Wintergemüse – Pflanzen als Liste für Ihre gesunde Küche

Wintergemüse - Erdfrische Pastinaken
Wintergemüse: Erdfrische Pastinaken

Wintergemüse liegt im Trend! Alte Sorten erlangen neue Bedeutung. Das betrifft sowohl Gemüsearten, die im Herbst geerntet werden, als auch jene, die in der bunten Jahreszeit den Weg ins Beet finden. Als klassisches winterliches Gemüse gelten vor allem Wurzeln. Winterharte Gemüsearten rücken zusätzlich in den Fokus der Aufmerksamkeit. Speziell ist, dass diese an warmen Wintertagen weiterhin wachsen und gedeihen.

Zahlreiche Wurzeln und Rüben, die im späten Herbst erntereif sind, haben zusätzlich zu ihrem kulinarischem Wert ein großes medizinisches Können. Winterhartes Gemüse, das bei Minusgraden im Beet steht, pausiert das Wachstum, wenn es zu kalt wird. Diese Arten zeichnen sich aus, indem sie die eisige Kälte überleben und bei milden Temperaturen weiterwachsen, als wären wir mitten in der Gemüsesaison. Heimische mehrjährige Pflanzen verhalten sich ähnlich. Sie überleben den Winter und treiben im darauffolgenden Frühling neu aus.

Nachfolgend finden Sie unsere Wintergemüse – Pflanzen – Liste: 

Wintergemüse Pastinaken

Die Pastinake lebt wieder auf! Bevor Kartoffeln die Herzen der Europäer eroberten, war es die Pastinake, die seit der Römerzeit als Grundnahrungsmittel galt. Pastinaken sind leicht bekömmlich und verbessern durch kalte Temperaturen im Herbst ihren Geschmack deutlich. Suchen Sie im Supermarkt eher die kleineren Exemplare aus, da diese in der Struktur feiner sind. Übergroße Pastinaken schmecken fasrig und werden mit der Zeit holzig.

Schwarzrettich

Der Rettich wurde in der Antike für heilende Zwecke eingesetzt. Er ist bei Gallenbeschwerden und Atemwegsinfekten wirksam. Besonders der Schwarzrettich wurde für Behandlungen eingesetzt, da er die meisten gesundheitlich wirksamen Stoffe enthält. So ist der Schwarzrettich für die winterliche Küche im großen Stil empfehlenswert. Denn was gibt es Besseres, als die Medizin gegen Saisonkrankheiten in den Mahlzeiten zu enthalten? Geerntet wird der Schwarzrettich von Oktober bis November. Zu dieser Zeit enthält er die meisten Wirkstoffe. Bekannt ist dieses Wurzelgemüse nicht zu nennen, umso wichtiger ist seine Verbreitung!

Petersilienwurzel

Die Petersilienwurzel wird im Frühling gesät und hat ihren Erntezeitpunkt ab Oktober. Man erntet sie bis in den Winter hinein nach Bedarf. Im Sommer wird das zarte Kraut wie Petersilie verwendet. Diese Praxis sollten Sie nicht übermäßig betreiben, wenn Sie sich lange und kräftige Petersilienwurzeln erhoffen. Die Wurzelpetersilie ist uns aus dem Suppengrün bekannt. Dies ist nicht die einzige Möglichkeit dieses Gemüse zu verwerten. Petersilienwurzeln sind nahrhaft und schmecken angenehm nach ihrem nahen Verwandten, der Petersilie. Was spricht gegen die Wurzelpetersilie als Hauptdarsteller mancher Mahlzeit?

Schwarzwurzeln

Als typisches Wintergemüse ist die Schwarzwurzel zwischen Oktober und März auf Märkten und im Supermarkt erhältlich. Schwarzwurzeln wurden früher als Heilmittel gegen Schlangengifte und die Pest angewandt. Heute geht ihre Bestimmung über Jausenstationen und Salate hinaus. Im Winter gehören sie auf den klassischen Speiseplan. Damit die geschälte Wurzel ihre Farbe behält, schälen Sie sie in Essig- oder Zitronenwasser. Erfahrene Köche legen das geschälte Gemüse sofort in frisches Essigwasser. Dadurch verhindern sie die dunkle Verfärbung der Wurzeln. Schwarzwurzeln enthalten nach Hülsenfrüchten die meisten Nährstoffe aller Gemüsearten. Vor allem Kalzium und Phosphor sind in großen Mengen vertreten. Ansonsten verfügt die Schwarzwurzel über eine Menge Ballaststoffe.

Meerrettich

Dieses Gemüse wird in Bayern und Österreich Kren genannt. Es wird hauptsächlich zum Schärfen von Gerichten verwendet und weist zusätzlich eine heilende Wirkung auf. Der Meerrettich ist eine mehrjährige und winterharte Pflanze. Verwendet wird ausschließlich die Wurzel – sowohl in der Küche als auch in der Medizin.

Kren wirkt:

  • antibakteriell
  • harntreibend
  • menstruationsfördernd
  • schleimlösend
  • schweißtreibend

Wer Meerrettich in seinem Garten kultiviert, hat im Herbst die Möglichkeit die Pflanze ausgraben und einen Großteil der Wurzel zu ernten. Setzen Sie die Pflanze mit verkürzter Wurzel erneut oder graben Sie sie an anderer Stelle ein. Im nächsten Jahr ist die Wurzel von Neuem erntereif. Die Schale des Kren ist gelblich. Nach dem Schälen erscheint er reinweiß.

Porree

Porree gibt es in Europa annähernd das ganze Jahr über. Spezieller Winterlauch ist ein wesentlicher Teil einer ausgewogenen, gesunden Ernährung in der kalten Jahreszeit. Der weiße Schaft ist gut im Geschmack und wird vor der Verarbeitung halbiert. Auf diese Weise ist er unkompliziert zu säubern. Lauch ist kalorienarm und enthält eine Menge an Kalium und Kalzium. Auch die Vitamine A und C sind enthalten. Um beinhaltete Nährstoffe besser aufzunehmen, ist es ratsam, Porree in Verbindung mit Fett zu essen.

Feldsalat

Der Feldsalat gilt als typischer Wintersalat. Die Aussaat erfolgt vom späten Sommer in den Herbst hinein. In der Pflege erweist er sich anspruchslos. Der Feldsalat erfreut sich an den kühlen Temperaturen. Bis zu 15 Minusgraden hält er problemlos aus. Gekauft wird der Salat mitsamt der Wurzel. Wäre diese früher abgetrennt worden, würden die Blättchen schnell in sich zusammenfallen. Feldsalat ist Spitzenreiter unter dem gesunden Grün, was den Eisengehalt angeht.

Foto: (c) TwilightArtPictures / Fotolia.com


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