Kleine braune Käfer bestimmen und erfolgreich bekämpfen

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Kleine braune Käfer sind kein Grund zur Freude
Kleine braune Käfer sind kein Grund zur Freude

Ungeziefer im Haus zu haben, ist alles andere als angenehm. Dabei muss allerdings unterscheiden werden zwischen verirrten Tierchen, die sehr gerne wieder ins Freie möchten, und solchen, die es sich in Innenräumen gemütlich machen. Kleine braune Käfer im Haus bedeuten für gewöhnlich nichts Gutes: häufig handelt es sich um Vorratsschädlinge, die bekämpft und vertrieben werden sollten. Welche Arten es konkret sein könnten und wie gegen sie vorzugehen ist, haben wir für Sie zusammengefasst.

Kleine braune Käfer in der Wohnung

Ein Mai- oder Junikäfer, der durchs offene Fenster ins Haus gelangt ist, möchte nur eines: schnellstmöglich wieder ins Freie. Diesen Gefallen sollte man ihm tun und ihn nach draußen bringen. Anders hingegen ist die Situation, wenn sich plötzlich kleine braune Käfer in der Wohnung tummeln: es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie sich kollektiv alle verirrt haben. Viel eher ist es so, dass es sich um Arten handelt, die im Haus leben möchten, weil sie dort ausreichend Nahrung finden. Ihr Plan geht jedoch nicht konform mit dem Wunsch de s Wohnungseigentümers, da es sich bei der auserwählten Nahrung vermutlich um seine eigenen Speisen – oder Einrichtungsgegenstände – handelt.

Es gibt mehrere Arten kleine braune Käfer, welche gemeinhin als Vorrats- oder Materialschädlinge gelten und hierzulande heimisch sind:

  • Brotkäfer
  • Kornkäfer
  • Parkettkäfer
  • Pelzkäfer
  • Teppichkäfer

Für einen Laien sehen sie sich alle recht ähnlich. Anhand einiger Kriterien lassen sie sich jedoch gut voneinander unterscheiden, was beim Aufspüren ihrer Nester sowie bei der Bekämpfung von Bedeutung sein kann.

Merkmale und Unterschiede

  Brotkäfer Kornkäfer Parkettkäfer Pelzkäfer Teppichkäfer
Botanischer Name Stegobium paniceum Sitophilus granarius Lyctus linearis Attagenus smirnovi Anthrenus scrophu-lariae
Käferfamilie Nagekäfer Rüsselkäfer Splintholz-käfer Speckkäfer Speckkäfer
Farbe rot-braun dunkelbraun rotbraun bis schwarzbraun hellbraun rotbraun bis dunkelbraun
Größe 2 – 3 mm 2,5 – 5 mm 2,5 – 5 mm 3 – 5,5 mm 3 -4,5 mm
Form oval lang-gestreckt länglich länglich-oval breit oval bis kugelig
Besonderheiten Flügeldecken dicht behaart mit mehreren Längstreihen langer Rüssel gepunktete und behaarte Flügeldecken, längstovale mitten im Halsschild, kleiner Zahn vor dem Fühler dunkelroter bis schwarzer

Kopf- und Halsschild, behaarte Flügeldecken

buntes Schuppen-muster
Flugfähig ja nein ja ebenfalls ja
Fundorte Bevorzugt in der Küche, Bibliothek Küche Fußböden im ganzen Haus Fenster-bank in jedem Zimmer
Nahrung Backwaren, Süßigkeiten, Gewürze, salzige Snacks, Bücher Getreide, Nudeln, Müsli, Tiertrocken-futter, Trocken-obst Larven: Holz Adulte Käfer: Pollen & Nektar, Larven Textilien keratinhaltige Stoffe, Teppiche, Kleidung
Larven Länge 1 -2 mm 2 mm 6 mm 7 – 8 mm 5 mm
Farbe der Larven weiß weiß creme-weiß bronze-braun schwarz

Brotkäfer – ein gefürchteter Vorratsschädling

Brotkäfer
Brotkäfer

Der kleine Brotkäfer kommt bevorzugt in der Dämmerung zum Vorschein. Dann sitzt er am Fester, an Wänden, auf dem Boden oder krabbelt irgendwo in der Küche umher. In den meisten Fällen wurde er zusammen mit Lebensmitteln ins Haus geholt: er beziehungsweise seine Larven sitzen bereits im Supermarkt in den bevorzugten Speisen und werden zusammen mit ihnen eingeschleppt. Doch nicht nur mit kontaminierten Lebensmitteln gelangen die Käfer ins Haus: sie sind hervorragende Flieger und nutzen so einfach geöffnete Fenster oder Türen, um ins Innere eines Gebäudes zu gelangen. Es kann zudem auch vorkommen, dass die Schädlinge mit Büchern, Zeitschriften oder Zeitungen in die Wohnung geholt werden: sie ernähren sich auch von Papier, was ihnen den Spitznamen Bücherwurm“ eingebracht hat. Besonders bei Büchern von Flohmärkten sollte eine gründliche Kontrolle durchgeführt werden. Notfalls die betreffenden Bücher für einige Tage in den Tiefkühlschrank legen; dort werden sowohl adulte Käfer als auch ihre Larven absterben.

