Lebensmittelmotten bekämpfen ohne Chemie – so wird´s ein Erfolg

Lesezeit: 12 Min.
Dörrobstmotte
Dörrobstmotte

Sie sehen zwar recht niedlich aus, doch dieser Eindruck täuscht: Lebensmittelmotten sind alles andere als harmlos. Die Vorratsschädlinge sind nicht nur sehr interessiert an menschlicher Nahrung, sondern zudem noch schwer zu bekämpfen. Ob und in welcher Form dies möglich ist, haben wir für Sie recherchiert.

Allgemeine Informationen über Lebensmittelmotten

Die eine Lebensmittelmotte gibt es nicht. Vielmehr werden unter dieser Begrifflichkeit verschiedene Arten Vorratsschädlinge zusammengefasst, die sich in menschlichen Behausungen – vorzugsweise in der Küche – ansiedeln. Die filigranen Motten sind je nach Art bis zu 30 mm lang und haben eine ebensolche Flügelspannweite. Sie würden niemanden stören, wenn sie nicht eine Tendenz dazu hätten, sich großzügig fortzupflanzen. Ihre Larven sind ausgesprochen gefräßig und ernähren sich bevorzugt von jenen Lebensmitteln, die für gewöhnlich auf Vorrat eingekauft werden:

  • Dörrobst
  • Getreide jeglicher Art
  • Gewürze
  • Hülsenfrüchte (getrocknet)
  • Kokosraspeln
  • Mandeln
  • Mehl
  • Müsli
  • Nüsse
  • Reis
  • Schokolade
  • Tee
  • Teigwaren
  • Tiernahrung
  • Trockenobst

Arten

Lebensmittelmotten Larven
Lebensmittelmotten Larven

Die bekanntesten Vertreter ihrer Art sind:

  • Dörrobstmotten
  • Kornmotten
  • Mehlmotten
  • Mehlzünsler
  • Samenmotten

Sie alle sind nahezu weltweit vertreten.

Dörrobstmotte Kornmotte Mehlmotte Mehlzünsler Samenmotte
Wissenschaftliche Bezeichnung Plodia interpunctella Nemapogon granellus Ephestia kuehniella Pyralis farinalis Hofmannophila pseudospretella
Größe 10 mm 6 mm 10 – 14 mm bis 30 mm 7 – 12 mm
Farbe Kopf und Hinterteil kupferrot, Mitte hellgrau bis gelbgrau helle Flecken auf dunkler Grundfarbe silbrig-grau Thorax braun-violett, Flügel: Brauntöne Bronzefarben mit dunklen Flecken
Flügelspannweite 13 – 20 mm 14 mm 20 – 25 mm 18 – 30 mm 23
Anzahl der Eier 600 100 – 200 500 200 – 500 600
Farbe der Larven weiß, grünlich, rötlich; dunkles Köpfchen; Körper hat fettigen Glanz weißlich gelb weiß, dunkler Kopf, kleine dunkle Punkte Weißlich-grau mit dunklem Köpfchen wollweiß, brauner Kopf
Bevorzugte Lebensmittel Nüsse, Getreide, Dörr- und Trockenobst, Tee, Hülsenfrüchte Getreide, Hülsen- und Trocken-früchte, Sämereien Mehl, Getreide, Teigwaren Körner, getrocknete Pflanzen-teile, Kot, Schimmel-pilze, Mehl Getreide, Gries, Mehl, Mais, Hülsenfrüchte
Besonderheiten Eiablage nicht zwingend in der Nähe von Nähr-substraten Verpuppen sich in leeren Getreide- hüllen Adulte Motten fressen nicht mehr Larven- stadium kann bis zu 2 Jahren dauern; adulte Tiere lieben zucker- haltige Speisen Eier können sich bei einer Luft-feuchtigkeit von weniger als 80 % nicht entwickeln

Wo finde ich sie?

