Bromelie – Pflege, Gießen und Vermehrung

Bromelie (Neoregelia)Wohl kaum eine Zimmerpflanze tritt hierzulande in größerer Artenvielfalt und optischen Unterschieden auf als die Bromelie. Nicht umsonst erfreut sie sich allergrößter Beliebtheit – zudem sie auch noch ausgesprochen pflegeleicht ist, wenn einige Pflege Tipps beherzigt werden…

Bromelie – Steckbrief von Gartenbista:

Quickfacts Bromelie: Bromelie Arten

Die Bromelie – auch „Ananasgewächs“ genannt – ist im Fachhandel ganzjährig erwerbbar. Es gibt circa 3000 verschiedene Bromelien-Arten, welche sich bezüglich Größe und Gestalt sehr unterscheiden – und ständig werden neue entdeckt. Zu den bekanntesten Bromelien-Arten zählen

  • Ananas
  • Aechmea
  • Guzmania
  • Tillandsia
  • Vriesea
  • Neorglia
  • Billbergia

Die Bromelie ist bekannt dafür, dass sie mit leuchtenden Farben, schön geformten Blättern und tollen Blüten auftritt. Unterschieden werden die epiphytischen und die terrestrischen Sorten. Während letztere in der Erde wurzen und demzufolge über diese die Feuchtigkeit aufnehmen, nehmen die epiphytischen Sorten ihr Wasser und ihre Nährstoffe zusätzlich auch über die Blätter auf. Um eine Bromelie optimal pflegen zu können, ist es also von Vorteil, zu wissen, um welche der beiden Arten es sich handelt.

Darüber hinaus gibt über 100 verschiedene Vrisea-Sorten. Zu den beliebtesten gehören

  • Vrisea fenestralis
  • Vrisea hieroglyphica
  • Vrisea psittacina
  • Vrisea saundersii
  • Vrisea splendens,

wobei letztere die bekannteste aufgrund ihres bis zu 50 cm langen, orange-roten Blütenschaft von allen ist: “Flammendes Schwert“.

360°-Video von der Guzmania (Guzmania)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die Guzmania (Guzmania) aussieht.

360°-Video von der Guzmania (Guzmania) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im April

Bromelie Standort: Warm und hell, aber keine direkte Sonne

Bromelien benötigen viel Licht und Wärme, allerdings reagieren sie sehr empfindlich auf Sonneneinstrahlung – zumindest die epiphytischen Arten. Jene mit weichen, dünnen Blättern vertragen überhaupt keine Sonne, während jene mit harten, ledrigen Blättern in den Morgen- und Abendstunden durchaus etwas Sonne tanken können. Dies gilt sowohl für Bromelien, welche auf der Fensterbank stehen, als auch für solche, die sich in der Sommerfrische befinden. Der Bromelie komplett das Sonnenlicht zu verweigern, ist insofern nicht ratsam, als dass viele Arten diese benötigen, um Blüten bilden zu können.

Ausnahmen bilden die Erdbromelien: sie lieben es auch hell und sonnig – und vertragen die Sonneneinstrahlung auch.

Die Raumtemperatur darf 15°C nicht unterschreiten. Da die Bromelie eine hohe Luftfeuchtigkeit schätzt, ist ein Badezimmer der optimale Standort für diese Pflanze.

Bromelie Pflege – Tipps

  • Düngen: Die Bromelie kann im Sommer alle drei Wochen gedüngt werden, wobei ein Orchideendünger empfehlenswert ist.
  • Umtopfen: Umgetopft wird eine Bromelie erst, wenn ihr Topf komplett durchwurzelt ist.
  • Erde: Als Substrat ist ein Gemisch aus normaler Blumenerde und Orchideenerde zu empfehlen.
  • Einsprühen: Liegen die Temperaturen über 18°C, sollte die Bromelie mit kalkfreiem Wasser eingesprüht werden.
  • Kein Schnitt: Die Bromelie wird nicht geschnitten!

vriseaBromelie gießen

Die Bromelie mag am liebsten kalkfreies Wasser. Optimal für diese Pflanze ist Regenwasser.

Rosettenarten bekommen ihr Gießwasser direkt in die Rosette, in der sich immer etwas Wasser befinden sollte; bei allen anderen Arten wird das Substrat gegossen. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass sich keine Staunässe bildet.

Bromelie Vermehrung durch Kindel oder Samen

Die Bromelie sorgt von ganz alleine dafür, dass sie sich vermehrt, indem sie Kindel bildet. Sobald diese ihre eigene Rosette gebildet haben, können sie von der Mutterpflanze abgetrennt und in ein eigenes Pflanzgefäß gesetzt werden.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Bromelien Vermehrung mithilfe von Samen, welche im Fachhandel erhältlich sind. Zu beachten ist, dass es sich bei der Bromelie um einen Lichtkeimer handelt. Dies bedeutet, dass die Samen nur auf die Erde gelegt und keinesfalls mit ihr bedeckt werden dürfen. Die Anzuchtschalen werden dann mit Folie abgedeckt und an einen warmen Ort gestellt, wobei die Erde stets leicht feucht zu halten ist. Nach spätestens 14 Tagen beginnen die kleinen Bromelien zu keimen.

Bromelie Schädlinge und Krankheiten

Wenn eine zu geringe Luftfeuchtigkeit gegeben ist, siedeln sich gelegentlich Woll- und Schildläuse auf der Bromelie an.

Von Krankheiten bleibt die Pflanze hingegen verschont, lediglich Pflegefehler wie zu niedrige Luftfeuchtigkeit, kalkreiches Wasser oder Sonnenbestrahlung machen der Bromelie zu schaffen.

Tipp: Um die Blütenbildung anzuregen, kann die Bromelie über einen mehrwöchigen Zeitraum nachts in eine Plastiktüte zusammen mit einem Apfel gesteckt werden!

Graphik: © JM Fotografie – Fotolia.com; © Vladimir Mucibabic – Fotolia.com


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