Was ist falscher Mehltau?

Dieser Artikel ist Teil 2 von 9 in der Serie Mehltau

Was ist falscher Mehltau, wie erkennt man ihn und wie geht man gegen die Pflanzenkrankheit effektiv vor

Falscher MehltauIm Gegensatz zum echten Mehltau findet sich beim falschen Mehltau das weiße Pilzgeflecht auf der Unterseite der Blätter vor. Besonders bei feuchter Witterung fühlt es sich sichtlich wohl und beginnt zu sprießen. Die Oberseite der Blätter weist braune bis graue Flecken auf. Stück für Stück trocknen die Blätter nun aus, bis sie letztlich abfallen. Es ist jedoch möglich, dass sie noch eine Weile am noch grünen Stiel verbleiben. Bei starkem Befall mit falschem Mehltau und schwachen Pflanzen kann es vorkommen, dass die gesamte Pflanze durch den Befall mit falschem Mehltau abstirbt.

Ähnliche wie beim echten Mehltau überträgt sich die Pilzart ausschließlich unter gleichen Pflanzenarten. Der Erreger des falschen Mehltaus der Weinrebe wird niemals auf die verschiedenen Gurkenarten übertragbar sein. Jedoch konnte festgestellt werden, dass Zierpflanzen von ihm eher selten befallen werden.

Wie bekämpft man den falschen Mehltau?

Alle Mehltauarten haben eines gemeinsam: Zum „gesunden“ Wachsen benötigen sie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Bei Freilandpflanzen kann dies nicht beeinflusst werden. Gewächshauspflanzen hingegen können durch gezieltes Lüften einem besseren Wachstumsklima ausgesetzt werden. Jedoch reicht diese Maßnahme nicht zur Bekämpfung des Mehltaus aus.

Wie bei fast allen Pflanzenerkrankungen hat die chemische Gartenapotheke das eine oder andere Schädlingsbekämpfungsmittel im Repertoire. Diese Mittel sind generell 2 – 3 Mal pro Woche anzuwenden. Doch leider können sie auf Grund ihrer chemischen Zusammensetzung auch Nützlinge im Garten vernichten. Daher sollte ihre Anwendung vorsichtig vorgenommen werden. Schutzkleidung ist auch für den Gärtner empfehlenswert.

Natürlich geht es auch natürlich

Doch ist ein Griff in die Chemiekiste nicht zwingend notwendig, wenn falscher Mehltau bekämpft werden soll. Auch einige Hausmittel gegen Mehltau stehen zur Verfügung, die nachweislich dem Pilz den Garaus bereiten. So reagiert der falsche Mehltau sehr empfindlich auf kieselsäurehaltige Präparate. Ebenso kann eine Pflanzenbrühe aus Zwiebeln und / oder Knoblauch angefertigt werden. Alle diese Mittel werden ebenfalls alle 2 – 3 Tage großzügig auf die Pflanzen gesprüht. Es ist von Vorteil, wenn die Brühe eher vernebelt als versprüht wird, da so neben allen Pflanzenteilen auch der Boden mitbehandelt wird.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Bekämpfung des falschen Mehltaus ist die Entsorgung befallener Pflanzenteile. Damit die Pilzsporen nicht irgendwo überleben können, sollten sie in der Mülltonne entsorgt werden. Damit in der nächsten Saison die Ausbreitung keine großen Ausmaße annimmt, sollten außerdem alle Pflanzen rechtzeitig und regelmäßig überprüft werden.

 

Foto: © rm211171 – Fotolia.com



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