Gemeine Küchenschabe bekämpfen – Anleitung, wie´s gelingt

Lesezeit: 11 Min.
Gemeine Küchenschabe
Gemeine Küchenschabe

Bereits der Gedanke an eine Gemeine Küchenschabe ruft bei vielen Menschen Unbehagen hervor. Nicht zu Unrecht, denn es handelt sich bei diesen Tierchen um Schädlinge, die zudem noch Krankheiten übertragen können. Sind sie erst einmal im Haus, sollten sie umgehend bekämpft werden, da sie sich in Windeseile vermehren. Wie man die Kakerlaken bekämpfen kann und eine (erneute) Besiedelung verhindern kann, erfahren Sie in folgendem Ratgeber.

Allgemeine Informationen über die Gemeine Küchenschabe

Die Gemeine Küchenschabe, Blatta orientalis, ist wesentlich bekannter unter der Bezeichnung Kakerlake, kann jedoch auch Orientalische Schabe genannt werden. Verwechslungsgefahr besteht mit der deutschen Schabe, die ebenfalls häufig als Küchenschabe bezeichnet wird.

Kakerlaken können bis zu 30 mm lang werden; ihre dünnen Fühler sind bis zu 1 cm lang. Der Körper erinnert an den eines Käfers; er ist platt und dunkelbraun bis schwarz, wobei die Männchen etwas heller sind. Dies liegt an den Flügeln, die sie besitzen, welche allerdings nutzlos sind: die Tiere sind flugunfähig. Dafür können sie ungemein schnell laufen: bis zu 5 km/h sind möglich. Dies in Zusammenhang mit der Tatsache, dass sie licht- und menschenscheu sind, erschwert das Erkennen ihrer Anwesenheit.

Es wird kaum jemanden geben, der Kakerlaken mag, da sie Vorratsschädlinge sind. Dies bedeutet, dass sie menschliche Lebensmittel verzehren. Dies alleine wäre noch nicht einmal so schlimm, jedoch kontaminieren sie diese mit ihren Ausscheidungen und übertragen zudem Salmonellen und Schimmelpilze. Essen nun Menschen derart verseuchte Nahrung, kann es zu leichten Beschwerden bis hin zu schweren Krankheiten kommen:

  • Asthma
  • Cholera
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Ruhr
  • Salmonellose
  • Tuberkulose
  • Typhus
  • Übelkeit

Auch können die beschmutzten oder angefressenen Lebensmittel Allergien auslösen. Besonders gefährdet sind ältere sowie chronisch kranke Menschen.

 

Vorkommen

Bis auf die arktischen Regionen ist die Gemeine Küchenschabe weltweit vertreten. Dass sie sich ausgerechnet dort nicht angesiedelt hat, liegt schlicht und ergreifend daran, dass es ihr da zu kalt ist: Schaben sind sehr wärmeliebend.

Wo finde ich sie?

Adulte Küchenschabe
Adulte Küchenschabe

Wie man sich unschwer denken kann, halten sich Küchenschaben bevorzugt in Küchen auf. Dort finden sie alles, was sie zum Leben brauchen, und zudem ist es dort für gewöhnlich auch angenehm warm. Sie zu finden, ist jedoch alles andere als leicht: zum einen sind sie nachtaktiv, so dass sie tagsüber nicht zu sehen sind. Zum anderen verstecken sie sich in allen möglichen Ritzen, Winkeln, unter und hinter Schränken, Kühlschränken, Herden, Kaffeemaschinen, Dunstabzugshauben, …Die Möglichkeiten sind mannigfaltig, so dass es nahezu unmöglich ist, die ungebetenen Besucher zu finden.

Abgesehen von der Küche gibt es noch andere Orte, die Kakerlaken als Lebensraum annehmen. Dort, wo es warm ist, sind sie häufig anzutreffen, beispielsweise im Badezimmer oder im Heizungskeller.

Schäden?

Schaben Arten
Schaben Arten

Die größten Schäden werden an Lebensmitteln angerichtet, wobei es schon ausreicht, dass diese angefressen werden. Bereits durch die Bissstellen sind sie kontaminiert. Es ist jedoch so, dass die Schaben nahezu alles an organischem Material anfressen, also auch Papier, Fußbodenbeläge oder Leder. Die materiellen Schäden halten sich zwar in Grenzen, jedoch sind auch diese nicht zu unterschätzen.

