Trompetenblume (Campsis) pflegen, schneiden, vermehren und überwintern

Trompetenblume
Trompetenblume

Die Trompetenblume (Campsis) mit ihren gelben, roten, orangenen oder pinken Blüten zählt zu den schönsten und schnellwachsenden heimischen Kletterpflanzen. Zu beachten ist, dass junge Pflanzen nicht besonders winterhart sind. Zudem sind sie giftig, insbesondere die Beeren.

Standort für die Trompetenblume

Die Trompetenblume mag es gerne sonnig und warm; dies sollte bei der Wahl ihres Standorts berücksichtigt werden. Auch ist zu beachten, dass sie keinen Wind mag und nicht besonders winterhart ist. Ein geschütztes Plätzchen, beispielsweise vor einer Hauswand oder einer Mauer, ist daher empfehlenswert. Diese kann dann sogleich berankt werden.

Kleinere Arten der Trompetenblumen können als Kübelpflanzen gehalten werden. Auch diese benötigen einen warmen, sonnigen Standort; stehen sie zu schattig, werden sie keine Blüten bilden.

Gartenbista-Tipp: Eine feuchte Erde ist zu bevorzugen, auch mit sehr nassem Boden kommt die Trompetenblume sehr gut zurecht. Optimal ist es, wenn die Erde zudem noch nährstoffreich ist.

Pflanzen

  • Trompetenblumen können ganzjährig gepflanzt werden, solange kein Frost besteht. Die beste Jahreszeit hierfür ist allerdings das Frühjahr.
  • Soll die Trompetenblume ins Freiland gepflanzt werden, so wollte ihre Ballen vorher gewässert werden.
  • Dann wird die Pflanze kräftig zurückgeschnitten, etwas Kompost in das Pflanzloch gegeben und die Campsis eingesetzt.
  • Werden mehrere Trompetenblumen gepflanzt, sollte unbedingt ein Abstand von 3 m zwischen den einzelnen Pflanzen eingehalten werden.

Pflege – Tipps

  • Drainage: Wird die Trompetenblume als Topfpflanze gehalten, sollte ihr unten in den Topf Tongranulat als Drainage gegeben werden, damit sich keine Staunässe bildet.
  • Gießen: Die Pflanze darf niemals austrocknen. Beim Gießen sollte die Erde durchfeuchtet werden.
  • Düngen: Bei der Nährstoffzufuhr ist zu beachten: je nährstoffreicher ein Boden ist, umso weniger muss gedüngt werden. In der Regel ist eine einmalige Kompostgabe im Frühjahr vollkommen ausreichend; weiteres Düngen ist somit nicht erforderlich.
  • Stickstoff: Wichtig ist, dass keine zusätzliche Stickstoffgabe gegeben wird: diese führt zu einer Wucherung der Pflanze, die zudem das Blühen einstellen wird.
  • Kletterhilfe: Haben die Trompetenblumen eine Höhe von 2 m erreicht, brachen sie ein Klettergerüst, da sie ansonsten umknicken.

Trompetenblumen schneiden / zurückschneiden

Ein Schnitt der Trompetenblume ist unabdingbar, da dieser die Blütenbildung fördert.

Das Schneiden erfolgt zwischen Anfang Februar und Mitte März, und zwar am besten in Form eines Radikalschnitts.

Wer dies nicht möchte, schneidet alle Seitentriebe, die vom Haupttrieb ausgehen, auf circa 10 cm herunter. Alle dünnen Triebe werden ebenfalls entfernt.

Gartenbista-Tipp: Im Sommer können verblühte Blüten abgeschnitten werden, mehr bitte nicht!

Überwintern

Die Trompetenblume ist bis -15°C winterhart. Junge Pflanzen sind außerdem sehr frostempfindlich, so dass ihnen ein Winterschutz in Form von Reisig und Stroh gegeben werden sollte.

Wird die Trompetenblume im Topf gehalten, so sollte diese an einen frostfreien, aber kühlen Ort – beispielsweise eine Garage – gestellt werden. Bleiben die Temperaturen über -15°C, kann die Topfblume auch an einem geschützten Platz im Freien überwintern.

Vermehren: Samen und Ableger

Die Trompetenblume vermehrt sich selbst: sie bildet nicht nur viele Samen, die sich selbst aussäen, sondern auch Wurzelausläufer.

Wer eine derartige Vermehrung nicht wünscht, ist gut daran beraten, diese Ausläufer rechtzeitig zu kappen. Sie können nach belieben an eine andere Stelle verpflanzt werden. Innerhalb weniger Wochen bilden sie Wurzeln.

Bei der Vermehrung der Trompetenblume durch Aussaat werden die Samen entnommen und im zeitigen Frühjahr in die Erde gebracht.

Meistens ist es jedoch so, dass man als Gartenbesitzer keine Trompetenblumen vermehren möchte, sondern sich ihrer entledigen will: sie vermehren sich wirklich extrem.

Krankheiten und Schädlinge

Von Krankheiten und Schädlingen bleibt die Trompetenblume weitgehend verschont. Blattläuse siedeln sich gelegentlich auf dieser Kletterpflanze an, jedoch stellen diese in der Regel keine Gefahr für sie dar.

Trompetenblume – giftig!

Trompetenblumen sind giftig: Ihr Toxin ist zwar nicht tödlich für den Menschen, jedoch können insbesondere ihre Beeren Gesundheitsstörungen hervorrufen.

Symbolgrafik: © contadora1999 – Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

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