Traubenheide, Traubenmyrte (Leucothoe walteri) – Pflege

Die Traubenheide (Leucothoe walteri) ist eine attraktive Zierpflanze, die vor allem durch ihr auffällig gefärbtes Laub und ihre schönen weißen Blüten begeistert. Mit Wuchshöhen zwischen 30 und 120 Zentimetern ist sie im Garten sehr vielseitig einsetzbar.

Traubenheide (Leucothoe walteri) – Steckbrief von Gartenbista

Traubenheide (Leucothoe walteri): Pflegetipps für Schnellleser

  • Blütezeit: Mai bis Juni
  • Standort: halbschattig
  • Boden: frisch, durchlässig, sauer, pH-Wert 4,5-5,5
  • Pflanzzeit: Frühjahr
  • Pflanzen: nach dem Pflanzen angießen
  • Kübelhaltung: geeignet
  • Vermehrung: Stecklinge oder Aussaat
  • Aussaatzeit: Frühjahr
  • Gießen: feucht halten
  • Düngen: nach Bedarf
  • Blütenpflege: nicht erforderlich
  • Schneiden: nach der Blüte
  • Überwinterung: winterhart
  • Krankheiten: keine
  • Schädlinge: keine

Wissenswertes über die Traubenheide (Leucothoe walteri)

Die Traubenheide oder Traubenmyrte gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und ist in Ostasien und Nordamerika beheimatet. Die verschiedenen Sorten der Traubenheide zeichnen sich durch sehr unterschiedliche Wuchshöhen aus, die vom Bodendecker bis hin zu mehr als einen Meter hohen Sträuchern variieren. Sehr unterschiedlich ist auch die Färbung der Blätter, je nach Art und Jahreszeit kann das Laub grün, gelb oder leuchtend rot sein. Auch auffällig panaschierte Blätter kommen bei einigen Arten vor. In einem schönen Kontrast dazu stehen die weißen Blüten, die außerdem durch ihren Duft betören.

Traubenheide Standort

Leucothoe walteri ist kein Sonnenanbeter. Die Pflanze bevorzugt eher halbschattige Standorte, am liebsten sind ihr dabei einige Stunden Morgensonne. Von der gleißenden Mittagssonne möchte sie sich lieber fernhalten. Dennoch braucht sie viel Licht, denn ein zu dunkler Standort wirkt sich negativ auf die Blüte aus und auch die spektakuläre Blattfärbung bleibt bei zu dunklen Standorten auf der Strecke. Man kann kleinwüchsige Arten jedoch beispielsweise als Bodendecker unter Gehölzen und Sträuchern nutzen, um Unkräuter fernzuhalten, muss dann jedoch mit den negativen Auswirkungen des Schattenstandortes leben.

Starke und kalte Winde gehören ebenfalls zu den Witterungsbedingungen, denen die Traubenheide gar nichts abgewinnen kann. Wird sie im Freiland ins Beet gepflanzt, sollte sie daher immer etwas geschützt stehen, damit sie der Witterung im Winter nicht schutzlos ausgeliefert ist.

Gut geeignet ist die Traubenheide für diese Standorte:

  • Teichränder
  • Bodendecker in Beeten
  • Grabbepflanzungen
  • Kübelhaltung auf Balkon oder Terrasse

Wichtig ist es dabei jedoch, ihre Präferenzen bezüglich der Lichtverhältnisse zu beachten, sie nicht in die pralle Sonne zu setzen und ihr ein etwas geschütztes Plätzchen anzubieten.

360°-Video von der Traubenheide (Leucothoe walteri)

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Traubenheide (Leucothoe walteri) Boden

Die Bodenansprüche der Traubenheide ähneln sehr stark denen des Rhododendrons. Die beiden Pflanzen lassen sich daher auch gut kombinieren.

Im Freiland sieht der ideale Boden für die Traubenheide so aus:

  • locker
  • durchlässig
  • frisch bis feucht
  • kalkfrei
  • sauer, mit pH-Werten zwischen 4,5 und 5,5
  • humos

Wird die Traubenmyrte im Kübel kultiviert, dann kann einfache Rhododendronerde verwendet werden. Ist der Boden am geplanten Standort nicht gut geeignet, so sollte er zunächst gründlich aufgelockert werden. Torfmoos, Kompost oder Mist können dabei helfen, den Boden saurer zu machen, bei verdichtetem Lehmboden hilft das jedoch nicht. Hier sollte Schwefel eingesetzt werden, allerdings wirkt dieser nur sehr langsam, so dass mit der Aufbereitung des Bodens schon ein Jahr vor der geplanten Pflanzung begonnen werden sollte.

