Edelgeranien richtig pflegen – das ist bei der Pelargonien Kultivierung zu beachten

Edelgeranie
Edelgeranie

Während die gewöhnlichen Geranien Balkonkästen und Pflanzgefäße zieren, werden die Edelgeranien überwiegend als Zimmerpflanze kultiviert. Werden bei ihrer Pflege einige Tipps beachtet, bringen sie von April bis Juli wunderschöne Blüten hervor und bieten auch in der restlichen Zeit einen äußerst dekorativen Anblick. Glücklicherweise sind sie recht pflegeleicht.

Edelgeranien, Pelargonium grandiflorum – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Blütezeit: April – Juli
  • Standort: sonnig bis absonnig
  • Substrat: durchlässig, nährstoffreich
  • Pflanzenhöhe/-größe: 25 – 50 cm
  • Gießen: hoher Wasserbedarf
  • Düngen: April bis August alle 14 Tage
  • Schneiden: nach der Blüte oder im Frühjahr
  • Vermehrung: Stecklinge, Aussaat
  • Aussaatzeit: Februar
  • Überwinterung: bei 10 – 15° C im Haus
  • Giftig: für Menschen nicht, jedoch für Haustiere
  • Heilwirkung: schleimlösend, immunsystemstärkend
  • Krankheiten und Schädlinge: Geranienrost, Blattläuse

Allgemeine Informationen über diese Pflanze

Edelgeranien bilden wunderschöne Blüten
Edelgeranien bilden wunderschöne Blüten

Bei den Edelgeranien, Pelargonium grandiflorum, handelt es sich um eine Pflanzengattung aus der Familie der Storchschnabelgewächse, der etwa 280 verschiedene Arten angehören. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit werden sie gerne als Geranien bezeichnet, jedoch gehören diese beiden Sorten verschiedenen Gattungen an.

Edelgeranien haben einen aufrechten, kompakten Wuchs sowie nierenförmige Blätter, die an den Rändern gezähnt sind. Bereits ab April bilden sie weiße, rosafarbene oder purpurrote Blüten, die bis zu fünf Zentimeter groß werden und zudem Flammen oder Zeichnungen aufweisen können.

Hierzulande werden diese Pflanzen überwiegend in Zimmerhaltung kultiviert, da sie zum einen keinen Frost vertragen, zu anderen auch außerhalb ihrer Blütezeit sehr dekorativ sind.

Standort

Ein sonniger bis absonniger Standort ist für Edelgeranien ideal, jedoch sollten sie in Wohnräumen oder im Wintergarten nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt werden. Eine Umgebungstemperatur von etwa 20° C wird bevorzugt. Den Somme rüber können die Pflanzen gerne auf den Balkon gestellt oder sogar ins Freiland ausgepflanzt werden. Bitte jedoch erst nach den Eisheiligen, da sie keinen Frost vertragen. Wenn möglich, sollte der Platz im Freiland wind- und regengeschützt sein.

Spätestens, wenn draußen nur noch 10° C herrschen, müssen die Edelgeranien wieder ins Haus geholt werden. Ein Winterquartier, in dem es zwischen 10° C und 15° C warm ist, wäre optimal.

Substrat

Das Substrat sollte

  • durchlässig,
  • nährstoffreich
  • und leicht sauer

sein. Zu viel Kalk schadet den Zierpflanzen ebenso wie Staunässe. Handelsübliche Blumenerde erfüllt oft nicht die Ansprüche der Pflanzen, deswegen kann in diesem Fall gerne aus spezielle Geranienerde zurückgegriffen werden.

Pflege Tipps

Die Edelgeranien sind zwar relativ pflegeleicht, haben jedoch einen hohen Wasser- und Nährstoffbedarf. Regelmäßige diesbezügliche Gaben sind demzufolge unabdingbar.

Auch bei bester Pflege werden diese Zierpflanzen nicht alt: nach drei bis vier Jahren bilden sie wesentlich weniger Blüten und verlieren ihre buschige Wuchsform.

Gießen

Da Edelgeranien Kalk nicht gut vertragen, sollten sie möglichst mit abgestandenem Wasser oder – noch besser – Regenwasser gegossen werden. Dies muss häufig geschehen; besonders während der Wachstumszeit haben die Zierpflanzen großen Durst. Wichtig ist, dass Staunässe vermieden wird.

Gartenbista-Tipp: Kein Gießwasser im Untersetzer stehenlassen!

Düngen

Von April bis August sollten die Pflanzen alle 14 Tage gedüngt werden. Handelsüblicher Flüssigdünger, der zusammen mit dem Gießwasser verabreicht wird, reicht vollkommen aus.