Auffällig sind auch die Larven, die Gespinste bilden. In diesen sitzen sie in den Lebensmitteln oder deren Verpackungen, und sind so ganz gut zu erkennen.

In sehr seltenen Fällen haben sich die kleinen Brotkäfer im Gebälk eingenistet. Als Laie wird man dies nur dann feststellen, wenn man regelmäßig die adulten Käfer sieht, jedoch kein Nest ausfindig machen kann. Eine eigenmächtige Bekämpfung ist in dieser Situation ausgeschlossen; ein professioneller Schädlingsbekämpfer muss engagiert werden.

Bekämpfung

Wenn man einen Brotkäfer sieht, so fällt es einem wahrlich schwer, ihn zu vernichten. Er ist so klein und wirkt so harmlos, dass man ihn am liebsten seines Weges gehen lassen möchte. Mitleid ist jedoch fehl am Platz: für gewöhnlich kommen die kleinen braunen Käfer nicht alleine, sondern in Scharen. Darüber hinaus sind sie sehr vermehrungsfreudig. Sieht man einen, so ist es sehr wahrscheinlich, dass sich noch viele andere ebenfalls in der Wohnung befinden. Von alleine werden sie nicht verschwinden, so dass eine Bekämpfung unumgänglich ist.

Diese beginnt beim Aufspüren des Nestes. Für gewöhnlich befindet sich dieses in einer Lebensmittelpackung: Nudeln, Getreide, Müsli, Schokolade – alles ist möglich. Sobald dieses Nest gefunden worden ist, wird es umgehend entsorgt, und zwar direkt in die Mülltonne im Freien.

Lebensmittel sorgfältig auf kleine braune Käfer hin untersuchen

Anschließend erfolgt eine gründliche Kontrolle der umliegenden Lebensmittel. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich dort auch der eine oder andere Brotkäfer befindet. Einzelne Exemplare können sehr eicht zerquetscht werden, wobei man ein Küchenkrepp zur Hilfe nehmen sollte. Sämtliche Lebensmittel, welche eventuell kontaminiert sein könnten, werden ebenfalls entsorgt.

Reinigen nicht vergessen!

Die Küchen- beziehungsweise Vorratsschränke werden nun mit Essig gereinigt. Im Allgemeinen wird empfohlen, dies mit Essigwasser zu tun. Man kann jedoch auch handelsüblichen Tafelessig direkt auf ein Tuch geben und damit die Reinigung durchführen.

Für gewöhnlich ist die Invasion damit so gut wie beendet. Der eine oder andere Käfer wird aus Ritzen hervorkriechen, in denen er sich versteckt hat, jedoch dürfte diese Anzahl überschaubar sein. Dennoch kann es sein, dass sich noch Larven irgendwo in der Küche befinden. Zum einen können diese getötet werden, indem mit einem Fön sorgfältig jede Ecke, Ritze und Spalte angewärmt wird. Zum anderen ist der Einsatz von Nematoden empfehlenswert:  Lager-Erzwespen spüren die Larven der Brotkäfer auf, stechen ein kleines Loch in sie hinein, wodurch sie paralysiert werden, und legen ihr eigenes Ei direkt daneben. Nach ein bis zwei Tagen schlüpft die Larve der Schlupfwespe und frisst jene des Käfers auf.

Übrigens: Die kleinen Käfer stellen sich bei Gefahr tot. Dies geschieht, indem sie ihren Kopf unter ihrem Halsschild verstecken und somit meinen, sie wären nicht zu sehen.

Kornkäfer Steckbrief

Kornkäfer
Kornkäfer

Auch der Kornkäfer gehört zu den Vorratsschädlingen und teilt mit dem Brotkäfer dieselben kulinarischen Vorlieben – mit Ausnahme von Papier. Bevorzugt ist er in Müsli, Haferflocken sowie sämtlichen Kornarten zu finden und befindet sich für gewöhnlich in unmittelbarer Nähe seiner Speisen. Die Larven hingegen sind so gut wie nie zu sehen: sie verbringen das gesamte Larvenstadium in einem Getreidekorn oder einer Nudel, wo es sehr schwierig ist, die maximal 2 mm großen Wesen zu entdecken. Sie essen die betreffenden Lebensmittel von innen her auf, wodurch sie sich von den adulten Käfern unterscheiden: diese nagen von außen an ihnen.

