Teppich-Garbe (Achillea tomentosa) – Pflege & Standort

Teppich-Garbe richtig pflegen.
Teppich-Garbe richtig pflegen.

Eine interessante Variante der Gartenkunst kann der Steingarten sein. Ein schöner Bewohner von Steingärten ist die Teppich-Garbe, die aber auch als Kübelpflanze begeistert. Als Bodendecker erreicht die Pflanze maximal eine Höhe von 30 cm.

 

Teppich-Garbe (Achillea tomentosa) – Steckbrief von Gartenbista:

  • Blütezeit: Juni und Juli
  • Standort: sonnig
  • Boden: trocken, frisch, durchlässig, nährstoffarm
  • Pflanzzeit: März bis Oktober
  • Pflanzen: im Steingarten, im Kübel und als Dachbepflanzung oder Bodendecker
  • Boden/ Erde: nährstoffarm, trocken, frisch und durchlässig
  • Pflanzabstand: 15 – 30 cm
  • Kübelhaltung: möglich
  • Vermehrung: Pflanzenteilung in der Ruhephase
  • Aussaatzeit: zu jeder Zeit
  • Gießen: gleichmäßige Feuchtigkeit, zu viel Nässe vermeiden, da sonst Fäulnis droht
  • Düngen: nur geringe Zufuhr von Nährstoffen notwendig
  • Blütenpflege: verblühte Blüten sollten schnell entfernt werden
  • Schneiden: kranke und verblühte Pflanzenteile sollten nach der Blüte entfernt werden
  • Überwinterung: die Pflanze verträgt Frost bis -36 Grad und kann im Garten bleiben
  • Pflanzenhöhe/-größe: 15 bis 30 cm
  • Wachstum: Aussaat bis Topfen maximal 16 Wochen
  • Giftig: nicht bekannt
  • Heilwirkung: in der Antike äußerlich zur Wundheilung verwendet
  • Krankheiten: echter Mehltau
  • Gelbe / braune Blätter: sollten schnell entfernt werden
  • Schädlinge: Blattläuse

Allgemeine Infos über die Teppich-Garbe

Die Teppich-Garbe kommt ursprünglich aus Südeuropa und ist heute im Garten als Bodendecker beliebt. Hier begeistert die Farbkombination aus grünem Laub und goldgelben Blüten. Sie wird im Garten eine extreme Frosthärte von bis zu -35 Grad beweisen und zeigt sich bei der Blattfarbe in einem Dunkelgrün und bei der Blütenfarbe in einem kräftigen Goldgelb.

Eine Pflanze wie die Teppich-Garbe überzeugt im Garten durch ihre anspruchslose Art, wobei der Gärtner nur darauf achten muss, dass die Achillea tomentosa nicht zu feucht ist. Dazu kommt der Vorteil, dass dieser Bodendecker das ganze Jahr im Garten bleiben kann, da die Teppich-Garbe selbst bei -36 Grad den Winter schadlos überstehen wird.

Bienen lieben die kleine Staude und wer im Juni und Juli seinen Garten betritt, der wird überrascht sein, wie farbenfroh kleine Bodendecker sein können. Als Korbblütler kann die Staude dazu beitragen, dass schmucklose Ecken und andere Bereiche im Garten zu einem tolle Hingucker werden. Für Gärtner mit einer Imkerei einfach ideal und die passende Pflanze für alle, die sich einen pflegeleichten Garten wünschen.

360°-Video von der Teppich-Garbe (Achillea tomentosa)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die Teppich-Garbe (Achillea tomentosa)aussieht.

360°-Video von der Teppich-Garbe (Achillea tomentosa)- Gartenbista-Videostudio, gedreht im Juni

Standort

Da die Teppich-Garbe ursprünglich aus Südeuropa kommt, ist sie warme Temperaturen gewohnt und möchte im Garten einen sonnigen Standort haben. Sollen mehrere Pflanzen eingesetzt werden, dann muss der Standort eine ausreichende Größe haben, denn der Pflanzenabstand muss 15 bis 30 cm betragen.

Besitzt der Standort einen normalen Gartenboden, dann können hier die Teppich-Garben bestens gedeihen. Bei der Wahl des Standorts muss darauf geachtet werden, dass hier der Boden nicht zu feucht ist, weil dies ein Nachteil für die Achillea tomentosa ist.