Lebensmittelmotten können sich theoretisch in der gesamten Wohnung aufhalten. Zur Eiablage werden sie sich zwar in die Nähe von Lebensmitteln bewegen, jedoch kann es durchaus sein, dass sie für den Rest ihres Lebens in anderen Räumen zu finden sind. Überwiegend halten sie sich in der Küche auf, wobei sie nachtaktiv sind und demzufolge tagsüber kaum zu sehen sind.

Die Larven hingegen sind manchmal besser zu sehen, als einem lieb ist: sie kriechen am Tage ungeniert in der Küche herum, an Wänden hoch oder halten sich an der Zimmerdecke auf.

Sind sie gefährlich für Menschen?

Lebensmittel werden durch Larvenkot verunreinigt
Lebensmittel werden durch Larvenkot verunreinigt

Es sind keine Fälle bekannt, in denen eine Motte oder ihre Larve einen Menschen gebissen, gestochen oder anderweitig angegriffen hätte. Dennoch geht von ihnen eine gesundheitliche Gefahr aus: die Larven setzen ihren Kot in Lebensmittel ab, welche dadurch verunreinigt werden.  Zudem können sich dort Bakterien und Pilze entwickeln. Empfindliche Personen können bei Verzehr der kontaminierten Speisen Magen-Darm-Beschwerden, Allergien und/oder Hautausschläge bekommen.

Schadbilder erkennen

Solange keine Motten oder ihre Larven gesehen werden, ist ihre Anwesenheit nicht leicht zu erkennen. Viele ihrer Schadbilder sind sehr unauffällig. Deswegen ist es wichtig, die Augen offen zu halten, wenn der Verdacht auf einen Befall besteht – oder gar schon eine Sichtung stattgefunden hat.

Verklumpte Lebensmittel

Verklumpte Lebensmittel
Verklumpte Lebensmittel

Die tagaktiven Larven sind bis zu ihrer Verpuppung immer hungrig und demzufolge auf der Suche nach geeigneter Nahrung. Haben sie etwas Passendes gefunden, umspinnen sie es mit einem feinen, weißen Netz. Dieses zieht sich über das Nährsubstrat und klebt es zusammen, wodurch Mehl, Müsli und Gewürze kleine, verklebte Klumpen aufweisen.

Lebensmittelmotten Gespinste

Feine Gespinste
Feine Gespinste

Besagte Gespinste kommen jedoch nicht nur auf Lebensmitteln vor. Die Larven spinnen sie auch an der Innenseite von Lebensmittelverpackungen, in Spalten, Ritzen und Ecken – natürlich in der Küche. Auch hier ist es recht schwer, die Gespinste mit Lebensmittelmotten in Verbindung zu bringen. Zum einen sind sie recht gut versteckt, zum anderen eher unauffällig und können leicht mit einer ganz gewöhnlichen Staubmaus verwechselt werden.

Durchlöcherte Verpackungen

Wenn die Larven Hunger haben, stellen Umverpackungen kein Hindernis für sie dar. Sie bohren sich durch Pappe, Papier und Plastik, um an die begehrte Nahrung zu kommen. Die so entstandenen Löcher sind winzig klein und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Aus ihnen können jedoch kleine Mengen des Inhalts austreten. Besonders bei Mehl sowie gemahlenen Mandeln und Haselnüssen ist dies leicht möglich. Öffnet man den betreffenden Beutel, so wird man in seinem Inneren häufig weitere Gespinste sowie Verklebungen vorfinden.

Unterschiede zu Kleidermotten

  • Bevorzugte Bereiche: während Kleidermotten in Schränken sowie in Lagerräumen wohnt, leben die Lebensmittelmotten am liebsten in der Küche.
  • Nahrung: Kleidermotten würden niemals menschliche Nahrung zu sich nehmen; sie ernähren sich von pflanzlichem und synthetischem Gewebe, bevorzugt jedoch von Tierhaaren, da sie das dort enthaltene Keratin benötigen.
  • Form: Bei genauerer Betrachtung wird man feststellen, dass Kleidermotten einen eher zeltförmig erhobenen Körper haben, während die Lebensmittelmotten gerade geformt sind.

