Sukkulenten pflanzen, pflegen und vermehren

Sukkulenten
Sukkulenten

Die kleinen Gewächse sind nicht nur dekorativ, sondern auch anspruchslos und pflegeleicht. Damit sie unbeschwert gedeihen können, sollten jedoch beim Sukkulenten Pflanzen einige Kriterien beachtet werden. Der richtige Standort ist dabei genauso wichtig wie die Wahl des Pflanzgefäßes und Substrats.

Allgemeine Informationen über das Sukkulenten Pflanzen

Es gibt nicht viele Gewächse, die derart anspruchslos sind wie die Sukkulenten. Mit einem Minimum an pflegerischem Aufwand erstrahlen sie in ihrer teilweise bizarren Schönheit. Dies ist jedoch nur möglich, wenn bereits beim Pflanzen auf die bescheidenen Bedürfnisse eingegangen wird.

Beliebte Sorten

Generell werden Sukkulenten in drei verschiedene Kategorien zusammengefasst:

  • Blattsukkulenten
  • Stammsukkulenten
  • Wurzelsukkulenten
Sukkulenten bereit zum Pflanzen
Sukkulenten bereit zum Pflanzen

Sie unterscheiden sich nicht nur in Größe und Form, sondern können hängend sein oder Blüten bilden. Des Weiteren gibt es welche, die nur als Zimmerpflanze kultiviert werden können, winterharte Sorten sowie Sukkulenten fürs Freiland, die jedoch nicht winterhart sind. Zu den beliebtesten Sorten gehören:

  • Aloe
  • Echeveria
  • Fetthenne
  • Flammendes Käthchen
  • Geldbaum
  • Hängendes Kreuzkraut
  • Hauswurz
  • Stauden-Mittagsblume
  • Weihnachtskaktus
  • Wüstenrose

Übrigens: Auch die beliebten Kakteen sind Sukkulenten!

Sukkulenten pflanzen – Vorbereitung

Es ist eigentlich selbstverständlich, dass man sich bereits vor dem Pflanzen damit vertraut macht, welche Ansprüche die betreffende Sukkulente hat. So sollten Zimmerpflanzen nicht in ein Beet gepflanzt werden, während winterharte Gewächse lieber im Freien gedeihen als im heimischen Wohnzimmer.

Standort

Sukkulenten benötigen einen hellen und sonnigen Standort, um sich rundherum wohl zu fühlen. Auch Wärme lieben sie, jedoch sind sie diesbezüglich bescheiden: werden sie in Wohnräumen kultiviert, genügen ihnen normale Zimmertemperaturen.

Achtung: Blattkakteen bevorzugen einen warmen, jedoch halbschattigen Standort.

Substrat

Die kleinen Gewächse brauchen ein Substrat, welches

  • durchlässig,
  • leicht sauer und
  • mager

ist. Handelsübliche Kakteenerde erfüllt diese Kriterien und kann deswegen sehr gut verwendet werden. Alternativ kann ein passendes Substrat auch selbst zusammengemischt werden. Hierfür werden 50 % Humus sowie 50 % Blähton, Lavagranulat oder Quarzsand gemischt.

Sollen die Sukkulenten ins Beet gepflanzt werden, so ist es auch dort unabdingbar, dass die Erde durchlässig und locker ist. Um dies zu gewährleisten, wird der Aushub mit Lavagranulat oder Quarzsand vermischt. Zudem ist es sinnvoll, in die Pflanzlöcher eine Drainage aus Kies zu legen.

Pflanzgefäße

Dekorative Pflanzgefäße
Dekorative Pflanzgefäße

Unerheblich, ob die Sukkulenten Pflanzen im Freien oder Haus kultiviert werden: die Pflanzgefäße müssen unten Löcher haben, durch die überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Außerdem ist auch hierbei eine Drainage zu empfehlen; Blähton sowie Kieselsteine haben sich bestens bewährt.

Ansonsten hat man als Pflanzenfreund bei der Wahl der Pflanzgefäße freie Hand. Jegliche Behältnisse eignen sich zur Kultivierung der Sukkulenten. Je bizarrer, desto besser. So wirken die Pflanzen selbst in Gefäßen dekorativ, die ansonsten eher seltsam anmuten, wie beispielsweise in ausgedienten Schuhen oder Töpfen. Solange diese unten Löcher bekommen, ist alles erlaubt…

Sukkulenten pflanzen – ins Freiland?

Jene Sukkulenten Arten, die winterhart sind, können direkt ins Freiland gepflanzt werden. Ansonsten ist dies nicht empfehlenswert, da ein ständiges Aus- und wieder Einpflanzen unnötigen Stress bedeuten würde.

Sukkulenten pflanzen – Anleitung

  • Eine Drainageschicht unten in das Pflanzgefäß geben
  • Etwas Substrat einfüllen
  • Sukkulenten so tief einsetzen, wie sie in ihren bisherigen Pflanztöpfchen gestanden haben
  • Pflanzgefäß mit Substrat auffüllen
  • Erde leicht andrücken
  • Mit etwas Wasser besprühen

Erst nach einer Woche werden die Sukkulenten erstmalig gegossen.

Im Freiland wird das Beet von Unkraut befreit, gegebenenfalls umgegraben und geharkt.

  • Pflanzlöcher ausheben
  • Unten in die Löcher eine 1-2 cm hohe Schicht aus Kies geben
  • Aushub zu einem Drittel mit Lavagranulat oder Quarzsand anreichern
  • Sukkulenten in die Löcher setzen
  • Pflanzlöcher mit Aushub auffüllen
  • Leicht angießen

Richtiger Zeitpunkt

Vom Frühjahr bis in den Herbst kann man Sukkulenten pflanzen. Lediglich im Winter sollte man den Gewächsen einen derartigen Stress nicht zumuten. Werden sie direkt ins Beet gepflanzt, so sollte dies erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) geschehen.