Es ist darauf zu achten, dass die Teppich-Garbe im Garten nicht unmittelbare Nachbarn hat, die so stark wachsen und der Pflanze hierdurch ihren sonnigen Platz streitig machen. In diesem Fall müssen die benachbarten Pflanzen so beschnitten werden, dass die Achillea tomentosa weiterhin einen sehr sonnigen Standort hat.

Generell ist beim Standort auf die Nachbarschaft zu achten, denn Pflanzen wie:

  • Stachelbeeren
  • Rosen
  • Astern
  • Möhren
  • Gurken

sollten nicht direkt neben den Teppich-Garben wachsen.

Dies sollte beachtet werden, denn diese Pflanzen können dafür sorgen, dass bei der Teppich-Garbe ein erhöhtes Risiko zu einem Befall mit echtem Mehltau vorliegen kann. Auch Plätze wie an Flussläufen oder einem Teich sollte man lieber meiden, denn hier kann es vorkommen, dass sich die Nässe im Boden staut und dies könnte zu Fäulnis bei der Achillea tomentosa führen.

Teppich-Garbe Bilder Galerie

Boden

Die Teppich-Garbe stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden, wobei nur eins wirklich vermieden werden sollte, denn große Nässe kann die Pflanze nicht vertragen. Normale Gartenerde ist bestens geeignet, denn die Teppich-Garbe muss nicht mit vielen Nährstoffen aus dem Boden versorgt werden. Durchlässig sollte die Erde sein und auch frische Gartenerde ist wichtig, damit die Teppich-Garbe die idealen Bedingungen für ein gutes Wachstum hat.

Pflanzen

Hat man einen trockenen und sonnigen Platz im Garten, dann ist die Teppich-Garbe als farbenfroher Bodendecker ideal. Eine besondere Variante ist die Nutzung als Dachbepflanzung, sodass eine ganz extravagante Hausgestaltung möglich ist.

Gartenbista-Tipp: Gerne wird die Teppich-Garbe aufgrund ihrer robusten Art im Steingarten verwendet.

Aber auch für den Balkon, die Dachterrasse oder die Terrasse im Garten kann die Teppich-Garbe sich lohnen, denn diese Pflanze lässt sich auch perfekt in einem Pflanzkübel anpflanzen.

Als Gräberschmuck, für Seitenbepflanzung an einem Weg oder als grüne Bepflanzung rund um ein Blumenbeet, die Teppich-Garben sind fast überall ein schöner Anblick, wenn der Standort nur sonnig ist. Wird die Teppich-Garbe als Saat gekauft, dann muss der Gärtner maximal 16 Wochen warten, bis er die fertige Pflanze in den Garten pflanzen kann.

Vorher bedarf es 3 Wochen von der Aussaat bis zur Keimung, danach ist die Keimung bis zum Pikieren ist in 5 Wochen geschafft. Für die Zeit vom Pikieren bis zum Topfen können noch einmal maximal 8 Wochen eingeplant werden. Bei 20 Grad Temperatur und wenig Feuchtigkeit kann die Aufzucht der Pflanzen bestens gelingen.

Pflegen

Teppich-Garbe mit gelben Blüten.
Teppich-Garbe mit gelben Blüten.

Eine anspruchslose Pflanze wie die Teppich-Garbe gedeiht auch mit sehr wenig Pflege und ist deshalb ideal für alle, die sich das erste Mal als Gärtner versuchen wollen. Selbst auf nährstoffarmen Böden kann die Teppich-Garbe bestens gedeihen und macht sich so unentbehrlich für alle Gärtner, die nur wenig Zeit für die Pflege des eigenen Gartens haben.

Bei der Pflege muss der Gärtner allerdings darauf achten, dass beim Gießen der Boden nicht zu viel Feuchtigkeit erhält. Dies kann zu Fäulnis führen und zum Verlust der Pflanze. Die Anspruchslosigkeit der Pflanze zeigt sich ebenfalls bei der Düngung, denn diese braucht nur sehr gering sein. Organische Düngemittel sind hierbei beliebt, aber genauso kann die Nutzung von Kompost für die Teppich-Garben von Nutzen sein.

Schneiden

Natürlich sollte der Gärtner bei dieser blühenden Pflanze in der Blütenzeit darauf achten, dass verblühte Blüten entfernt werden. Und ist die Blütezeit vorbei, dann sollten alle verblühten Pflanzenteile komplett abgeschnitten sein. Jetzt sollte der Gärtner darauf achten, ob sich irgendwo erkrankte Pflanzenteile zeigen und diese müssen auch sehr großzügig entfernt werden.

