Weißdorn Steckbrief: Pflege, Standort und Vermehrung

Weißdorn Steckbrief
Weißdorn Steckbrief

Ob als Hecke oder als Solitärstrauch: der Weißdorn (Mehlbeere, Hagedorn) ist in jeder Form ein echter Hingucker im Garten – vor allem nahezu ganzjährig: im Frühling zeigt er seine zarten, duftenden Blüten in Weiß, Rosa oder Rot, die nicht nur den Betrachter erfreuen, sondern auch Insekten. Im Sommer ist er mit seinen glänzenden Blättern einfach ein schöner Strauch, während er ab August kleine rote Früchte bildet, die säuerlich schmecken und sogar den Winter überleben können. darüber hinaus besitzt der Weißdorn eine herzstärkende Eigenschaft, so dass er gerne in der Naturheilkunde unterstützend eingesetzt wird. Die Pflege ist gar nicht schwer, so dass eigentlich in keinem Garten ein solcher Zierstrauch fehlen sollte. Lesen Sie mehr zum Weißdorn Steckbrief.

Weißdorn Steckbrief: Standort – vollsonniges Plätzchen

Der optimale Standort für den Weißdorn ist ein vollsonniges Plätzchen; notfalls nimmt er allerdings auch mit einem halbschattigen Standort vorlieb.

Besondere Ansprüche an die Bodenverhältnisse stellt er nicht; lediglich zu viel Feuchtigkeit mag er nicht so besonders.

Weißdorn pflanzen ganzjährig

Weißdorn kann ganzjährig gepflanzt werden, solange es frostfrei ist. Soll er als Hecke angepflanzt werden, so sollte ein Abstand von 40 – 50 cm zwischen den einzelnen Pflanzen eingehalten werden. Im Übrigen dienen dies Weißdornhecken vielen einheimischen Gartenvögeln als sicherer Unterschlupf.

Pflege – Tipps

  • Kein Gießen oder Düngen: Der Weißdorn ist ausgesprochen bescheiden und anspruchslos; er benötigt weder Wassers noch Dünger.
  • Rückschnitt: Ein Rückschnitt kann ganzjährig erfolgen, solange kein Frost herrscht. Für die Pflanze stellt auch ein Schneiden mitten in der Vegetationsperiode kein Problem dar,  jedoch sollte die Brut- und Setzzeit beachtet werden.

Vermehrung durch Ausläufer

Die Vermehrung des Weißdorns erfolgt durch Wurzelausläufer, die von dem Strauch selbst gebildet werden. Diese werden abgeschnitten,  ausgegraben und an der gewünschten Stelle wieder eingepflanzt

Auch ist eine Vermehrungen durch Stecklinge möglich: einen circa 15 cm langen Steckling im Sommer abschneiden und in die Erde stecken. Auf ausreichende Wasserzufuhr achten.

Schädlinge und Krankheiten

Der ausgesprochen robuste Weißdorn ist weder anfällig für Schädlinge noch für Krankheiten. Lediglich Mehltau kann manchmal auftreten. Ein derartiger Befall ist an einem weißen Überzug der Pflanzenteile zu erkennen. Dies sollten entfernt und entsorgt werden (nicht auf dem Kompost!). in schweren Fällen ist der Einsatz eines speziellen Pflanzenschutzmittels unabdingbar.

Heilwirkung

Der Weißdorn hat eine herzstärkende Wirkung – und zwar in allen Teilen. Demzufolge können sowohl die Blüten als auch die Blätter und Beeren gesammelt, getrocknet und zu einem Tee verarbeitet werden. im getrockneten Zustand sind die Pflanzenteile ein ganzes Jahr lang haltbar.

Zur Zubereitung eines Tees wird ein Teelöffel des getrockneten Weißdorns mit 200 ml heißem Wasser überzogen und fünf Minuten ziehen gelassen. Dann abseihen. Wer nur einen Tee aus den Beeren trinken möchte, sollte diese 12 Stunden vorher einweichen.

Bitte beachten Sie, dass gartenbista-Artikel nicht den fachlichen Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Physiotherapeuten ersetzen können. Außerdem übernimmt weder der Autor noch gartenbista das Risiko für eine Eigenbehandlung aufgrund dieses Artikels.

Graphik: © Xavier – Fotolia.com


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