Entwicklungsstadien

Häufig bemerkt man die Vorratsschädlinge erst im adulten Stadium. Die schlanken Motten sind nachtaktiv und ruhen sich tagsüber irgendwo aus. Mit etwas Glück sitzen sie auf einem hellen Hintergrund, so dass sie gesehen werden können. Zuvor jedoch durchlaufen sie verschiedene Entwicklungsstadien.

Eier

Die Weibchen suchen sich zur Eiablage Stellen in direkter Nähe zu Lebensmitteln. Dort können sich die Larven innerhalb weniger Tage entwickeln.

Eine Ausnahme bildet die Dörrobstmotte: sie legt ihre Eier auch gerne an anderen Stellen irgendwo im Haus ab, wodurch sich ein Auffinden und die anschließende Bekämpfung sehr erschweren.

Lebensmittelmotten Larven

Larven von Lebensmittelmotten haben immer Hunger
Larven von Lebensmittelmotten haben immer Hunger

Beim Schlüpfen sind die Lebensmittelmotten Larven mit einer Körperlänge von etwa 1 mm winzig klein. Dies ändert nichts an ihrer Gefräßigkeit: sie machen sich umgehend auf den Weg, um zu essen. Da sie tagaktiv sind, hat man durchaus die Chance, sie zu sehen. Einige von ihnen sind weiß bis cremefarben mit einem dunklen Köpfchen, beispielsweise jene der Mehlmotten. Andere Arten bringen verschiedenfarbige Larven hervor, so dass eine Identifikation nicht immer einfach ist.

Abhängig von der jeweiligen Umgebungstemperatur verbringen die Motten 40 – 90 Tage im Larvenstadium. Nach der sechsten Häutung haben sie eine Größe von 11 – 13 mm erreicht und verpuppen sich, allerdings außerhalb ihres Nährsubstrats. Da sie die Köcher tarnen, ist es sehr schwierig, sie aufzufinden.

Übrigens: Die letzte Larvengeneration eines Jahres überwintert ab Oktober in dichten Gespinsten an geschützten Stellen.

Puppen

Häufig verfärbt sich die Puppe. Bei der Mehlmotte beispielsweise ist sie zunächst grünlich, später an der Rumpfoberseite rotbraun. Nach etwa 9 Tagen schlüpfen die Lebensmittelmotten.

Adulte Motten

Im Erwachsenenstadium leben nur maximal vierzehn Tage. Diese Zeit nutzen sie zur Paarung. Die Weibchen legen dann artenabhängig bis zu 500 Eier (Dörrobstmotten sogar bis zu 600) ab, und zwar direkt auf das Nährsubstrat oder zumindest in dessen unmittelbarer Nähe. In diesem Falle heißt das: auf Lebensmittel, welche ursprünglich zum Verzehr für Menschen oder Tiere gedacht worden sind. Selbst essen sie nichts mehr.

Übrigens: Unter günstigen Umständen können sich in einer Wohnung vier Mottengenerationen jährlich entwickeln!

Lebensmittelmotten bekämpfen: Kampf gegen Windmühlen?

Immer wieder hört und liest man, dass es nahezu unmöglich ist, Lebensmittelmotten zu bekämpfen. Tatsächlich ist es sehr schwierig. Sie finden sehr diskrete verstecke für ihre Eier und sind zu allem Überfluss auch noch sehr vermehrungsfreudig. Wer einmal das Problem mit den Schädlingen hat, der muss sich auf eine lange Phase der Bekämpfung einstellen. Hoffnungslos ist dies jedoch nicht: werden sämtliche Maßnahmen konsequent und diszipliniert durchgeführt, stehen die Chancen gut, dass man irgendwann keine Motten mehr in seiner Wohnung hat.