Traubenheide pflanzen

Beim Pflanzen der Traubenheide (Leucothoe walteri) gibt es nicht allzu viel zu beachten. Je nach Sorte muss der Standort so gewählt werden, dass er auch den Platzansprüchen der Pflanze gerecht wird.

Diese Tipps helfen bei einer erfolgreichen Pflanzung der Traubenheide weiter:

  • die ideale Zeit zum Pflanzen ist das Frühjahr nach den letzten Frösten
  • zwischen dem Kauf und dem Anpflanzen draußen stehen lassen, damit sich die Pflanze an das Klima gewöhnt
  • Erde gut auflockern
  • das Pflanzloch sollte etwa 1,5 mal so breit und tief sein wie der Wurzelballen
  • nach dem Pflanzen mit kalkfreiem Wasser gießen

Beim Pflanzen im Kübel sollte folgendes beachtet werden:

  • nur Pflanzgefäße mit Wasserablauf wählen
  • Rhododendronerde verwenden
  • Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben einsetzen
  • keine Untersetzer oder Übertöpfe ohne Ablaufmöglichkeit verwenden

Pflege der Traubenheide (Leucothoe walteri)

Die Traubenmyrte ist eine recht pflegeleichte Pflanze, die dem Hobbygärtner nur wenig Arbeit verursacht.

Sie verträgt jedoch keine Trockenheit und wenn es nicht genügend regnet, muss hier regelmäßig Hand angelegt werden, um die Traubenheide mit genügend Wasser zu versorgen.

Im Kübel muss sie ebenfalls regelmäßig gegossen werden, die Erde sollte immer feucht gehalten werden. Staunässe ist dabei jedoch unbedingt zu vermeiden.

  • im Kübel regelmäßig gießen und nicht austrocknen lassen
  • überschüssiges Gießwasser gleich abgießen, um Staunässe zu vermeiden
  • im Freiland ebenfalls gießen, wenn nicht genügend Niederschlag fällt
  • zum Gießen muss kalkfreies Wasser verwendet werden
  • eine Mulchschicht hilft, ein zu schnelles Austrocknen der Erde zu verhindern
  • am besten eignen sich Rindenmulch oder Torf zum Mulchen

Des Weiteren ist es wichtig darauf zu achten, dass der pH-Wert des Bodens erhalten bleibt, da die Traubenheide nur in saurem Boden wirklich gut gedeiht. Torf ist gut geeignet, um den Boden für die Pflanze zu verbessern und manche Hobbygärtner schwören darauf, die Reste von sauren Obst- und Gemüsesorten wie beispielswese Apfelschalen am Standort der Traubenheide zu verteilen, um dem Boden zusätzliche Säure zuzuführen.

Eine Düngung ist in den meisten Fällen nicht erforderlich, vor allem dann nicht, wenn der Boden gemulcht wird. Über die Mulchschicht erhalten die Pflanzen alle wichtigen Nähstoffe, und ein zusätzlicher Dünger ist wirklich nur an sehr nährstoffarmen Standorten erforderlich. Wenn jedoch eine Düngung erfolgen soll, eignet sich am besten ein Rhododendron-Dünger.

Mehr Pflege ist für die anspruchslose Traubenheide nicht notwendig. Sollte sie trotz eines geeigneten Standortes und ausreichender Wassergaben nur spärlich wachsen und bringt auch eine Düngung keinen Erfolg, kann der Hobbygärtner jedoch versuchen, ihr einen Windschutz zur Verfügung zu stellen, denn zu viel Wind kann das Wachstum durchaus beeinträchtigen.

Traubenheide schneiden

Auch beim Schneiden ist die Traubenmyrte anspruchslos und pflegeleicht. Ein jährlicher Rückschnitt ist nämlich nicht unbedingt erforderlich, und wer der Natur lieber freien Lauf lässt, der kann das guten Gewissens tun, ohne der Pflanze damit zu schaden. Wird die Traubenheide jedoch zu groß oder nehmen ihre Ausläufer unerwünschte Ausmaße an, so ist es jederzeit möglich, die Pflanze zurückzuschneiden.

Wer einen kompletten Rückschnitt vornehmen möchte, sollte das nach der Blüte tun. Darüber hinaus ist es bei großen und buschigen Exemplaren auch ohne weiteres möglich, sie auszulichten, damit auch die unteren Teile der Pflanze genügend Licht bekommen. Gärtnerisch notwendig sind all diese Schnittmaßnahmen jedoch nicht.

