Waldheidelbeeren im Garten pflanzen – was ist zu beachten?

Waldheidelbeeren
Waldheidelbeeren

Bei Waldspaziergängen kann man mit ein wenig Glück die kleinen blauen Früchte finden – leider sind diese häufig mit Erregen belastet. Wer auf den Genuss jedoch nicht verzichten möchte, kann auch im Garten Waldheidelbeeren pflanzen und diese sogar ungewaschen verzehren.

Waldheidelbeeren – Wissenswertes

Bei Waldheidelbeeren handelt es sich um Bodendecker, die vorzugsweise im Schatten wachsen. In heimischen Wäldern sind sie häufig zu finden. Liebhaber der kleinen Beeren wissen genau, an welchen Plätzen sie suchen müssen, und strömen scharenweise in diese Gebiete. Vor Ort essen sollt man diese Beeren jedoch nicht: häufig sind sie mit Erregern wie beispielsweise dem Fuchsbandwurm verseucht, was zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Unterschied zu Kulturheidelbeeren

Waldheidelbeeren sind im Vergleich zu Kulturheidelbeeren wesentlich pflegeleichter: einmal gepflanzt, müssen sie weder gegossen noch geschnitten werden.

Während die Waldheidelbeerpflanzen nur 40 cm hoch werden können und im Schatten gedeihen, benötigen die größeren Kulturheidelbeeren einen sonnigen Standort. Dort bringen sie größere Früchte hervor, die jedoch wiederum nicht so aromatisch schmecken wie jene des Waldes. Diese verfügen zudem über einen Saft, der sowohl die Finger als auch die Zunge blau färbt, und dem sie ihre andere Bezeichnung verdanken: Blaubeeren.

Waldheidelbeeren pflanzen im Garten?

Wenn die Umstände entsprechend sind, können die wilden Verwandten der Kulturheidelbeeren auch in heimischen Gärten kultiviert werden:

  • Schattiger Standort
  • Saurer Boden

Da die Bodenverhältnisse häufig per se nicht geeignet sind, muss die Erde entsprechend aufbereitet werden. Dies geschieht, indem am gewählten Standort eine Fläche ausgehoben wird, die mehr breit als tief ist. Die entstandene Lücke wird mit einem sauren Substrat, beispielsweise Torf, aufgefüllt.

Als Bodendecker pflanzen

Waldheidelbeeren Pflanzen sind hervorragende Bodendecker: sie wachsen niedrig und vermehren sich von ganz allein, so dass nach einigen Jahren eine dichte Fläche entsteht. Diese verhindert die Bildung von Unkraut und bringt zudem noch aromatische, gesunde Früchte hervor.

Gartenbista-Tipp: Da Waldheidelbeeren Pflanzen nur selten im Fachhandel erhältlich sind, müssen sie n der Regel als Wildpflanzen ausgegraben werden. Hierfür ist jedoch zwingend die Erlaubnis des Waldbesitzers notwendig!

Was ist beim Waldheidelbeeren Pflanzen zu beachten?

Diese Art von Heidelbeeren sind Wildpflanzen. Damit sie sich in heimischen Gärten wohl fühlen, muss ihnen die Umgebung so vertraut wie möglich gestaltet werden.

Standort

Der gewählte Standort muss schattig sein, da ansonsten die Waldheidelbeeren Pflanzen nicht gedeihen können. Sehr gut eignen sie sich auch für Böschungen, sofern diese nicht in der Sonne gelegen sind.

Richtiger Zeitpunkt zum Waldheidelbeeren Pflanzen

Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst können die Blaubeeren gepflanzt werden.

Waldheidelbeeren vermehren

Ihre Vermehrung erledigen die Blaubeeren von selbst. Dies geschieht jedoch nur, wenn sie unter optimalen Bedingungen kultiviert werden. Gegebenenfalls muss der Hobbygärtner sie dabei ein wenig unterstützen.

Vermehrung durch Absenker

Waldheidelbeeren Pflanzen bilden Absenker, aus denen neue Pflänzchen entstehen. Ist dies nicht der Fall, kann etwas nachgeholfen werden: im Sommer einige Triebe nah unten biegen, bis sie auf der Erde liegen. Mit etwas Substrat bedecken und mit einem Stein beschweren.

Wurzelausläufer

Mithilfe von Wurzelausläufern bilden sich immer wieder neue Pflanzen – manchmal jedoch an Stellen, an denen sie unerwünscht ist. So müssen sie ausgegraben und am gewünschten Standort wieder eingepflanzt werden.

Selbstaussaat

Diese Vermehrungsmethode ist selbsterklärend: die kleinen Pflanzen bilden Samen, mit dessen Hilfe sie sich allein vermehren.

 

Symbolgraphiken: © were – Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

1 Kommentar

  1. Wir haben vor einigen Jahren Waldheidelbeeren im Garten gepflanzt. Inzwischen ist die ganze Fläche bedeckt. Wir haben auch schon Ableger an Nachbarn verschenkt, die jetzt ebenfalls Blaubeeren kultivieren. Die Beeren selbst sind saftig und viel geschmackvoller als die gekauften.

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