Unterschied zu anderen Schaben

  Deutsche Schabe Gemeine Küchenschabe, Orientalische Schabe (Kakerlake) Amerikanische Schabe
Wissenschaftlicher Name Blattella germanica Blatta orientalis Periplaneta americana
Größe 13 – 16 mm bis 3 cm 2 – 4 cm
Farbe hell bis dunkelbraun schwarz rotbraun
Nackenschild transparent bis dunkelbraun mit zwei dunklen Streifen schwarz rotbraun, sehr groß
Flugfähig nein nein ja
Besonderheiten nachtaktiv läuft bis zu 5 km/h stark ausgeprägter Magnetsinn
Vorratsschädling ja ja ja

Von diesen Schädlingen abzugrenzen sind die Bernsteinschaben, die in freier Natur leben und Nützlinge sind. Sie sollten auf gar keinen Fall bekämpft werden!

Anzeichen für Kakerlaken im Haus

Für gewöhnlich kommt man als Haus- beziehungsweise Wohnungsbesitzer erst dann auf den Gedanken, dass sich Schaben im Haus befinden könnten, wenn bereits das eine oder andere Indiz hierfür gegeben ist. In derartigen Fällen heißt es: Augen und Nase auf und nach weiteren Spuren suchen. Befinden sich tatsächlich gemeine Küchenschaben in den Räumlichkeiten, so sollten diese schnellstmöglich belkämpft werden. Von alleine werden sie nicht gehen, dafür sich in Windeseile vermehren.

Gartenbista-Tipp: Bei Kakerlakenbefall sind in der Regel mehrere der Anzeichen gegeben!

Sichtung

Kakerlaken Sichtung: eindeutiges Indiz für ihre Anwesenheit...
Kakerlaken Sichtung: eindeutiges Indiz für ihre Anwesenheit…

Ideal ist es natürlich, wen man eine Gemeine Küchenschabe sieht und diese auch zweifelsfrei identifizieren kann. Leider kommt es nur selten zu derartigen Sichtungen, da die Tierchen zum einen wahnsinnig schnell, zum anderen nachtaktiv sind. Es kann jedoch sein, dass man zufällig auf eine verstorbene Kakerlake trifft. Zwar ist auch dies ausgesprochen selten, jedoch kann es mit etwas Glück passieren.

Geruch

Kaum zu glauben, aber Schaben kommunizieren miteinander, und zwar durch einen speziellen Geruch. Für menschliche Nasen ist er unangenehm; er ist am ehesten als eine Mischung aus süßlich, faulig und muffig zu bezeichnen. Da ein solcher Gestank sehr untypisch für andere Insekten und Schädlinge ist, kann er in Indiz für Kakerlakenbefall sein.

Gemeine Küchenschabe hinterlässt Fraßspuren…

Kakerlaken haben immer Hunger. Bei der Auswahl ihrer Nahrung sind sie nicht besonders wählerisch: sie knabbern prinzipiell erst einmal alles an, was ihnen in den Weg kommt. Treten vermehrt angenagte Lebensmittel sowie deren Umverpackungen auf, sollte eine nähere Untersuchung stattfinden: diese Fraßspuren können zwar auch von anderem Getier herrühren, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit der Anwesenheit von Kakerlaken in Betracht zu ziehen.

…und Ausscheidungen

Kakerlaken Kot ist recht schwer zu erkennen. Es handelt sich dabei um schwarze, krümelige Pünktchen, etwa einen Millimeter groß. Von der Optik her erinnert er an Kaffeepulver, so dass er im Küchenbereich gar nicht großartig auffällt. Ungewöhnlich ist jedoch seine Anordnung: er zieht sich in Reihen entlang, und zwar entweder vor Wänden oder an ihnen hoch.

Eipakete

Weibliche Schabe mit Eipaket
Weibliche Schabe mit Eipaket

Immer wieder hört man von den Eipaketen, welche von den Kakerlaken-Weibchen herumgeschleppt und irgendwann abgelegt werden – für gewöhnlich erst kurz vor dem Schlüpfen. In ihnen befinden sich bis zu 50 Eier, die nur darauf warten, dass aus ihnen neue Vorratsschädlinge schlüpfen. Ein Paket ist etwa halb so groß wie eine Kaffeebohne und wird meistens in der Nähe des Nestes abgelegt.

Hautreste

Im Laufe ihrer Entwicklungsphasen häuten sich die Gemeine Küchenschabe bis zu acht Mal. Die dabei anfallenden Hautreste bleiben liegen, so dass sie ein Anzeichen für die Anwesenheit der Schädlinge sind. Dabei gilt: je mehr dieser Hauthüllen zu finden sind, desto größer ist die Anzahl der anwesenden Schädlinge.