Wer es gern ordentlich hat im Garten, der wird dennoch von Zeit zu Zeit einen Formschnitt vornehmen und ein durchaus positiver Effekt des Rückschnittes älterer Zweige ist der, dass an den neuen Trieben hellere Blätter nachwachsen, was zu schönen Farbspielen führt.

Traubenheide Vermehrung

Leucothoe walteri lässt sich am besten über Stecklinge oder Aussaat vermehren. Da die Traubenheide dazu neigt, sich über Ausläufer selbst zu vermehren, befinden sich meist halbverholzte, schon leicht bewurzelte Triebe an der Pflanze. Sie werden abgetrennt, in Anzuchterde gesteckt und gut feucht gehalten. Der ideale Zeitpunkt dafür liegt im Sommer. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten die angewachsenen Jungpflanzen im Haus überwintert werden und im kommenden Frühjahr ausgepflanzt werden.

Gartenbista-Tipp: Sämlinge sollten ebenfalls im Haus vorgezogen und bei entsprechender Größe ausgepflanzt werden.

Traubenheide überwintern

Die Traubenheide ist oft nur mäßig winterhart und als Faustregel lässt sich sagen, je bunter die Blätter, desto frostempfindlicher ist die Pflanze.

In den meiste Fällen braucht Leucothoe walteri daher einen Winterschutz, um einen deutschen Winter im Freiland zu überstehen.

So sollte die Traubenheide im Winter geschützt werden:

  • noch vor dem Frost muss die Pflanze im Freiland geschützt werden
  • als Winterschutz bieten sich Laub, Stroh oder Reisig an
  • die Traubenheide sollte mit einer etwa 5 bis 6 cm hohen Schicht bedeckt werden
  • ist der Standort der Traubenheide im Winter sonnig, weil die Belaubung der umgebenden Bäume fehlt, braucht die Pflanze einen Sonnenschutz, beispielsweise in Form eines Schattierungsnetzes
  • Alternativ kann auch ein Gartenvlies verwendet werden, um die Pflanze vor Frost und Wintersonne zu schützen
  • vor allem junge Pflanzen im ersten Jahr brauchen einen guten Winterschutz

Wird die Traubenheide im Kübel kultiviert, bevorzugt sie einen frostfreien Platz im Winterquartier. Kann dieser aus Platzmangel nicht zur Verfügung gestellt werden, muss der Wurzelballen im Kübel vor dem Durchfrieren geschützt werden. Dazu wird das Pflanzgefäß in Folie, Jute oder Vlies gehüllt und auf einem Holz- oder Styroporblock an einen geschützten Ort gestellt, an dem die Pflanze weder kaltem Wind noch der Wintersonne ausgesetzt ist.

Gartenbista-Tipp: An frostfreien Tagen muss die Traubenheide im Beet und im Kübel etwas gegossen werden.

Traubenheide: Krankheiten und Schädlinge

Gegen Krankheiten und Schädlinge ist die robuste Traubenmyrte weitgehend immun. Schäden drohen ihr jedoch von einem zu hohen pH-Wert im Boden, der zu blassem und kränklichem Laub und kümmerlichen Blüten führt. Hier hilft nur das Umsetzen an einen geeigneteren Standort oder ein Aufbereiten des Bodens.

Außerdem können ihr schnelle Temperaturwechsel im Winter sehr zu schaffen machen, weshalb sie immer mit einem guten Winterschutz ausgestattet sein sollte.

Traubenheide – robust, pflegeleicht und schön anzusehen

Wer eine robuste, immergrüne Pflanze sucht, sei es als Bodendecker, als Grabbepflanzung, als Einzelstrauch oder als Kübelpflanze für Balkon und Terrasse, der trifft mit der Traubenheide garantiert eine gute Wahl.

Nicht nur während der frühsommerlichen Blütezeit sorgt die Traubenheide für einen schönen Anblick, auch ihre bunt gefärbten Blätter und die oft spektakuläre Herbstfärbung machen sie zu einem echten Hingucker, der auch im Winter noch Farbe ins Beet bringt.

Sie ist außerdem pflegeleicht, verlangt dem Hobbygärtner nicht zu viel ab und ist auch für Gartenarbeitsmuffel, die sich von den Pflanzen lieber begeistern lassen als an ihnen zu arbeiten, sehr gut geeignet.


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