Fachgerecht bekämpfen

Die Bekämpfung erfolgt in mehreren Schritten:

  • Befallene Lebensmittel suchen und entsorgen
  • Kompletten Raum inklusive Schränke gründlich aussaugen
  • Ritzen und Fugen mit einem Fön erhitzen
  • Staubsaugerbeutel entsorgen
  • Kieselgur in Ritzen streuen
  • Gegebenenfalls Nematoden einsetzen

Auch gegen die Kornkäfer ist Prävention in Form von entsorgten Umverpackungen sowie umgefüllten Lebensmitteln sinnvoll!

Parkettkäfer

Parkettkäfer
Parkettkäfer

Der Parkettkäfer verdankt seinen Namen der Tatsache, dass sich seine Larven von Möbeln sowie Parkettböden ernähren. Frisches Holz hingegen interessiert sie nicht. Haben sie sich zu Käfern entwickelt, hinterlassen diese 1-2 mm große Löcher im Holz, durch die sie ein- und ausfliegen: sogenannte Fluglöcher. Das Problem an diesem Schädling liegt darin, dass seine Anwesenheit erst sehr spät bemerkt wird: sind die Löcher oder gar Käfer zu sehen, ist es meistens schon zu spät: die Larven haben sich bereits durch das Holz gefressen und so für beträchtliche Schäden gesorgt.

Besteht lediglich der Verdacht, dass sich solche kleinen braunen Käfer im Haus befinden, kann dieser mithilfe von Pheromonfallen bestätigt oder ausgeräumt werden. besagte Fallen sind im Fachhandel erhältlich. Sie werden für etwa drei Tage aufgestellt. Der Lockstoff, der sich darin befindet, zieht die Käfer magisch an, so dass sie im wahrsten Sinne des Wortes in die Falle gehen – und kleben bleiben.

So bekämpfe ich diesen kleinen braunen Käfer

Wenn es nun zweifelsfrei bewiesen ist, dass es sich um Parkettkäfer handelt, sollte bei starkem Befall ein Fachmann hinzugezogen werden. dieser ist in der Lage, eine Heißluft-Behandlung durchzuführen, durch die die Larven getötet werden. Alternativ wird er den Vorschlag machen, eine Begasung durchzuführen, welche denselben Effekt erzielen wird.

Handelt es sich jedoch nur um kleine Möbelstücke, so werden diese mit Kälte behandelt werden: für mindestens eine Woche kommen sie in eine Tiefkühltruhe, in der -20° C herrschen.

Im Fachhandel ist zudem ein chemisches Mittel erhältlich, welches direkt durch die Fluglöcher gesprüht wird. Dieses Insektizid tötet nicht nur die Larven, sondern auch adulte Käfer.

Kleine längliche braune Käfer: Pelzkäfer

Pelzkäfer
Pelzkäfer

Sehr häufig finden sich kleine braune Käfer in der Wohnung, die eine länglich-ovale Körperform besitzen und einen roten oder schwarzen Halsschild: Braune Pelzkäfer. Adulte Tiere richten keinerlei Schaden an, da sie sich von Nektar und Pollen ernähren. Ihre Larven jedoch fressen Teppiche, Pelze, Felle sowie Kleidungsstücke. Sie sind – anders als Vorratsschädlinge – in jedem Raum zu finden: ob Schlaf- oder Wohnzimmer, Bad, Flur oder in der Diele. Überall dort, wo sie Textilien irgendwelcher Art befinden, können diese Materialschädlinge auftauchen.

Erfolgreich bekämpfen

Ist der Käfer identifiziert, hilft nur eine konsequente Bekämpfung. Zunächst werden sämtliche stark zerfressenen Kleidungsstücke und Teppiche entsorgt. Weniger intensiv befallene textilen werden bei 60° C für mindestens eine Stunde gewaschen; besser länger. Anschließend ist eine gründliche Reinigung sinnvoll: sämtliche Ritzen werden ausgesaugt; dasselbe gilt für Fußböden, Teppiche und Möbelstücke. Danach wird ebenso gründlich gewischt. Befinden sich Ritzen im Boden, so sollten diese mit Silikon verschlossen werden. regelmäßig kontrollieren, ob ein erneuter Befall ersichtlich ist1