Gemeine Küchenschabe im Haus? Testen Sie es!

Wenn sich der Verdacht auf Kakerlakenbefall durch diese Indizien verhärtet hat, bedeutet dies jedoch noch nicht, dass man sich da tatsächlich sicher sein kann. Sinnvoll ist ein ultimativer Test, auf den jede Küchenschabe reinfällt: eine Schale Bier über Nacht in die Küche stellen. Bei Befall werden sich dort am folgenden Morgen einige Schaben aufhalten. Gartenbista-Tipp: Alternativ kann eine Klebefalle im Fachhandel gekauft werden, die mit Lockstoffen präpariert ist.

Besteht eine Meldepflicht bei Kakerlakenbefall?

Ob die Anwesenheit von Schaben gemeldet werden muss oder nicht, hängt davon ab, ob es sich um einen gewerblichen Betrieb oder eine Privatwohnung handelt.

Im Gastgewerbe besteht für den Betreiber die Pflicht, den Befall umgehend beim zuständigen Gesundheitsamt anzuzeigen; auch Gäste, Lieferanten etc. können eine entsprechende Anzeige machen, wenn sie einen begründeten Verdacht haben.

Im privaten Bereich muss keinem Amt ein Befall gemeldet werden; allerdings muss der Vermieter beziehungsweise Eigentümer informiert werden. Handelt er nicht und/oder bekommt die Lage nicht unter Kontrolle, so muss das zuständige Gesundheits- oder Ordnungsamt benachrichtigt werden.

Ausnahmen bestehen lediglich in Berlin: aufgrund der großen Bevölkerungsdichte ist eine schnelle Ausbreitung der Schädlinge zu befürchten, so dass dort eine generelle Meldepflicht von Kakerlakenbefall besteht.

Im Übrigen muss es niemandem peinlich sein, wenn sich Kakerlaken in der Wohnung befinden. Entgegen landläufiger Meinung sind sie kein Zeichen für Unsauberkeit; sie können beim kauf von Elektrogeräten, Lebensmitteln oder aus dem Urlaub eingeschleppt worden sein.

Kakerlaken bekämpfen – erste Schritte

Keine Essensreste liegenlassen!
Keine Essensreste liegenlassen!

Wenn man sich nun sicher ist, dass sich gemeine Küchenschaben dort befinden, wo man sie überhaupt nicht haben möchte, sollten sie in zwei Schritten bekämpft werden:

  • Entziehen der Lebensgrundlage
  • Einsatz von chemischen Mitteln

Bei starker Besiedelung sollte ein professioneller Schädlingsbekämpfer hinzugezogen werden.

Grundsätzlich gilt: Niemals, wirklich niemals eine Kakerlake zertreten. Die Eier, die sie eventuell mit sich herumschleppt, werden zwangsläufig unter den Schuhsohlen klebenbleiben und so in alle anderen Räume gelangen, die vorher noch nicht verseucht gewesen sind. Dort werden junge Kakerlaken schlüpfen und sich nach Herzenslust vermehren.

Die Kakerlaken Bekämpfung ist langwierig; man muss demzufolge sehr viel Zeit und Geduld einplanen, um tatsächlich alle ungebetenen Gäste wieder loszuwerden.

Reinigung

Nicht nur der Raum, in dem sich zweifelsfrei Gemeine Küchenschaben befinden, sollte gründlich gereinigt werden, sondern sämtliche Räumlichkeiten. „Gründlich“ heißt in diesem Fall: auch in, hinter und möglichst unter Schränken putzen. Es sollte, wenn es irgendwie geht, keine Ecke geben, in der nicht geputzt wurde. Ideal hierfür ist ein Dampfreiniger, da dieser hohe Temperaturen erzeugt. Bei 60° C sterben adulte Tiere ebenso ab wie ihre Eier und Larven.

Lebensmittel wegsperren

Offene Lebensmittel sind eine Einladung für die Nahrungsschädlinge. Damit auch diese Lebensgrundlage entfällt, ist es logisch, dass keine Speisen offen stehengelassen werden. Gar keine: weder Cerealien noch Obst oder Gemüse. Vorräte werden entweder in verschließbaren Behältnissen aufbewahrt, im Kühlschrank oder gegebenenfalls sogar im Gefrierschrank.

Gartenbista-Tipp: Besteht die Gefahr, dass bestimmte Lebensmittel bereits kontaminiert worden sind, bitte umgehend entsorgen!

