seine Keimfähigkeit verliert. Bei Temperaturen um die 23°C keimt das Saatgut innerhalb weniger Tage.

Ältere Gerbera Pflanzen können auch sehr gut durch Teilung vermehrt werden. Auch ist es möglich, Gerbera mit Hilfe von Stecklingen zu vermehren, welche im Frühjahr von der Mutterpflanze entfernt und in ein Wasserglas gesteckt werde. Sobald sich circa 5 cm lange Wurzeln gebildet haben, können die jungen Pflänzchen eingetopft werden.

Gerbera Krankheiten, Schädlinge

Leider wird die Gerbera häufig von der Gerberafäule heimgesucht, die sich dadurch äußert, dass sich die Blätter fahlgrün bis grau verfärben. Die Pflanze verfault vom Stammansatz und von den Wurzeln her. Grund für das Auftreten dieser Krankheit ist meistens ein Pflegefahler, wie etwa zu geringe Luftfeuchtigkeit, ein zu kalter Standort oder zu viel Dünger. Leider gibt es für eine erkrankte Gerbera keine Heilungschance; die Pflanze muss entsorgt werden.

Grauschimmel entsteht, wenn die Gerbera nicht ausreichend frische Luft bekommt, zu eng steht oder ihre Erde wiederum zu nass ist.

Graphik: © Irina Belousa – Fotolia.com


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