Wasserpflanzen im Glas pflegen – das muss ich beachten

Wasserpflanzen im Glas
Wasserpflanzen im Glas

Wer einen Gartenteich oder zumindest ein Aquarium besitzt, hat kein Problem mit der Kultivierung der dekorativen Gewächse. Es ist jedoch auch möglich, Wasserpflanzen im Glas zu halten. Welche Arten hierfür geeignet sind und welche Pflege sie benötigen, erfahren Sie hier.

Kann ich Wasserpflanzen im Glas kultivieren?

Es ist zwar möglich, Wasserpflanzen im Glas zu halten, jedoch gibt es hierfür keine Erfolgsgarantie. Die Ansprüche der Gewächse sind überwiegend nicht auf eine derartige Kultur ausgelegt, so dass man leider damit rechnen muss, dass sie sich nicht wohl fühlen und somit eingehen werden. Dennoch sollte man als Pflanzenfreund ein solches Experiment wagen, wenn hierbei einige Kriterien beachtet werden:

  • Auswahl der Pflanzen
  • Idealer Standort
  • Richtige Pflege

Oder lieber nicht?

Wer nicht das notwendige Knowhow sowie den Willen mitbringt, den Wasserpflanzen im Glas bestmögliche Pflege zu gewähren, sollte von einer derartigen Kultivierung Abstand nehmen. Es geht nicht, dass einfach irgendwelche Pflanzen gekauft, in ein Glas gesteckt und sich selbst überlassen werden können in der Hoffnung, dass diese schon irgendwie überleben. Dies wird nicht der Fall sein!

Welche Pflanzen sind geeignet?

Kleines Speerblatt
Kleines Speerblatt

Die Pflanzen sollten zum einen anspruchslos sein und zum anderen mit Zimmertemperatur gut zurechtkommen. Auch ist es sinnvoll, langsam wachsende Sorten zu wählen. Geeignet sind unter anderem

  • Hornkraut
  • Javamoos
  • Kleines Speerblatt
  • Nixkraut
  • Wasserkelch
  • Wendtscher
  • Zwergschwertpflanze
  •  Zwergwasserkelch

Gartenbista-Tipp: Ist die Wohnung eher dunkel, kann auch der Moosball kultiviert werden.

Und welche nicht?

Im Fachhandel werden gelegentlich Wasserpflanzen angeboten, die zwischendurch aus dem Wasser genommen werden müssen, in Blumenerde eingetopft und nach etwa einer Woche wieder ins Wasser gegeben werden. Diese Maßnahme dient der Nährstoffaufnahme. Derartige Pflanzen sind jedoch für eine Kultivierung im Wasserglas nicht zu empfehlen.

Wasserpflanzen im Glas – Gefäße

Nun ist es nicht so, dass jedes Glas auch gleichzeitig für Wasserpflanzen geeignet ist. Dies bedauern manche Hobbygärtner, wo es doch so schöne, dekorative Zier- und Einmachgläser gibt. Grundsätzlich sollte ein Gefäß ein Volumen von mindestens 1,5 Litern besitzen. Es kann sowohl einen Deckel haben für jene Pflanzen, die geschlossen gehalten werden sollen. Für eher schnellwachsende Exemplare empfiehlt sich jedoch ein offenes Glas.

Merke: Je größer ein Glas ist, desto wohler werden sich die Wasserpflanzen darin fühlen.

Standort

Bis auf wenige Ausnahmen benötigen Wasserpflanzen im Glas einen hellen Standort. Direkte Sonneneinstrahlung sollte jedoch vermieden werden. Generell sollte ganzjährig eine moderate Zimmertemperatur bestehen. Zu viel Wärme sowie Sonne begünstigen die Bildung von Algen. Diese sind nicht nur ein optisches Ärgernis, sondern rauben den Pflanzen Nährstoffe sowie Licht.

Welche Temperaturen benötigen Wasserpflanzen im Glas?

Die Wassertemperatur darf ebenfalls nicht zu hoch sein, da auch dies wieder zur Bildung von Algen führen kann. Wird das Glas bei Zimmertemperatur aufgestellt, so ist die Temperatur des Wassers ideal.

Gartenbista-Tipp: Temperaturschwankungen dringend vermeiden!

Was ist noch bei der Pflege zu beachten?

  • Verdunstetes Wasser einfach regelmäßig nachfüllen.
  • Bei der Kultivierung von Wasserpflanzen in einem geschlossenen Glas sollte alle 6 – 12 Monate ein Drittel des Wassers komplett erneuert werden.
  • Offene Gläser müssen einmal wöchentlich gründlich gereinigt werden, um Bakterienbildung zu vermeiden. Danach sollten sich keinesfalls noch Spülmittelreste in dem Gefäß befinden.
  • Entstandenen Mulm regelmäßig absaugen.

Besonderes Augenmerk ist auch auf den Mikrokosmos in dem Glas gelegt werden: er muss immer im Gleichgewicht bleiben. Dies geschieht im Idealfall durch Absterben der Blätter

Tipps & Tricks

  • Blasenschnecke
    Blasenschnecke

    Sollten doch einmal Algen vorhanden sein, so können diese mithilfe der Blasenschnecke bekämpft werden. Sie ernährt sich von ihnen und sorgt so für klares, sauberes Wasser. Aber Vorsicht: die kleine Schnecke darf nur maximal zwei Wochen in einem Glas gehalten werden, da der dortige Lebensraum zu klein für sie ist.

  • Manchmal ist es hilfreich, sich Rat sowie Pflanzen von einem Fachmann zu holen. Ein Aquarianer ist hierfür der richtige Ansprechpartner.
  • Um den Boden aufzulockern, sind Tubifex Dabei handelt es sich um kleine rote Würmer, die sehr gut mit schmutzigem Wasser zurechtkommen und nach einigen Wochen sterben.

 

Symbolgraphiken: © teestock – stock.adobe.com; Budde 3D + Film – stock.adobe.com; Amelia – stock.adobe.com


, Kategorie: Pflanzen

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