Löcher abdichten

Risse, Spalten oder kleine Löcher in Wänden oder im Fußboden sind begehrte Verstecke. Sind diese offensichtlich vorhanden, müssen sie verschlossen werden. Hierfür eignen sich – je nach Grundmaterial – Gips, Molto Fill, Silikon oder Zement. Wichtig ist, dass auch tatsächlich jedes mögliche Versteck verschlossen wird.

Kieselgur ausstreuen

Diesen Anblick möchte wohl niemand haben...
Diesen Anblick möchte wohl niemand haben…

Auch unter der Bezeichnung „Gesteinsmehl“ ist Kieselgur bekannt. Es handelt sich dabei um eine pulverisierte Mischung aus den Schalen abgestorbener Kieselalgen, welche hauptsächlich aus Siliziumoxid bestehen. Dieses wird sehr gerne zur biologischen Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt. Die Wirkungsweise ist simpel: die kleinen, scharfen Pulverkörnchen reißen den Chitinpanzer der Schädlinge auf. Das Kieselgur kann so ins Innere der Insekten eindringen und wirkt dort austrocknend. Kakerlaken, Milben & andere unerwünschte Besucher trocknen demzufolge regelrecht aus. Das Gesteinsmehl ist in keiner Weise gesundheitsschädlich für Menschen und Tiere und kann demzufolge auch im Haus unbedenklich eingesetzt werden. Auch eine langfristige Anwendung ist möglich, da sich keine Resistenzen gegenüber dieser Substanz entwickeln können.

Um gegen die Küchenschaben vorzugehen, wird Kieselgur hinter und unter Schränken, Elektrogeräten sowie um Mülleimer herum ausgestreut.

Sauberkeit!

Es ist ein leidiges Thema: die Sauberkeit. Gerne wird das Frühstücksgeschirr bis zum Abend stehengelassen, Krümel werden vom Tisch einfach mit der Hand auf den Fußboden gefegt, und das angebissene Brötchen liegt gerne über Stunden herum. Damit sollte endgültig Schluss sein! All diese kleinen Restchen beziehungsweise Krümel sind als offene Lebensmittel anzusehen, die wiederum eine begehrte Nahrungsquelle für Kakerlaken darstellen. Deswegen:

  • Krümel und Essensreste in Mülleimer
  • Benutztes Geschirr umgehend abwaschen oder in die Spülmaschine stellen
  • Mülleimer verschließen
  • Tiernahrung nicht offen herumstehen lassen

Gemeine Küchenschabe chemisch bekämpfen

Wenn die Existenzgrundlage für die Schaben so weit genommen worden ist, kann man zu zweiten Punkt der Bekämpfung gehen: Chemie. Zwar ist eine chemische Schädlingsbekämpfung nicht jedermanns Sache, und schon überhaupt nicht im Haus. Leider ist es aber so, dass Kakerlaken über viele Hausmittel nur lachen würden und sich nicht zwingend dazu verpflichtet sehen würden, ihre Niederlage einzugestehen. Wer es dennoch wagen möchte: in folgendem Video ein paar Tipps zur Küchenschaben Bekämpfung mit Hausmitteln.

Ansonsten gilt: Die chemische Keule muss her…

Zur Auswahl stehen:

  • Fressköder
  • Gele
  • Klebefallen
  • Insektizide
Klebefalle
Klebefalle

Welches Mittel individuell eingesetzt wird, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Zu beachten ist auch, dass viele dieser Substanzen auch giftig für Haustiere sind und/oder in die Atemluft gelangen. Es ist immer ratsam, sich professionell beraten zu lassen, bevor solche Mittel eingesetzt werden. Jedes gute Gartencenter sowie viele Baumärkte sind für derartige Situationen gerüstet.

Vorsicht vor Zucker

Bei der Wahl der Fraßköder sollten möglichst zuckerfreie gekauft werden. Die Erfahrung zeigt, dass Küchenschaben nicht besonders interessiert an süßen Gerüchen sind, so dass die mühsam aufgestellten Fallen häufig nutzlos sind.

Vorgang mehrmals wiederholen

Fallen und Gele müssen regelmäßig erneuert werden. Wie oft, hängt von dem jeweiligen Produkt ab.