Die Kontrolle sollte nicht vergessen werden, denn nur so kann es gelingen, dass die Pflanze den nächsten kalten Winter übersteht. Ist ein langer sehr heißer Sommer, dann sollte darauf geachtet werden, ob eine Krankheit wie der echte Mehltau auftritt. Sind die typischen Symptome wie braune Blätter oder vertrocknete Blüten zu sehen, dann sollten alle befallenen Pflanzenteile sofort entfernt werden. Wer danach die Krankheit bekämpft, der kann einen Verlust der Pflanze vermeiden.

Vermehrung

Wer seine Teppich-Garbe gerne vermehren will, der muss auf die Ruhephase der Pflanze warten. Jetzt ist es möglich durch Teilung im besten Fall gleich mehrere Pflanzen zu erhalten. Hierbei sollte man auf die Größe der Staude achten und diese bei einer stattlichen Größe einfach ausgraben. Nun kann die Pflanze in zwei Teile zerteilt werden. Bei einer großen Staude können es aber auch mehrere Teile sein. Danach die Pflanzenteile einfach einpflanzen und sie erhalten gesunde und starke neue Pflanzen.

Gartenbista-Tipp: Der Fachmann empfiehlt eine Teilung alle 2 bis 3 Jahre.

In dieser Zeit kann die Pflanze so groß und stark werden, dass eine Teilung möglich ist und sich auch lohnt. Beim Teilen sollten schwache Triebe und Wurzeln gleich entfernt werden, damit nur gesunde und starke Pflanzenteile zum Einpflanzen bereitliegen. So können aus einer Pflanze gleich mehrere neue Pflanzen entstehen. Nur kranke und geschädigte Pflanzen müssen neu gekauft werden, wenn aufgrund einer fortgeschrittenen Schädigung eine Teilung nicht mehr möglich ist.

Überwintern

Teppich-Garbe richtig überwintern.
Teppich-Garbe richtig überwintern.

Eine Teppich-Garbe kann einfach im Garten bleiben, denn in unseren Regionen wird der Winter niemals so kalt, dass die Temperaturen auf mehr als -36 Grad fallen. Sollte das Thermometer doch noch tiefer fallen, dann kann dies Schäden an der Pflanze hervorrufen. So kann es vorkommen, dass die Teppich-Garbe abstirbt und durch eine neue Pflanze ersetzt werden muss, wenn die Temperaturen wieder gestiegen sind.

Vor dem Winter sollte die Pflanze beschnitten werden, damit alle geschädigten Bestandteile der Teppich-Garbe entfernt sind und nur starke und gesunde Pflanzen den Winter im Garten erleben müssen. Ist der Winter aber sehr feucht und nass, dann sollte die Teppich-Garben vor der Nässe geschützt werden, damit es nicht zur Fäulnis kommen wird.

Krankheiten und Schädlinge

Eine pflegeleichte und widerstandsfähige Pflanze wie die Teppich-Garbe hat nur wenige Schädlinge aus Feinde. So können Blattläuse der Pflanze schaden und sieht man diese auf den Blättern, dann sollten Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Bei den Krankheiten ist echter Mehltau zu nennen, der bei der Teppich-Garbe große Schäden hervorrufen wird.

Wird der Boden für die Teppich-Garben zu nass, dann wird dies zu Fäulnis führen. Für Schädlinge wie Blattläuse kann es nützlich sein, sich den Hausmitteln zuzuwenden, wobei ein Mix aus Milch und Wasser gerne verwendet wird. In der Mischung 1:2 auf die Pflanzen gesprüht soll die Blattläuse schnell verschwinden lassen.

Eine Pilzerkrankung wie den echten Mehltau kann der Gärtner bei der Teppich-Garbe an braunen Blättern und vertrockneten Blüten erkennen. Hier kommt wieder eine Mischung aus Milch und Wasser zum Einsatz, wobei hier die Mischung 1:8 betragen sollte.

Als Vorbeugung sollte man beim Pflanzen der Teppich-Garben darauf achten, dass als unmittelbare Nachbarn nicht Stachelbeeren, Möhren, Gurken, Astern oder Rosen zu finden sind. Generell müssen alle befallenen Stellen einer Pflanze sofort entfernt werden, damit ein Ausbreiten der Krankheit vermieden wird und die Teppich-Garbe nicht vollkommen entfernt werden muss.

Symbolgrafiken: © arinahabich, Andrii, skymoon13 – Fotolia.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst unter Pseudonym kommentieren. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.