Vanilleblume, Heliotropium: Pflege, Standort & Überwintern

Wenn von Juli bis Oktober ein ganz besonderer, süßlicher Duft durch heimische Gärten oder über Balkone zieht, könnte dies an einer der schönsten und beliebtesten Zierpflanze liegen, die es gibt: die Vanilleblume (Heliotropium). Die Vanilleblume ist aber nicht nur bei Menschennasen ausgesprochen beliebt, sondern auch bei Schmetterlingen: sie fühlen sich magisch angezogen von ihnen und nutzen sie auch gerne als Nahrungsquelle.

Heliotropium, Vanilleblume Pflanzen – Steckbrief:

Vanilleblume Standort: sonnig, windgeschützt

Vanilleblumen stehen gerne sonnig; nur dort kann sich ihr spezieller Duft perfekt entwickeln. Nur sehr junge Vanilleblumen dürfe nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden; die älteren hingegen freuen sich sehr darüber. Noch wichtiger ist allerdings, dass sie hell stehen: die Vanilleblume hat einen ausgesprochen hohen Lichtbedarf; bei Lichtmangel hingegen knickt sie ein.

Bei der Wahl des Standorts für Vanilleblumen ist ebenfalls zu beachten, dass dieser windgeschützt gelegen sein sollte.

360°-Video von der Vanilleblume (Heliotropium arborescens)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die Vanilleblume (Heliotropium arborescens)aussieht.

360°-Video von der Vanilleblume (Heliotropium arborescens) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im Juni

Vanilleblume Pflege – Tipps

  • Pflanzabstand: Beim Pflanzen zwischen den einzelnen Vanilleblumen einen Abstand von 20-25 cm lassen.
  • Gießen: Vanilleblumen haben einen hohen Wasserbedarf und es ist unbedingt darauf zu achten, dass ihr Wurzelballen nicht austrocknet. Wassermangel zeigt sich bei Vanilleblumen dadurch, dass sie zum einen ihre Blätter schlaff nach unten hängen lassen, zum anderen bilden sich braune Ränder an den Blättern, bis diese schließlich vertrocknen.
  • Stützhilfe: Es ist empfehlenswert, ältere Vanilleblumen mit einem Stab oder Stöckchen zu stützen, da ihre Blüten sehr schwer werden und dadurch die Stiele abbrechen können.
  • Düngen: Vanilleblumen nur sehr sparsam düngen.
  • Blüte: Verblühte Blütenstände beim Heliotropium immer entfernen; nur so bilden sich ständig neue.

Vanilleblume vermehren mit Samen

Vanilleblumen lassen sich sehr gut aus Samen vermehren, welche im Fachhandel erhältlich sind. Der geeignete Zeitpunkt hierfür ist das zeitige Frühjahr; die Anzucht erfolgt dann auf der Fensterbank in der Wohnung. Dabei ist zu beachten, dass das saatgut nicht mit Erde bedeckt werden sollte.

Wer allerdings bereits die eine oder andere Vanilleblume besitzt, kann von dieser circa 10 cm lange Stecklinge abnehmen und so neue Vanilleblumen gewinnen. Dies sollte günstigstenfalls im Juni geschehen, bei Stecklingen von überwinterten Pflanzen ist der Februar die beste Zeit zur Vermehrung. Die Stecklinge werden einfach von der Vanilleblume abgeschnitten und in ein Gefäß mit Pflanzsubstrat gesteckt.

Vanilleblume überwintern

Vanilleblumen lassen sich ausgesprochen einfach überwintern. Vor den ersten Nachtfrösten werden sie ins Haus geholt und dort in einem Raum überwintert, in dem Temperaturen um 5°C herrschen (beispielsweise ein Kellerraum). Erst im folgenden Frühjahr werden die Heliotropium zurückgeschnitten und treiben dann erneut aus. Besonders ratsam ist es, Jungpflanzen überwintern zu lassen, welche im Juni aus Stecklingen gezogen wurden: diese Vanilleblumen blühen bereits sehr zeitig im Folgejahr.

Vanilleblume Schädlinge

Auch die Vanilleblume bleibt nicht von Schädlingen verschont: Blattläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen können sich immer wieder auf ihnen ansiedeln. Allerdings ist nur in den seltensten Fällen der Einsatz eines speziellen Pflanzenschutzmittels vonnöten.

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Graphik: © sonne07 – Fotolia.com


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