Teppichkäfer

Brauner Teppichkäfer
Brauner Teppichkäfer

Der kleine Teppichkäfer ist eigentlich ein sehr ansehnliches Insekt dank seiner roten und weißen Zeichnung. Leider sind diese Käfer alles andere als gern gesehene Gäste: sie ernähren sich bevorzugt von keratinhaltigen Stoffen, Teppiche und Kleidungsstücke. ihre Anwesenheit ist nur sehr schwer zu erkennen, da sie keine Gespinste verteilen. Erst anhand von Fraßlöcher merkt man, dass dort Schädlinge am Werke waren. Diese kommen übrigens gezielt: wenn sie im Mai/Juni ihren Nachwuchs aufziehen möchten, so tun sie das ganz gezielt in der Nähe von Menschen – schließlich gibt es dort reichhaltiges Essen für den Nachwuchs…

Achtung: Die Larven der Teppichkäfer besitzen Pfeilhaare, die bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können.

So werde ich sie wieder los

Der Teppichkäfer wird ebenso bekämpft wie der Braune Pelzkäfer:

  • Befallene Textilie und Teppiche entsorgen
  • Nur leicht befallene Kleidungsstücke mindestens eine Stunde lang auf 60° C waschen
  • Böden gründlich saugen und wischen (auch die Ritzen!)

Bei sehr starkem oder immer wiederkehrendem Befall ist es zudem empfehlenswert, Kieselgur auszustreuen. Dieses Mittel ist umweltverträglich und nicht gesundheitsschädlich, so dass es unbedenklich in sämtlichen Wohnräumen ausgestreut werden kann.

Gartenbista-Tipp: Tägliches Staubsaugen entzieht den Käfern ihre Lebensgrundlage und verhindert somit eine Ausbreitung.

Kleine braune Käfer in der Küche – Vorbeugung möglich?

Kleine braune Käfer haben in der Küche nichts zu suchen!
Kleine braune Käfer haben in der Küche nichts zu suchen!

Wer einmal eine Invasion von kleinen braunen Käfern in der Wohnung hatte, möchte dies nicht noch einmal erleben. Verständlicherweise. So wird man alles daransetzen, dass dieses Erlebnis ein einmaliges bleiben wird.

Leider ist dies leichter gesagt als getan, da die Käfer auf allen möglichen Wegen ins Haus kommen können. Insektenschutznetze vor den Fenstern können zwar ein wenig Abhilfe schaffen, sehen jedoch nicht besonders schön aus. Abgesehen davon kommen die ungebetenen Gäste dann einfach durch die Tür hinein – die Mühe war also umsonst.

Verpackungen entsorgen

Viel häufiger jedoch gelangen kleine braune Käfer mit den Verkaufsverpackungen in die Wohnung. Sie und/oder ihre Larven sitzen in den Umverpackungen von den verschiedensten Lebensmitteln und bekommen so einen Freifahrtschein direkt in die Küche. Werden ebendiese Umverpackungen soweit möglich bereits im Supermarkt entsorgt, kann die diesbezügliche Gefahr ein wenig minimiert werden.

Lebensmittel umfüllen

Lebensmittel in verschließbarenn Gefäßen lagern
Lebensmittel in verschließbarenn Gefäßen lagern

Eine weitere sinnvolle Maßnahme im Kampf gegen Vorratsschädlinge ist das Umfüllen von Lebensmitteln in fest verschließbare Gefäße. Die Betonung liegt hierbei tatsächlich auf „fest verschließbar“, denn ein lose auf einer Dose aufgelegter Deckel stellt kein Hindernis dar. Dasselbe gilt für Gefrier- und andere Plastikbeutel, in denen manche sehr gerne ihre Lebensmittel lagern: die Käfer beziehungsweise ihre Larven nagen einfach ein kleines Loch in die Tüte, so dass sie schneller in ihrem Innerem sind, als einem lieb ist.

Sehr gut geeignet hingegen sind:

  • Kunststoffbehälter mit Klick-Verschlüssen
  • Gläser mit Schraubdeckeln

In diese werden die Lebensmittel umgefüllt. Die Verpackungen, in denen sie sich befunden haben, sollten nicht mehr in der Wohnung gelagert, sondern umgehend in die entsprechende Mülltonne gegeben werden.

Kann Sauberkeit eine Käferinvasion verhindern?

Grundsätzlich gehen wir einmal davon aus, dass es in Wohnbereichen immer sauber ist. Zusätzliche Hygiene kann zwar nicht schaden, wird aber den Befall mit Käfern nicht verhindern können: die Vorratsschädlinge sind kein Zeichen für Unsauberkeit. Demzufolge wird selbst noch so gründliches Putzen und Reinigen die kleinen Tierchen nicht davon abhalten, sich in Räumlichkeiten einzunisten.