Warum Insektizide nicht eingesetzt werden sollten

Insektenvernichtungsmittel auf chemischer Basis sind nicht das, was man in der Küche haben möchte. Sie werden zwar Motten abtöten, jedoch kontaminieren sie auch Lebensmittel sowie die nähere Umgebung; besonders bei Mitteln in Sprayform ist dies nicht zu verhindern. Selbst, wenn die Hersteller behaupten, dass dadurch keine gesundheitliche Gefahr für Menschen und Haustiere ausgeht: möchten Sie Chemikalien auf Ihrem Essen haben? Abgesehen davon ist es fraglich, ob derartige Substanzen auch gegen Larven wirken, da diese sich sehr gut verstecken. Von daher sollten Insektizide keinesfalls angewandt werden. Bei sehr, sehr starkem Befall ist es jedoch sinnvoll, einen professionellen Schädlingsbekämpfer zu kontaktieren. Dieser weiß, wo er welche Mittel unbedenklich einsetzen kann.

Nest ausfindig machen?

Lebensmittelmotten legen ihre Eier an vielen Stellen ab
Lebensmittelmotten legen ihre Eier an vielen Stellen ab

Während viele Insekten ihre Eier in Form von Gelegen platzieren, tun Lebensmittelmotten dies für gewöhnlich nicht. Vielmehr legen sie an vielen verschiedenen Stellen mehrere Eier ab – gelegentlich auch nur eines. So ist die Zerstörung eines Nestes meistens nur ein frommer Wunsch – einfach, weil keines vorhanden ist.

Abgesehen davon sind die Eier so winzig klein, dass sie mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Es kann also sein, dass man unmittelbar vor einem Ablageplatz steht, ohne diesen als einen solchen zu erkennen…

Schritt 1: Gründlich reinigen

Hat man nun festgestellt, dass sich die Schädlinge in der Küche eingenistet haben, ist zunächst ausmisten und saubermachen angesagt. Sämtliche Lebensmittel, bei denen auch nur der leiseste Verdacht auf Befall besteht, müssen entsorgt werden. Dies geschieht nicht nur aus gesundheitlichen Gründen: befinden sich Eier oder gar Larven in ihnen, so ist die nächste Generation Lebensmittelmotten nicht weit. Sämtliche Maßnahmen wären somit hinfällig.

Nachdem die Entsorgung durchgeführt worden ist, werden die Behältnisse wie Vorratsdosen und ähnliches gründlich gewaschen, möglichst im Geschirrspüler. Die Schränke werden mit warmem Essigwasser (Wasser mit einem Schuss Essigessenz) ausgewaschen, und zwar bis in die hinterste Ecke. Unerreichbare Stellen sowie Fugen und Ritzen sollten zudem mit einem Fön behandelt werden, da bei einer derartigen Wärme die Larven absterben.

Pheromonfallen als zweiten Schritt

Nun beginnt der Kampf gegen die Männchen: im Fachhandel sind Pheromonfallen erhältlich, die mit einem Klebestreifen versehen sind. Die männlichen Motten werden durch den Duft in Erwartung eines Weibchens angelockt, bleiben kleben und versterben. Im Gegensatz zu anderen Insekten, die an Klebefallen qualvoll dahinsiechen, geht dies bei den Motten sehr schnell, da ihr Körper sehr zart ist und schnell zu Pulver zerfällt.

Dritter Schritt: Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten

Karte mit Schlupfwespen
Karte mit Schlupfwespen

Sind die Männchen weitestgehend ausgerottet, geht es den Larven an den Kragen. Hierfür werden Schlupfwespen eingesetzt, die im Fachhandel auf kleinen Kärtchen erhältlich sind. Diese Karten beinhalten pro Stück etwa 2.000 Nützlinge und werden in unmittelbarer Nähe gefährdeter Lebensmittel ausgelegt und sind fantastisch zur Lebensmittelmotten Bekämpfung geeignet, da sie die Eier aufspüren, sich in sie hineinbohren und dort ihre eigenen Eier ablegen. So schlüpft aus diesem keine Motte, sondern eine kleine Schlupfwespe. Sobald es keine Motteneier mehr gibt, versterben sie. Für Menschen und Haustiere sowie für die Umwelt besteht keinerlei Gefahr, so dass die Schlupfwespen unbesorgt in jedem Haushalt eingesetzt werden können.

