Wicken pflegen und vermehren am richtigen Standort

ViciaWicken sind in vielen heimischen Gärten zu finden. Kein Wunder: sie dienen nicht nur als dekorative Berankung von Zäunen, Mauern, etc., sondern sind zudem auch sehr anspruchslos und pflegeleicht. Dadurch, dass Wicken extrem schnell wachsen, kann innerhalb kürzester Zeit jede noch so trübselig aussehende Ecke des Gartens mit rosa, weißen oder lilafarbenen Farbtupfern verschönert werden. Lang anhaltend sind diese Farbtupfer übrigens auch: Wicken blühen bis in den späten Herbst hinein…

Wicken – Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Wicken Standort: sonnig, windgeschützt

Die mehrjährigen Wicken benötigen einen sonnigen und windgeschützten Standort, um sich perfekt entwickeln zu können. Notfalls können sie auch im Halbschatten gepflanzt werden, allerdings muss es dort dann sehr hell sein.

Der Boden sollte nährstoffreich und nicht zu trocken sein; Wicken mögen allerdings auch keine Staunässe.

Wicken können auch im Kübel gehalten werden. Allerdings ist dann unbedingt dafür zu sorgen, dass sich dort ein Abfluss befindet.

Wicken Pflege – Tipps

  • Rankhilfe: Wer seine Wicken nicht zum Beranken von Zäunen oder Mauern pflanzt, sollte ihnen eine Rankhilfe in Form von Drähten oder Schnüren geben, welche zwischen Stöcken, Stangen, Bäumen etc. gespannt werden.
  • Düngen: Wicken haben einen hohen Nährstoffbedarf und sollten deshalb regelmäßig gedüngt werden. Zudem sollte im Frühjahr sowie im Herbst eine Kompostgabe erfolgen.
  • Gießen: Wicken haben zudem immer Durst. An heißen Tagen ist es notwendig, sie sowohl in den frühen Morgen- als auch in den Abendstunden zu gießen. Ansonsten sollten sie so gegossen werden, dass sie nie austrocknen, sich aber auch keine Staunässe bildet.
  • Pflanzabstand: Beim Wicken Pflanzen sollte ein Abstand von 60 cm zwischen den einzelnen Pflanzen eingehalten werden.
  • Schneiden: Werden die Wicken vorsichtig zurückgeschnitten, erhalten sie einen buschigen Wuchs. Im Herbst müssen die Wicken eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten werden. Verblühte Blüten sollten regelmäßig entfernt werden.

Viel mehr leiden die Pflanzen unter Pflegefehlern:

  • Erhalten Wicken zu wenig Nährstoffe, verkümmern sie.
  • Kräuseln sich die Blätter und Triebspitzen, sind die Pflanzen überdüngt. Bilden die Wicken keine Blüten, stehen sie zu dunkel.

Wicken Vermehrung durch Selbstaussaat

Wicken vermehren sich durch Selbstaussaat, und zwar ziemlich fleißig.

Wer selbst eine Wickenzucht betreiben möchte, kann im Herbst von bestehenden Pflanzen die Samenkapseln entnehmen und diese hell und kühl lagern.

Im Februar können die Wicken im Hause vorgezogen werden. die Aussaat erfolgt in einer Schale, welche bei Temperaturen um die 16°C auf einer hellen Fensterbank stehen sollte. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) können die Jungpflanzen ins Freiland gebracht werden. Ab Mitte April kann eine Direktsaat ins Freiland erfolgen. Zu beachten ist, dass das Saatgut circa 1,5 cm tief in die Erde gesteckt werden sollte, da Wicken die Dunkelheit zum Keimen brauchen.

Wenn die jungen Wicken ein Blattpaar ausgebildet haben, müssen sie vereinzelt werden.

Auch besteht die Möglichkeit der Wicken Vermehrung durch Stecklinge. Hierfür werden im Sommer circa 15 cm lange Stecklinge abgeschnitten. Nachdem die unteren Blätter entfernt worden sind, werden sie in die Erde gesteckt, welche permanent feucht gehalten werden muss.

Wicken Krankheiten und Schädlinge

Wicken sind recht anfällig für Blattläuse und Mehltau. Wird der Befall zu stark, muss ein spezielles Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Graphik: © e3b3 – Fotolia.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst unter Pseudonym kommentieren. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.