Pflege

Sind die Sukkulenten erst einmal gepflanzt, benötigen sie wenig Pflege.

Gießen

Sukkulenten in einer Schale
Sukkulenten in einer Schale

Da Sukkulenten in ihren fleischigen Blättern Feuchtigkeit speichern, müssen sie nur sehr selten gegossen werden. Zu viel Nässe schadet ihnen mehr, als dass sie irgendeinen Nutzen mit sich bringt. In Zimmerkultur gibt man immer erst dann Wasser, wenn das Substrat bereits angetrocknet ist. Im Freien müssen sie meistens gar nicht gegossen werden, lediglich in langen Trockenperioden sowie bei starker Hitze ist dies sinnvoll.

Düngung

Es ist nicht wirklich notwendig, Sukkulenten zu düngen. Dennoch kann auch ihnen eine zusätzliche Gabe Nährstoffe nicht schaden, zumindest in Kübelhaltung. Es ist jedoch vollkommen ausreichend, wenn alle vier Wochen die Hälfte der herstellerseits angegeben Dosis Kakteendünger verabreicht wird.

Sind Sukkulenten Pflanzen winterhart?

Ob Sukkulenten winterhart sind oder nicht, hängt von der individuellen Sorte ab. Winterharte Sukkulenten in Pflanzgefäßen verbleiben im Freien, sollten dort jedoch einen möglichst trockenen und geschützten Platz bekommen. Jene Pflanzen, die keine kalten Temperaturen vertragen, müssen ins Haus geholt werden. Dort ist ein kühler, jedoch heller Standort optimal.

Vermehrung von Sukkulenten Pflanzen

Hauswurz mit Ablegern
Hauswurz mit Ablegern

Die Vermehrung der kleinen Gewächse ist ausgesprochen einfach. Es stehen verschiedene Methoden zur Auswahl:

  • Aussaat
  • Stecklinge
  • Ableger

Die Aussaat ist etwas schwieriger als die anderen beiden Optionen und nicht für jede Art geeignet, jedoch ebenfalls recht erfolgsversprechend. Passendes Saatgut ist im Fachhandel zu erwerben; einige Sukkulenten bilden auch Samen, welche verwendet werden können.

Aussaat

Der optimale Zeitpunkt ist das zeitige Frühjahr. Vor der eigentlichen Aussaat sollten die Samen für einen Tag in lauwarmes Wasser gelegt werden, um einweichen zu können.

  • Anzuchttöpfe mit Anzuchterde füllen
  • Samen dünn auf das Substrat streuen
  • Mit etwas Erde bedecken
  • Einsprühen
  • Warmen Standort wählen

In der Folgezeit darf das Substrat nicht vollständig austrocknen, jedoch sollte es immer nur leicht eingesprüht werden. Keinesfalls darf es nass sein. Nun ist Geduld gefragt: es kann bis zu 12 Wochen dauern, bis eine Keimung erfolgt.

Stecklinge

Sehr leicht lassen sich Sukkulenten durch Blattstecklinge vermehren, sofern es sich um großblättrigere Exemplare handelt.

  • Im Frühjahr ein gesundes Blatt abschneiden
  • Pflanzgefäß mit Anzuchterde füllen
  • Blatt auf das Substrat legen

Innerhalb kurzer Zeit wird das Blatt an der Schnittstelle neue Pflänzchen bilden. Diese können, sobald sie eine gewisse Größe erreicht haben, mitsamt ihren Wurzeln in ein größeres Pflanzgefäß umgetopft werden.

Ableger

Manche Sukkulenten Arten bilden Ableger aus. Die auch als Kindel bezeichneten jungen Pflänzchen lassen sich gut daran erkennen, dass sie sich direkt neben der Mutterpflanze bilden. Haben sie eine ausreichende Größe erreicht, können sie abgeschnitten und in eigene Pflanzgefäße umgetopft werden. hierfür benötigen sie nicht einmal Wurzeln.

Gartenbista-Tipp: Die Schnittstellen an den Mutterpflanzen bei der Stecklings- sowie Ablegervermehrung mit Gesteinsmehl bestäuben.

Tipps & Tricks im Umgang mit Sukkulenten Pflanzen

  • Dekoratives Beet mit Sukkulenten
    Dekoratives Beet mit Sukkulenten

    Beim Sukkulenten Pflanzen kann es sinnvoll sein, Handschuhe zu tragen, da einige Arten Stacheln haben.

  • Wenn die kleinen Gewächse ins Beet gepflanzt wurden, ist es empfehlenswert, eine Schicht Kies um sie herum zu verteilen. Diese verhindert den direkten Bodenkontakt der Pflanzenteile und somit Fäulnis.
  • Sollen Sukkulenten ins Beet gepflanzt oder im Freien in Gefäßen kultiviert werden, so sollten sie zunächst abgehärtet werden. Dies geschieht, indem sie für etwa zwei Wochen zunächst an einen halbschattigen Platz gestellt werden, bevor sie an ihren endgültigen Standort gebracht werden. Dadurch können sie sich akklimatisieren und an die Sonne gewöhnen.
  • Große Feldsteine, die zwischen Sukkulenten im Beet gelegt werden, vermitteln einen natürlich-rustikalen Eindruck.

 

Symbolgraphiken: © Corinna – stock.adobe.com; Aggi Schmid – stock.adobe.com; focus finder – stock.adobe.com; Nadja – stock.adobe.com; roteruebe – stock.adobe.com


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