Eine einmalige Anwendung reicht jedoch nicht, da es immer wieder neue Eier gibt. Es empfiehlt sich, die Anwendung in dreiwöchigem Abstand zu wiederholen, und zwar mindestens dreimal.

Jahreszeitlich verschiedene Schlupfwespen einsetzen!

Kau zu glauben, aber es sollten tatsächlich unterschiedliche Schlupfwespen Arten in den verschiedenen Jahreszeiten eingesetzt werden.

Von April bis Oktober ist der Einsatz der Trichogramma sinnvoll, welche auf den besagten Kärtchen angesiedelt sind.

Von Oktober bis März hingegen sollte die Schlupfwespe Habrabracon hebetor auf die Motten angesetzt werden. sie kommt in kleinen Schachteln an und ist darauf spezialisiert, die Raupen ausfindig zu machen. Während diese sich nichtsahnend im Winterschlaf befinden, werden sie aufgefressen…

Lebensmittelmotten vorbeugen – ist das möglich?

Da es sehr viele Möglichkeiten gibt, wie ein Befall zustande kommt, ist es nahezu unmöglich, diesem komplett vorzubeugen. Die Gefahr kann lediglich minimiert werden, wofür einige Methoden zur Verfügung stehen. Dabei ist es wichtig, sie allesamt regelmäßig durchzuführen; ein halbherziges Handeln führt schneller zu einer Motteninvasion, als einem lieb ist.

Verkaufsverpackungen kontrollieren

Die Larven der kleinen Lebensmittelmotten nagen sich durch Umverpackungen durch, um an die begehrten Lebensmittel zu gelangen. Dies praktizieren sie nicht nur Zuhause, sondern gegebenenfalls bereits im Supermarkt. Wer besonders umsichtig ist, sollte im Laden besagte Packungen kontrollieren und sie – nach dem Bezahlen – gleich vor Ort lassen.

Lebensmittel umfüllen

Lebensmittel in verschließbare Gläser umfüllen
Lebensmittel in verschließbare Gläser umfüllen

Zuhause angekommen, sollten die Lebensmittel wie Getreide, Müsli und ähnliches umgehend umgefüllt werden. Ideal sind Behältnisse aus Glas oder Keramik mit einem Deckel. Dieser muss zwingend fest verschlossen werden, da die Motten und ihre Larven unter einem lose aufliegenden Deckel hindurchschlüpfen.

Besonderes Augenmerk ist auch auf Tiernahrung wie Trocken- oder Vogelfutter zu legen. Dieses ist im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen für die Motten und sollte deshalb niemals offen herumstehen. Für die Fütterung von Gartenvögeln werden sehr gerne Mais, Weizen sowie Sonnenblumenkerne verwendet. Dieses Futter sollte zum einen in einem verschließbaren Eimer oder – je nach Menge – in einer Tonne gelagert, zum anderen keinesfalls im Haus aufbewahrt werden. Eine Garage oder ein Schuppen eignen sich hervorragend als Lagerplatz für Vogelfutter.

Gartenbista-Tipp: Vogelfutter auch im Außenbereich nicht offen lagern, da es dort Mäuse und Ratten anlocken wird!

Regelmäßige Kontrolle

Eine Lebensmittelmotte kommt selten alleine...
Eine Lebensmittelmotte kommt selten alleine…

Es ist absolut notwendig, Schränke regelmäßig zu kontrollieren. Schaut man sich den Zyklus der Lebensmittelmotten an, so wird man schnell feststellen, dass es sich dabei um eine endlose Geschichte handelt. Ein einzelnes Weibchen ebnet den Weg für viele weitere Generationen, so dass ihre Anwesenheit zwingend überprüft werden sollte. Im Übrigen braucht man sich keine Hoffnungen zu machen, dass sich Lebensmittelmotten von Licht angezogen fühlen. Der alte Trick „Licht an und schon kommen sie“ wird definitiv nicht funktionieren.

