Wissenswertes über die Aloe Vera Blüte

Blühende Aloe Vera
Blühende Aloe Vera

Die dekorative Heilpflanze gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen, die hierzulande kultiviert werden. Sie ist ganzjährig sehr schön anzusehen. Besonders eindrucksvoll wird sie jedoch, wenn die Aloe Vera Blüte erscheint. Dies geschieht bei adulten Pflanzen jährlich im zeitigen Frühjahr.

Allgemeine Informationen über die Aloe Vera Blüte

Sobald eine Aloe Vera geschlechtsreif ist, bildet sie erstmalig eine Blüte aus. Für gewöhnlich ist dies ab dem dritten Lebensjahr der Fall. Von nun an wird sie ihren Besitzer alljährlich mit ihren Blüten erfreuen, ohne dass dieser besonders viel dafür tun muss.

Aufgrund ihres Aussehens wird die Aloe Vera gelegentlich mit einer Agave verwechselt. Geht die Pflanze nach der Blüte ein, so kann man sich sicher sein, dass es sich um eine Agave gehandelt haben muss. Während Aloe Vera jedes Jahr aufs Neue Blüten hervorbringen, sterben Agaven nach ihrer einzigen hervorgebrachten Blüte ab.

Aussehen

Aloe Vera Blüte
Aloe Vera Blüte

Mitten aus der Aloe Vera heraus wächst ein aufrechter Blütenstand. Gelegentlich verzweigt er sich. Auffällig ist vor allem, dass er sehr schnellwachsend ist und binnen weniger Tage seine endgültige Größe erreicht hat. Am Ende des Blütenstandes bildet sich die Blütenansätze, die traubenförmig angeordnet sind. Aus diesen entwickeln sich gelbe, orangefarbene oder rote Blüten. Sie erinnern zwar nicht an Lilienblüten, dennoch wird die Aloe Vera auch Wüstenlilie genannt.

Wann hat Aloe Vera Blütezeit?

Die Blütezeit beginnt zwischen März und Mai, sehr selten bereits im Februar.

Wie lange?

Eine Aloe Vera Blüte bleibt über mehrere Wochen bestehen, da sie quasi von unten nach oben aufblüht. Betrachtet man sie genauer, so wird man feststellen, dass ihre unteren Blüten bereits verblüht sind, wenn jene in der Mitte voll erblüht sind. Die oberen hingegen sind noch in einem knospigen Zustand.

So fördere ich die Aloe Vera Blüte

Im Allgemeinen ist eine Aloe Vera derart anspruchslos, dass sie auch ohne menschliches Zutun ihre Blüten hervorbringen wird. Es gibt jedoch einen kleinen Trick, mit dem die Blütenbildung gefördert werden kann: sie sollte während der Wintermonate kühler gestellt werden. Ein Raum, in dem Temperaturen zwischen 10°C und 15°C herrschen, ist ideal. Während der Überwinterung werden die Wassergaben reduziert und das Düngen komplett eingestellt. Sobald sich die Blütentriebe zeigen, kann die Pflanze wieder an einen wärmeren Standort gebracht werden.

Gartenbista-Tipp: Keinesfalls zu kühl überwintern, da Aloe Vera keine zu niedrigen Temperaturen verträgt.

Ist die Blüte der Aloe Vera giftig für Menschen?

Die Blüte ist nicht giftig für Menschen. Dies gilt jedoch nicht für sämtliche Pflanzenteile. In einer gelblichen Schicht in der Blattrinde befindet sich Aloin, welches zwar nicht unbedingt giftig ist, jedoch eine abführende Wirkung hat.

Für Tiere?

Für Haustiere ist die Aloe Vera giftig, da das enthaltene Aloin von deren Organismus nicht vertragen wird. Neben Hunden und Ziervögeln sind besonders Katzen in Gefahr. Bei ihnen kann Aloin

  • Darmblutungen,
  • Durchfall,
  • Krämpfe,
  • Lähmungen sowie
  • Nierenschäden

Verursachen, die schlimmstenfalls irreparabel sind. Wer mit Tieren seine Wohnung teilt, sollte demzufolge besser auf die Kultivierung der dekorativen Pflanze verzichten.

Essbar?

Aloe Vera Blatt
Aloe Vera Blatt

Kaum jemand wird auf die Idee kommen, eine Aloe Vera Blüte zu essen. Anders hingegen ist die Situation bei den Blättern. Ein Aloe Vera Blatt besteht aus drei unterschiedlichen Schichten: Rinde, Gel und dazwischen der Saft. Während die Rinde keinesfalls verzehrt werden sollte, sind die anderen beiden Teile unbedenklich. Besonders das Gel ist reich an Vitaminen, Aminosäuren und Mineralien und wird sowohl zu kosmetischen als auch zu homöopathischen Zwecken verwendet. Sein leicht bitterer Geschmack gibt Müsli, Joghurts sowie Smoothies eine besondere Note.

Gartenbista-Tipp: Das Gel kann auch pur oder mit etwas Wasser verdünnt eingenommen werden!

Heilwirkung

Die kleine Pflanze enthält Acemannan, welches zum einen die Wundheilung unterstützt, zum anderen das Immunsystem stärkt. Außerdem

  • wirkt es verdauungsanregend,
  • stärkt den Herzmuskel,
  • senkt Cholesterin und Blutzucker,
  • lindert Atemwegsentzündungen und
  • verbessert den Stoffwechsel.

Aloe Vera wird in der Naturheilkunde sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt, und zwar überwiegend in Form von gel.

Gartenbista-Tipp: Das Aloe Vera Gel hat auch eine kühlende Wirkung bei Sonnenbrand.

 

Symbolgraphiken: © denira – stock.adobe.com; erikaltner – stock.adobe.com; Nenov Brothers – stock.adobe.com

 


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