Tränendes Herz Pflege, Standort, Aussaat & Vermehrung

Tränendes HerzPflanzen besitzen gelegentlich eine gewisse Symbolik: Sonnenblumen vermitteln Freude; Lilien wirken edel, Rosen ebenfalls; Stiefmütterchen haben den Ruf, bescheiden zu sein. Das Tränende Herz hat seinen Namen nicht von ungefähr: seine Blüten sind herzförmig und es scheint, als trete aus ihnen eine Träne hervor. Somit vereinigt das Tränende Herz gleich mehrere dieser Symboliken in sich: zum einen wird diese Staude als eine Pflanze der Liebe angesehen, zum anderen als eine Pflanze der Trauer. Nicht zuletzt deshalb ist das Tränende Herz nicht nur in heimischen Gärten, sondern häufig auch auf Friedhöfen anzutreffen…

Tränendes Herz – Steckbrief von Gartenbista:

Tränendes Herz Standort: Halbschattig

Das tränende Herz bevorzugt einen halbschattigen Standort oder einen solchen, auf den nur gelegentlich ein paar Sonnenstrahlen fallen, beispielsweise unter Bäumen. Keinesfalls darf die 50 – 90 cm hohe Staude in der vollen Sonne stehen; dies verträgt sie ganz und gar nicht.

Das Tränende Herz ist eine ausgesprochen anspruchslose und genügsame Pflanze, die auch keine besonderen Vorlieben bezüglich ihrer Bodenverhältnisse hat. Optimal ist es allerdings, wenn ihr ein humoser Boden zuteilwird.

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In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie das Tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis) aussieht.

360°-Video von dem tränenden Herz (Lamprocapnos spectabilis)- Gartenbista-Videostudio, gedreht im Mai

Tränendes Herz Aussaat: sehr gut möglich ab Dezember

Das Tränende Herz kann recht gut ausgesät werden. Im Spätsommer bilden sich aus den abgeblühten Blüten Samen, welche getrocknet und an einem geschützten Ort gelagert werden sollten. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, entsprechendes Saatgut beim Fachhändler zu erwerben.

Ab Dezember kann mit der Tränenden Herz Aussaat begonnen werden. Optimal ist die Aussaat bis Februar, da so die Jungpflanzen genügend Zeit haben, sich zu entwickeln.

Der Samen wird in mit Erde gefüllte Blumentöpfe oder Schalen gelegt und nur leicht mit Erde bedeckt. In der Folgezeit ist es wichtig, dass die Erde niemals komplett austrocknet.

Die Anzuchttöpfe sollten so lange an einem warmen Ort, beispielsweise auf einer Fensterbank, stehen, bis sich die ersten Blätter zeigen. Dann werden die jungen Tränenden Herzen an einen kühleren Ort gebracht.

Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) können die Jungpflanzen ins Freiland gepflanzt werden. es ist allerdings empfehlenswert, bereits im Vorfeld die Pflanzen an ein Leben im Garten zu gewöhnen, indem sie tagsüber an einen geschützten Ort im Garten gebracht und abends wieder ins Haus geholt werden.

Tränendes Herz pflanzen im Frühjahr

Die beste Pflanzzeit für das Tränende Herz ist das Frühjahr. Vor dem Einpflanzen sollte etwas Kompost in die Erde eingearbeitet werden, um den Nährstoffansprüchen der Staude gerecht zu werden. Sollen mehrere Tränende Herzen gepflanzt werden, so sollte ein Abstand von 40 – 60 cm zwischen den einzelnen Pflanzen eingehalten werden, damit sie sich optimal ausbreiten können.

 

Tränendes Herz: Pflege – Tipps

  • Blütenstände entfernen: Verblühte Blütenstände regelmäßig entfernen, wenn keine Samenbildung gewünscht sein sollte. So können sich immer wieder neue Blüten bilden; monatelang (Mai bis August).
  • Bodentipps: Der Boden, in welchem die Stauden gepflanzt sind, darf niemals austrocknen; eine völlige Austrocknung schadet dem Tränenden Herz so sehr, dass es eingehen kann.
  • Laub: Nach der Blühphase nicht das Laub abschneiden: das Tränende Herz zieht es eigenständig komplett ein!
  • Nicht zu sonnig: Steht das Tränende Herz zu sonnig, kann es zu einem starken Blattlausbefall kommen.

Tränendes Herz: Vermehrung durch Stecklinge und Teilung

Das Tränende Herz lässt sich sowohl durch Stecklinge als auch durch Teilung des Wurzelballens vermehren. Nach der Blüte werden circa 15 cm lange Stecklinge abgeschnitten und in ein Wasserglas zur Bewurzelung gesteckt. Wenn sich genügend Wurzeln gebildet haben, kann das kleine Tränende Herz ins Freiland gepflanzt werden.

Die Teilung des Wurzelballens erfolgt am besten ebenfalls nach der Blüte: die Wurzel wird ausgegraben und mit einem Spaten geteilt. Beide somit neu entstandenen Tränenden Herzen werden nun umgehend wieder in die Erde gesetzt.

 Tränendes Herz: Schädlinge, Krankheiten

Das Tränende Herz ist eine ausgesprochen robuste Pflanze, die weitestgehend resistent gegenüber Krankheiten und Schädlingen ist. Lediglich Standort- und Pflegefehler können der Staude ein wenig zusetzen…

Hineweis: Das Tränende Herz ist giftig; es kann bei Berührung der Pflanze zu Kontaktallergien kommen!

Graphik: © Frank Waßerführer- Fotolia.com


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