Was tun gegen Käfer im Bett?

Ob im Lattenrost, unter dem Bettlaken oder in Dielen: es kann immer passieren, dass sich Käfer im Schlafzimmer einnisten. Dies ist ganz sicher nicht schön für den Betroffenen. Für gewöhnlich handelt es sich um Bettwanzen, die sich tagsüber sehr diskret verhalten und des nachts hervorkommen, um Blut zu saugen. Die braunen, platten Tierchen sind ausgesprochen lästig und nur schwer zu bekämpfen. Für gewöhnlich muss ein professionelle Schädlingsbekämpfer zur Hilfe geholt werden. Dennoch ist das Procedere nicht nur kostspielig, sondern auch langwierig: ein paar Monate dauert es für gewöhnlich, bis tatsächlich die letzte Bettwanze verstorben ist.

Im Übrigen sind auch diese in Deutschland einst ausgerotteten Tierchen ebenfalls kein Zeichen mangelnder Hygiene, sondern für gewöhnlich ein Mitbringsel aus dem Urlaub…

Im Bad?

Sehr gerne halten sich Silberfische im Bad auf. Da diese jedoch weder klein noch braun und im Allgemeinen gut zu erkennen sind, müssen sie nicht explizit erwähnt werden. Brotkäfer werden sich nicht in Feuchträume verirren, da sie dort keine Nahrung vorfinden. Messingkäfer, Staubläuse sowie Teppichkäfer hingegen können durchaus im Bad anzutreffen sein.

Messingkäfer Staublaus Teppichkäfer
Farbe rötlich-braun hellbraun rotbraun bis dunkelbraun
Größe 5 mm 0,7 – 10 mm 3 – 4,5 mm
Besonderheiten spinnenartige Körperform sind in der Lage, zu springen bunte Färbung
Nahrung Textilien, Dämmstoffe Schimmelpilze Textilien, Haut, Haar, Papier
Bekämpfung nur durch einen Fachmann möglich Insektenspray, spezielle Fallen Gründliche Reinigung; Diatomeenerde ausstreuen; Teppichkäfer-Falle

Generelle Maßnahmen

Zeigen sich Käfer im Bad, so können einige generelle Maßnahmen nicht schaden:

  • Bad komplett gründlich reinigen, auch in jeder Ritze und unter Möbeln
  • Anschließend desinfizieren
  • Regelmäßig lüften oder einen Luftentfeuchter aufstellen

Auch sollten die Zugänge zu dem Badezimmer überprüft werden: bestehen Beschädigungen beispielsweise an Fensterdichtungen, so sollten diese umgehend ausgetauscht werden. dasselbe gilt für jegliche Sparren und Ritzen, die sich innerhalb des Raumes befinden. Selbst kleine Lücken im Silikon müssen wieder verschlossen werden!

Video-Tipp der Redaktion: Bettwanzen erkennen und loswerden

In folgendem Video wird alles Wesentliche über die Bettwanzen zusammengefasst:

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Was ist noch interessant für unsere Leser?

Diese Fragen stellen unsere Leser häufig:

Wo verstecken sich Brotkäfer?

Die adulten Käfer bevorzugen Dunkelheit und setzen sich an Lebensmitteln fest, die dunkel gelagert werden. Gelegentlich sitzen sie auch am Fenster oder an Wänden, wenn sie nicht ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Fressen.

Wann sterben Brotkäfer?

Erst, wenn sie erwachsen sind und die Fortpflanzung abgeschlossen ist, sterben die Brotkäfer. Bis es so weit ist, haben sie sowie ihre Larven jedoch ständig Hunger, so dass eine schnelle Bekämpfung dringend notwendig ist. Bitte nicht darauf hoffen, dass sie einfach so verschwinden!

Wie bekämpfe ich kleine braune Käfer?

Die Bekämpfung hängt davon ab, um welche Art es sich individuell handelt. Während manche gut mit Nematoden vernichtet werden können, benötigen andere starke Hitze oder Kälte; auch kann der Einsatz von Kieselgur sinnvoll sein.

 

Symbolgraphiken: © NaMaKuKi – stock.adobe.com; Holger T.K. – stock.adobe.com; Tomasz – stock.adobe.com; Henrik Larsson – stock.adobe.com; Anton – stock.adobe.com; Dario Lo Presti -stock.adobe.com; Victoria M. – stock.adobe.com; Natasha Breen – stock.adobe.com


• 18. April 2021 • Kategorie: Schädlinge

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