Professionelle Hilfe holen

Kammerjäger im Kampf gegen die Gemeine Küchenschabe
Kammerjäger im Kampf gegen die Gemeine Küchenschabe

Sollte die Kakerlaken Bekämpfung trotz größter Mühe und Sorgfalt und professioneller Beratung nicht erfolgreich sein, so sollte ein Schädlingsbekämpfer ins Haus geholt werden. Diese Kammerjäger kommen in einem neutralen Fahrzeug, so dass niemand in der Nachbarschaft ahnen wird, um was für einen Besucher es sich handelt. Er wird sich konkret mit der jeweiligen Situation befassen und die Bekämpfungsmethode durchführen, die er am sinnvollsten erachtet.

Kosten

Die tatsächlichen Kosten hängen vom Arbeitsaufwand ab. Für leichte Fälle, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, müssen zwischen 100,- € und 200,- € einkalkuliert werden. Bei starkem Befall und somit höherem Arbeitsaufwand werden auch die Kosten steigen.

Gemeine Küchenschabe – so beugen Sie der Besiedelung vor

Eine (erneute) Besiedelung kann durch einige Maßnahmen verhindert werden. Diese müssen jedoch konsequent durchgeführt werden, da man ansonsten schneller Besuch von den Schaben hat, als einem lieb ist.

Sauberkeit & Lebensmittel

Das leidige Thema… dieselben Maßnahmen, welche im ersten Schritt zur Kakerlaken Bekämpfung durchgeführt worden sind, müssen dauerhaft beibehalten werden. Allzu gerne setzt nach einiger Zeit der Schlendrian ein, weil man sich sicher fühlt, alle Schaben vernichtet zu haben. Dies kann zwar sein, jedoch kommen sie schneller zurück, als manch einem lieb ist.

Umverpackungen

...so kommen die Kakerlaken garantiert wieder...
…so kommen die Kakerlaken garantiert wieder…

Wenn möglich, sollten Umverpackungen von Lebensmitteln gleich im Supermarkt zurückgelassen werden. Dies gilt insbesondre dann, wenn diese aus dem Ausland stammen. Alternativ werden die Waren zuhause umgehend aus den Verpackungen genommen und in verschließbare Behältnisse umgefüllt. Die Umverpackungen selbst wandern sofort in die Mülltonne (bitte nicht im Haus aufbewahren, da ansonsten die ganzen anderen Tätigkeiten wirkungslos sein könnten…).

Risse

Ob in Wänden oder im Fußboden: sämtliche Risse müssen verschlossen sein und bleiben. Allzu schnell kommen die Kakerlaken durch sie wieder in die Wohnräume und nisten sich dort ein, so dass das ganze Procedere der Bekämpfung von vorne beginnt.

Gemeine Küchenschabe als Urlaubssouvenir?

Leider kann es immer wieder passieren, dass die Schaben beziehungsweise deren Larven aus dem Urlaub mitgebracht werden. Vielleicht nicht unbedingt von einem Städtetrip nach München; jedoch gibt es einige Urlaubsländer, die es bekanntermaßen mit der Hygiene nicht so genau nehmen. Damit die Schädlinge sich es gar nicht erst gemütlich machen können, sollten grundsätzlich folgende Tipps bei der Reiserückkehr befolgt werden:

  • Koffer in der Dusche beziehungsweise Badewanne auspacken
  • Sämtliche Kleidungsstücke, die sich in den Koffern befanden, gründlich waschen
  • Gepäckstücke innen und außen reinigen

Was ist noch interessant für unsere Leser?

Diese Fragen stellen unsere Leser häufig:

Was ist der Unterschied zwischen Schaben und Kakerlaken?

Bei den Kakerlaken handelt es sich um eine Schabenart, die hierzulande weit verbreitet ist. Demzufolge ist jede Kakerlake auch gleichzeitig eine Schabe; umgekehrt jedoch nicht, da es einige andere Schaben-Arten gibt.

Wie vermehren sich Schaben?

Wenn man sich die Fortpflanzung der Kakerlaken anschaut, wird einem angst und bange: viermal jährlich legt ein Weibchen Eier ab, und zwar jeweils zwischen 10 und 50 Stück. Bis zum Schlupf vergehen nur einige Tage; die jungen Schaben wiederum sind bereits nach vier Wochen ebenfalls geschlechtsreif und werden sich ebenso schnell fortpflanzen wie ihre Eltern.

Wie lange lebt eine Schabe?

Durchschnittlich beträgt die Lebenserwartung von Schaben 100 bis 200 Tage. Aufgrund ihrer massiven Fortpflanzung besteht jedoch keine Hoffnung, dass sich eine Besiedelung durch natürlichen Tod auflöst…

 

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• 8. Mai 2021 • Kategorie: Schädlinge

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