Marmorierte Baumwanze richtig bekämpfen – so geht´s

Marmorierte Baumwanze, Halyomorpha halys
Marmorierte Baumwanze, Halyomorpha halys

Die Marmorierte Baumwanze saugt mit Vorliebe Früchte und Gemüse aus und wird deshalb als Schädling angesehen. Wer sie in seinem Garten oder gar im Haus hat, sollte schnellstmöglich versuchen, sie wieder loszuwerden. Wir sagen Ihnen, wie dies erfolgreich geht.

Marmorierte Baumwanze – Steckbrief von Gartenbista

  • Farbe: bräunlich-grau; Hinterleib, Beine und Antennen schwarz-weiß gestreift; helle Unterseite mit einigen schwarzen Punkten
  • Größe: circa 15 mm
  • Verbreitung: Ostasien und Europa
  • Lebensweise: warme Umgebung
  • Entwicklungsstadien: Ei, Nymphe, adulte Wanze (Dauer: bis zu zwei Monate)
  • Schadwirkung: Aussaugen von Obst und Gemüse, welche dadurch verkrüppeln sowie Wachstumsstörungen und Krankheiten erleiden
  • Trivialname: Stinkwanze

Wissenswertes über die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys)

Die Marmorierte Baumwanze gehört zur Familie der Wanzen und innerhalb derer zur Unterfamilie der Baumwanzen. Sie zählt zu den Schädlingen, da sie bevorzugt an Früchten saugt. Dadurch bekommen diese nicht nur Krankheiten injiziert, sondern verfärben und deformieren sich. Im kommerziellen Anbau führt die Anwesenheit dieser Wanzen zu großen Schäden, doch auch in heimischen Gärten können sie ganze Ernten vernichten.

Marmorierte Baumwanze bekämpfen

Aufgrund der extremen Schäden, die Stinkwanzen verursachen können, sollten sie möglichst frühzeitig bekämpft werden. Doch Vorsicht: den Schädling einfach zu zerquetschen oder zu zertreten, ist nicht ratsam. Wenn sich die Marmorierte Baumwanze bedroht fühlt, spritzt sie ein stinkendes Sekret um sich, welches in Stinkdrüsen im Brustbereich gebildet wird. Dieses ist derart geruchsintensiv, dass der Gestank mehrere Tage anhalten kann. Besonders bei einer Bekämpfung im Haus ist demzufolge zwingend davon abzuraten, die Wanzen in irgendeiner Form zu verletzen oder zu bedrohen.

Im Haus

Den Sommer über verbringt die Marmorierte Baumwanze im Freien. Sobald die Temperaturen jedoch sinken, sucht sie sich ein warmes Plätzchen für die Überwinterung. Leider passiert es des Öfteren, dass dieser Ort in einem Wohnhaus gelegen ist. Zunächst wird die Anwesenheit der Wanzen meistens nicht bemerkt, da sie sich in irgendwelchen Ritzen verkriechen und schlafen. Im folgenden Frühjahr allerdings, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Halyomorpha kitzeln, kriechen sie aus ihren Verstecken. Die häufigste Reaktion des Hausbesitzers: Fliegenklatsche oder Pantoffel schnappen und die Stinkwanze zerquetschen. Diese Handlung wird er jedoch lange bereuen…

Um die starke Geruchsbelästigung zu vermeiden, sollten andere Methoden gewählt werden:

  • Klebefallen aufstellen, besonders im Fensterbereich, an denen die Wanzen hängenbleiben
  • Mit einem Staubsauger einfach aufsaugen
  • Stinkwanzen mit Kieselgur bestreuen
  • Wanzen mit Seifenwasser im Verhältnis 5 Teile Wasser und 1 Teil Spülmittel besprühen

Da alle diese Methoden nur bedingt zum gewünschten Erfolg führen, ist es sinnvoller, den Wanzen den Zugang zum Haus zu verwehren:

  • Kieselgur auf Außenfensterbänke sowie vor Terrassen- und Balkontüren streuen
  • Insektenschutzgitter vor den Fenstern anbringen

Marmorierte Baumwanze im Garten bekämpfen

Während es für eine Bekämpfung im Haus einige Möglichkeiten gibt, ist dies im Garten nicht der Fall. Momentan gibt es keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel, welche die Marmorierte Baumwanze vernichten können. Theoretisch könnten Klebefallen an Obstgehölzen und zwischen anderen Nutzpflanzen angebracht werden. dabei ist jedoch die Gefahr zu groß, dass Nützlinge ebenfalls an ihnen kleben bleiben und sterben. So bleibt einem Gartenbesitzer nur, zu hoffen, dass sein Obst und Gemüse weitestgehend verschont bleiben.

Gute Erfahrungen wurden jedoch mit Katzenminze gemacht: Stinkwanzen mögen deren Geruch nicht. Wird Katzenminze großzügig im Garten gepflanzt, erhöht dies die Chancen, dass sich die Wanzen fernhalten.

Ist die Marmorierte Baumwanze gefährlich?

Stinkwanzen haben keinen besonders guten Ruf. Dieser rührt jedoch nicht davon her, dass sie in irgendeiner Form gefährlich für Menschen sind. Viel mehr verdanken sie ihr eher schlechtes Image der Tatsache, dass sie große Schäden verursachen können. Die einzige Gefahr, die von Ihnen ausgeht, besteht für Nasen: das Sekret, welches sie herausspritzen, riecht nicht nur sehr unangenehm, sondern bleibt auch für mehrere Tage bestehen.

 

Symbolgraphiken: © agrarmotive – Fotolia.com


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