Hilft Sauberkeit?

Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass in Wohnräumen eine gewisse Sauberkeit herrscht. Dies gilt natürlich besonders im Küchenbereich, wo mit Lebensmitteln gearbeitet wird.

In Bezug auf die Lebensmittelmotten ist es jedoch so, dass es ihnen egal ist, ob es sauber ist oder nicht. Während andere Schädlinge wie beispielsweise Kakerlaken sich in verschmutzten Bereichen besonders wohl fühlen, ist für die Motten die Reinheit der Umgebung vollkommen unwichtig; sie siedeln sich überall an. Wer mit der Anwesenheit der kleinen Schädlinge zu kämpfen hat, muss sich also keine Sorgen machen: Lebensmittelmotten sind kein Zeichen von Unsauberkeit!

Allerdings ist es so, dass offen liegende Lebensmittel, Brotkrümel und ähnliches den Larven die Nahrungssuche vereinfachen. Die ganz normalen Spuren des täglichen Lebens wie beispielsweise Toastkrümel um Bereich des Toasters reichen schon aus, um den Schädlingen eine gute Nahrungsquelle anzubieten.

Hausmittel gegen Lebensmittelmotten

Es wäre ganz wunderbar, wenn es Hausmittel gegen Lebensmittelmotten geben würde. Gelegentlich wird empfohlen, mit ätherischen Ölen die Schädlinge zu vertreiben beziehungsweise sie dadurch abzuschrecken. Lavendel und Zedernholz können gegen Kleidermotten durchaus wirksam sein; Lebensmittelmotten hingegen haben kein Problem mit intensiven Gerüchen. Sie werden sich nicht davon abschrecken lassen; leider nicht…

Anderenorts wird empfohlen, die Fenster und Terrassentüren mit Fliegengittern zu versehen. Diese Maßnahme wirkt gegen Fliegen, Mücken und andere Insekten. Lebensmittelmotten kommen jedoch so gut wie nie durch Fenster und Türen in Gebäude, sondern werden hineingetragen. Demzufolge ist ein derartiger Tipp gegen diese Art von Schädlingen nutzlos.

Video-Tipp der Redaktion: Lebensmittelmotten bekämpfen

In folgendem Video werden die besten Tipps zur Bekämpfung der Vorratsschädlinge zusammengefasst:

Was ist noch interessant für unsere Leser?

Diese Fragen stellen unsere Leser häufig:

Warum kommen Motten immer wieder?

Aufgrund des sehr gleichmäßigen Lebenszyklus von Motten ist es ihnen möglich, dass sie generationsübergreifend die Wohnung besiedeln. Wenn bei der Bekämpfung nicht daran gedacht wird, dass sich immer noch beziehungsweise schon wieder Eier im Haus befinden können, haben die Vorratsschädlinge die Möglichkeit, sich erneut zu entwickeln. Aus diesem Grund darf der Einsatz von Schlupfwespen nicht zu früh beendet werden.

Können Motten im Staubsauger überleben?

Manch einer kommt auf die Idee, Lebensmittelmotten einfach wegzusaugen. Der Plan geht jedoch nicht immer auf: zwar sterben einige durch den Luftstrom, andere gelangen jedoch in den Staubsaugerbeutel und überleben dort.

Können Lebensmittelmotten auch aus der Erde kommen?

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Vorratsschädlinge in Blumentöpfen leben. Das Substrat ist nicht verlockend für sie, so dass sie keinen Grund haben, sich dort anzusiedeln.

 

Symbolgraphiken: © JuergenL – stock.adobe.com; jnsepeliova – stock.adobe.com; shootingtheworld – stock.adobe.com; Jörg Lantelme – stock.adobe.com; Eskymaks – stock.adobe.com (5 & 6); ViniSozza128 – stock.adobe.com; Elietta Becker; RAM – stock.adobe.com; Weronika – stock.adobe.com


• 28. März 2021 • Kategorie: Schädlinge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst unter Pseudonym kommentieren. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.