Wunderblume richtig pflegen – das ist zu beachten

Wunderblume, Mirabilis jalapa
Wunderblume, Mirabilis jalapa

Während die meisten Pflanzen ihre Blüten bereits am Morgen öffnen, ist das bei der Wunderblume nicht der Fall. Die Mirabilis jalapa erstrahlt erst am späten Nachmittag in ihrer Blütenpracht, die bis in die Abendstunden anhält. Die Pflege ist denkbar einfach.

Wunderblume, Mirabilis jalapa – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Blütezeit: JuniOktober; nachmittags bis abends
  • Standort: sonnig, windgeschützt
  • Boden: durchlässig, gerne sandig
  • Kübelhaltung: möglich
  • Pflanzenhöhe/-größe: circa 1 m
  • Pflanzzeit: nach den Eisheiligen (Mitte Mai)
  • Gießen: regelmäßig
  • Düngen: zunächst alle 4 Wochen, später 14-tägig
  • Schneiden: Verblühtes entfernen; Rückschnitt vor der Überwinterung
  • Vermehrung: Aussaat, Teilung der Wurzelstöcke, Stecklinge
  • Aussaatzeit: ab März hinter Glas, Mitte Mai ins Freiland
  • Überwinterung: nicht winterhart; Knollen können im Haus überwintern
  • Giftig: Samen und Knollen sind giftig für Hunde, Katzen und Menschen
  • Heilwirkung: Förderung der Wundheilung, harntreibend, abführend
  • Krankheiten und Schädlinge: keine bekannt

Allgemeine Informationen über die Wunderblume

Die Wunderblume gehört zur Familie der Wunderblumengewächse, innerhalb derer sie mit etwa 60 Arten vertreten ist. Die Mirabilis jalapa ist jedoch diejenige, die hierzulande für gewöhnlich kultiviert wird. Ursprünglich stammt sie aus Mittelamerika, kam aber bereits im 16. Jahrhundert nach Europa. Heutzutage ist sie nicht nur dort, sondern auch in tropischen Gebieten zu finden.

Wunderblumen sind allein schon deshalb kleine Wunder, weil sie eine ungewöhnliche Blütezeit haben: sie beginnt am späten Nachmittag und dauert bis in die Abendstunden hinein. Zu einer Zeit also, in der viele andere Pflanzen ihre Blüten bereits geschlossen haben. Die Blüten selbst können gelb, orangefarben, rosafarben, rot oder mehrfarbig sein. Sie verströmen einen intensiven, angenehmen Duft, den auch Nachtfalter zu schätzen wissen. Interessanterweise kann eine Pflanze verschiedenfarbige Blüten hervorbringen.

Standort

Um sich optimal entwickeln zu können, benötigen Wunderblumen einen sonnigen Standort. Dieser sollte nach Möglichkeit auch windgeschützt sein, da die Triebe recht lang und fragil sind und demzufolge leicht umknicken können.

Des Weiteren ist auf ausreichend Platz zu achten, da mit zunehmendem Alter auch der Umfang der Pflanzen wächst. Dies ist auch bei Kübelhaltung wichtig: das Gefäß muss ausreichend groß und zudem stabil sein.

Bezüglich des Bodens ist die Wunderblume sehr anspruchslos: sie gedeiht überall, solange das Substrat durchlässig ist. Optimal ist ein Sand-Erde-Gemisch, sofern die Pflanze in Kübelhaltung kultiviert wird.

Gartenbista-Tipp: Auch als Zimmerpflanze ist die Mirabilis jalapa geeignet.

Wunderblume richtig pflegen

Die dekorative Staude ist zwar sehr pflegeleicht, benötigt jedoch dennoch Unterstützung seitens des Gartenbesitzers.

Gießen

Wunderblumen haben einen hohen Wasserbedarf und müssen deshalb regelmäßig gegossen werden. Besonders an heißen Tagen sowie in langen Trockenperioden dürfen die Knollen keinesfalls austrocknen. Staunässe ist jedoch zu vermeiden. Wer sich unsicher ist, wann Wassergaben notwendig sind, braucht nur einen Blick auf die Pflanze zu werfen: hängen Blätter und Triebe traurig nach unten, sollte umgehend gegossen werden.

Düngen

Sobald die ersten Triebe aus dem Boden kommen, wird das erste Mal gedüngt. In vierwöchigem Abstand wird die Düngegabe wiederholt. Während der Blütezeit haben die Pflanzen einen erhöhten Nährstoffbedarf. Um diesen zu decken, wird der Abstand zwischen zwei Düngungen auf 14 Tage verkürzt. Handelsüblicher Flüssigdünger ist vollkommen ausreichend.

Wunderblume schneiden?

Verblühte Pflanzenteile sollten regelmäßig abgeschnitten werden, um die Bildung neuer Blüten anzuregen. Weitere Schnittmaßnahmen sind erst vor der Überwinterung notwendig: sämtliche Triebe werden entfernt.

Ist eine Überwinterung der Wunderblume möglich?

Die Wunderblume ist hierzulande nicht winterhart und darf demzufolge nicht im Freien verbleiben. Ihre Knollen jedoch können sehr gut an einem frostfreien Platz überwintert werden, um im Folgejahr wieder in die Erde zu kommen.

Hierfür werden sie nach dem Rückschnitt mithilfe einer Grabegabel aus der Erde genommen, vom Substrat befreit und in mit Sand gefüllte Kisten gelegt. Diese kommen an einen dunklen Platz, an dem Temperaturen zwischen 5°C und 10°C herrschen. Gelegentlich anfeuchten.

Gartenbista-Tipp: Vor dem Einlagern können die Wurzelstöcke geteilt werden, um so neue Pflanzen zu erhalten.

Richtiger Zeitpunkt

Die Knollen sollten vor dem ersten Frost in ihrem Winterquartier eingetroffen sein.

Dauer

Da die Knollen erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) wieder ins Freie dürfen, verbleiben sie bis dahin in ihren Holzkisten. Sollen sie jedoch in Kübelhaltung kultiviert werden, dürfen sie bereits ab Mitte April in ihre Gefäße gepflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Wunderblumen sind sehr resistent gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Gelegentlich siedeln sich Blattläuse auf den Pflanzen an, jedoch stellen sie keine große Gefahr für diese dar.

 

Symbolgraphiken: © M. Schuppich – Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

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