Muss man Edelgeranien schneiden?

Verblühte Blüten regelmäßig entfernen
Verblühte Blüten regelmäßig entfernen

Nach Ende der Blütezeit werden die Pelargonien zurückgeschnitten. Alternativ kann der Rückschnitt auch im Zuge des Umtopfens erfolgen.

Gartenbista-Tipps: Verwelkte Blüten und Blätter regelmäßig ausputzen!

Pelargonien Vermehrung

Da die Pelargonien nach einigen Jahren nicht mehr so attraktiv aussehen, empfiehlt es sich, sie beizeiten zu vermehren. Dies sollte vegetativ, also mithilfe von Stecklingen, geschehen.

Stecklinge

Im Spätsommer werden etwa 15 cm lange Stecklinge von der Edelgeranie abgeschnitten. Ideal sind Kopfstecklinge, die sich bereits etwas bräunlich verfärbt haben. Von diesen Trieben werden sämtliche Blätter bis aus das oberste Blattpaar entfernt.

  • Pflanzgefäß mit einem Sand-Erde-Gemisch füllen
  • Stecklinge einen Zentimeter tief in das Substrat stecken
  • Angießen
  • An einen hellen und warmen Platz stellen

An diesem gemütlichen Standort verbleiben die Stecklinge den ganzen Winter über. Das Substrat darf währenddessen niemals austrocknen.

Aussaat

Edelgeranien können auch durch Aussaat herangezogen werden, jedoch ist es sehr schwierig, an Saatgut von eigenen Pflanzen zu gelangen. Es empfiehlt sich deswegen, Samen im Fachhandel zu erwerben. Die Aussaat selbst erfolgt bereits im Februar im Haus:

  • Anzuchtgefäße mit Anzuchterde füllen
  • In jedes Töpfen einen Samen hineinlegen
  • Nur leicht mit Erde bedecken
  • Töpfchen mit Klarsichtfolie überziehen
  • Standort wählen, an dem es hell und 20° C bis 22° C warm ist

In der Folgezeit darf das Substrat niemals austrocknen. Die Folie muss täglich gelüftet werden, damit sich kein Schimmel bildet. Sind die jungen Pflänzchen einige Zentimeter groß, werden sie in größere Pflanzgefäße umgetopft, diesmal mit nährstoffreicher Erde.

Ist eine Überwinterung möglich?

Edelgeranien sind nicht winterhart
Edelgeranien sind nicht winterhart

Im Freien würden die Edelgeranien den Winter nicht überleben, da sie keinen Frost vertragen. Werden sie ganzjährig als Zimmerpflanzen gehalten oder zumindest vor dem ersten Frost hineingeholt, hat man mehrere Jahre Freude an Ihnen. Nach der Blüte werden sie zunächst auf 10 – 15 cm zurückgeschnitten; verwelkte Blätter sowie Blüten werden entfernt. Kommen die Pelargonien von draußen, so können sie gut in Gruppen zu vier oder fünf Pflanzen in ein Pflanzgefäß mit einem Erde-Sand-Gemisch gesetzt werden.

Das ideale Winterquartier ist hell und weist Temperaturen um 15° C auf. Dort werden die Pflanzen zwar sparsam gegossen, jedoch nicht gedüngt.

Richtiger Zeitpunkt

Wenn die Temperaturen dauerhaft unter 10° C fallen, müssen die Edelgeranien eingeräumt werden.

Dauer

Im März werden Edelgeranien aus ihrem Winterschlaf geholt. Zunächst sollten sie in frisches Substrat umgetopft werden, zudem werden die Wassergaben erhöht.

Krankheiten und Schädlinge

Leider werden auch Edelgeranien von Geranienrost befallen – zumindest, wenn sie sich im Freien befinden. Diese Pilzkrankheit sorgt dafür, dass sämtliche Pflanzenteile vergilben. Im Anfangsstadium können betroffene Pflanzenteile großzügig entfernt werden, um de Pflanze zu retten. Ist die Erkrankung jedoch bereits weit fortgeschritten, sollte sie umgehend entsorgt werden, um eine Ansteckung anderer Gewächse zu vermeiden.

Blattläuse sind sehr interessiert an den knackigen Trieben und siedeln sich dort gerne an. Für gewöhnlich reichen Hausmittel wie eine Schmierseifelösung vollkommen aus, um die Schädlinge loszuwerden.

 

Symbolgraphiken: © zeralein – stock.adobe.com; ovcerleonid – stock.adobe.com; Ruckszio – stock.adobe.com; E. Hollender – stock.adobe.com


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