Wissenswertes über die Sumpfdotterblume

Sumpfdotterblume
Sumpfdotterblume

Überall dort, wo feuchte Standorte gegeben sind, wächst die Sumpfdotterblume: an Gewässerrändern, auf Sumpfwiesen sowie in Auwäldern. Die kleine, gelb blühende Pflanze kann jedoch auch sehr gut in heimischen Gärten kultiviert werden – vorausgesetzt, es ist ein passendes Plätzchen vorhanden.

Sumpfdotterblume – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Blütezeit: April bis Mai, gelegentlich Zweitblüte im Spätsommer
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden/Substrat: feucht, humos
  • Pflanzzeit: Frühjahr oder Herbst
  • Vermehrung: Samen, Ausläufer, Teilung
  • Aussaatzeit: Sommer und Herbst
  • Gießen: nur, wenn die Pflanze im Beet steht
  • Düngen: nein
  • Schneiden: im Januar/Februar bodennah; nach der Blüte verwelkte Pflanzenteile entfernen
  • Überwinterung: winterhart bis -45°C
  • Pflanzenhöhe/-größe: 15 – 30 cm
  • Giftig: ja
  • Heilwirkung: harntreibend (wird jedoch kaum verwendet)
  • Krankheiten und Schädlinge: Rostpilz, Mehltau

Sumpfdotterblume Standort

Damit sich das kleine Hahnenfußgewächs optimal entwickeln kann, benötigt es einen sonnigen Standort. Notfalls nimmt es auch mit einem Plätzchen im Halbschatten vorlieb. Dunkle oder schattige Standorte sind jedoch absolut ungeeignet, da die Pflanze dort weder eine schöne Wuchsform erreicht noch Blüten bilden wird.

Ideal ist eine Pflanzung am Rand eines Gewässers, wenn die Wurzeln im Wasser stehen. Der Wasserstand kann dabei ruhig schwanken, jedoch sollte die Sumpfdotterblume niemals tiefer als 10 cm im Wasser stehen.

Gartenbista-Tipp: Sofern ein Gartenbeet feucht und humos ist, kann die kleine Pflanze auch dort kultiviert werden.

Sumpfdotterblume richtig pflanzen

Gepflanzt wird im Frühjahr oder Herbst. Wird sie an einen Fischteich gepflanzt, ist es empfehlenswert, die Sumpfdotterblume in einem Pflanzkorb zu pflanzen. Sie neigt zwar nicht zum Wuchern, jedoch können ihre Rhizome durch Fische beschädigt werden.

  • Im Abstand von 25 cm Löcher graben
  • Idealerweise 3 – 5 Löcher nebeneinandersetzen
  • Im Beet Kompost, Humus oder Hornspäne in die Erde einarbeiten
  • Sumpfdotterblumen einsetzen
  • Gründlich gießen, sofern sie im Beet kultiviert wird
  • Im Wasser keinesfalls düngen!

Übrigens: Auch eine Kübelhaltung ist möglich, sofern das Pflanzgefäß mit schlammiger Erde gefüllt und regelmäßig gegossen wird.

Pflege

Die kleine Sumpfdotterblume gedeiht ohne großen Aufwand seitens ihres Besitzers. Lediglich in jenen Fällen, in denen sie nicht am Gewässerrand, sondern im Beet kultiviert wird, ist etwas mehr Arbeit notwendig.

Gießen

Steht die Sumpfdotterblume in einem Beet, so muss sie so regelmäßig gegossen werden, dass der Boden immer feucht ist. Optimal ist es, abwechseln Regen- und Leitungswasser zu verabreichen.

Düngen

Wird bei der Pflanzung gleich Dünger in die Erde eingearbeitet, so sind keine weiteren Düngegaben notwendig. Bei der Kultivierung im Wasser werden keine zusätzlichen Nährstoffe verabreicht.

Schneiden?

Im Februar wird das Laub bodennah abgeschnitten. Früher sollte dies nicht geschehen da es der Pflanze als Winterschutz dient. Werden verblühte Blüten abgeschnitten, so fördert dies eine zweite Blüte im Spätsommer.

Achtung: Aufgrund der Giftigkeit sollten im Umgang mit der Sumpfdotterblume grundsätzlich Handschuhe getragen werden!

Sumpfdotterblume überwintern

Das gelb blühende Hahnenfußgewächs ist absolut winterhart und benötigt keinerlei Hilfe, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Im Herbst ziehen die Pflanzen ihre oberirischen Teile ein, so dass weitestgehend nur das Rhizom übrigbleibt. Als Hobbygärtner sollte man jedoch das Laub bis zum folgenden Februar stehenlassen.

Krankheiten & Schädlinge

  • Rostpilz Puccinia calthae: Dieser Pilz ist die häufigste Krankheitsursache bei Sumpfdotterblumen. Er äußert sich an gelben und braunen Rostflecken und Pusteln, die nestförmig auf den Blattoberseiten zu finden sind. Sobald sich derartige Symptome zeigen, müssen die betroffenen Pflanzenteile umgehend entfernt und entsorgt werden (nicht auf dem Kompost!). Nur so ist es möglich, eine Ausbreitung des Pilzes zu verhindern. Sind Pflanzen betroffen, die an Gewässerrändern stehen, so sollten sie ebenfalls entsorgt werden. Im Beet hingegen können sie mit speziellen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden.
  • Mehltau äußert sich darin, dass die Pflanzenteile mit einer mehligen Schicht überzogen sind. Auch in diesem Fall werden die betroffenen Pflanzenteile entfernt und entsorgt.

Schädlinge sind auf den kleinen Hahnenfußgewächsen so gut wie gar nicht anzutreffen.

 

Symbolgraphiken: © Imken – Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

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