Sind Thuja giftig für Hunde, Katzen oder Menschen?

Thuja
Thuja

Der Lebensbaum ist wohl eines der pflegeleichtesten und anspruchslosesten Gehölze, die in heimischen Gärten kultiviert werden können. Bevor er jedoch gepflanzt wird, sollte man sich mit der Frage beschäftigen, ob Thuja giftig sind oder nicht. Besonders Tierhalter sollten vorsichtig sein.

Allgemeine Informationen über Thuja

Bei Thuja, auch Lebensbaum genannt, handelt es sich um eine Pflanzengattung aus der Familie der Zypressengewächse, innerhalb derer sie mit fünf verschiedenen Arten vertreten ist. Sie wachsen als immergrüne Sträucher oder Bäume und gelten als sehr pflegeleicht und schnittverträglich. Sehr gut können sie als Hecke kultiviert werden, was viele Gartenbesitzer hierzulande auch machen.

Giftstoffe und Symptome

Dekorativ, aber giftig
Dekorativ, aber giftig

Zerreibt man ein schuppenförmiges Blatt zwischen den Fingern, so wird sich schnell ein markanter, intensiver Geruch bemerkbar machen. Dieser stammt von den vielen ätherischen Ölen, die in den Pflanzenteilen enthalten sind:

  • Campher
  • Flavonoide
  • Gerbstoffe
  • Terpineole
  • Thujone

Bei empfindlichen Personen kann bereits der Kontakt mit dem Pflanzensaft allergische Reaktionen sowie Hautreizungen hervorrufen. Werden Teile des Gehölzes verzehrt, kommt es zu Vergiftungserscheinungen:

  • Erbrechen
  • Krämpfe
  • Lähmungen
  • Leberschäden
  • Nierenschäden
  • Schleimhautreizungen
  • Übelkeit
  • Verdauungsstörungen

Vorsicht: Im schlimmsten Fall führt der Verzehr von Thuja zum Tode!

Thuja giftig für Menschen

Sämtliche Pflanzenteile der Thuja sind giftig für Menschen. Besonders Schwangere sollten tunlichst vermeiden, mit dem Saft in Berührung zu kommen oder gar etwas davon zu verzehren: eine Fehlgeburt kann die Folge sein.

Kinder/Baby

Als stark gefährdet werden Kinder abgesehen, da es passieren kann, dass sie Teile der Thuja essen.

Giftigkeit für Tiere?

Nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere ist Thuja giftig. Als verantwortungsvoller Tierhalter sollte man es sich gründlich überlegen, ob man tatsächlich Lebensbäume in seinem garten kultivieren möchte. Es gibt genügend Alternativen, die ebenso dekorativ und pflegeleicht sind, ohne dass von ihnen eine gesundheitliche Gefahr für tierische Mitbewohner ausgeht.

Grundsätzlich gilt: sollte ein Haustier an einer Thuja geknabbert oder gar Teile von ihr verzehrt haben, ist umgehend ein Tierarzt aufzusuchen!

Hunde?

Für Hunde sind Thuja giftig
Für Hunde sind Thuja giftig

Viele Hunde fühlen sich von dem intensiven Geruch der Thuja abgeschreckt und meiden sie deswegen. Verlassen kann man sich darauf jedoch nicht. Es gibt immer wieder Hunde, die mit Freude an Trieben und Zweigen des Lebensbaumes knabbern – oftmals mit tödlichen Folgen, denn auch für Hunde ist die Thuja stark giftig.

Katzen?

Auch Katzen sind häufig schlau genug, einen Bogen um die Thuja zu machen. Häufig – aber halt nicht immer. Der Verzehr von Pflanzenteilen führt bei ihnen zu denselben Vergiftungserscheinungen wie bei Menschen und kann ebenso tödlich enden.

Nager?

Während für Meerschweinchen und Hamster die Thuja als giftig angesehen wird, können Hasen kleine Mengen der Pflanzenteile unbesorgt verzehren. Dennoch sollten keinesfalls Lebensbäume in der Nähe eines Kaninchengeheges gepflanzt werden.

Thuja giftig für Pferde?

Pferde und andere Weidetiere vertragen ebenfalls die Inhaltsstoffe der Lebensbäume nicht. Um sie zu schützen, sollten keine Thuja in der Nähe von Weiden gepflanzt werden.

Tipps im Umgang mit Thuja

  • Körperteile bedecken!
    Körperteile bedecken!

    Im Umgang mit dem Lebensbaum sollten Hände und Arme geschützt werden, um Kontakt mit dem austretenden Pflanzensaft zu vermeiden. Dies ist besonders beim Schneiden notwendig. Gegebenenfalls ist auch das Tragen eines Gesichtsschutzes sinnvoll.

  • Beim Häckseln sollte eine Atemmaske getragen werden, um allergische Reaktionen zu verhindern.

 

 

Symbolgraphiken: © alinakho – stock.adobe.com; LioTiu – stock.adobe.com; branislav – stock.adobe.com; Leonardo Franko – stock.adobe.com


, Kategorie: Pflanzen

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