Steinpilze züchten – im eigenen Garten ist sehr schwierig

Steinpilze richtig züchten
Steinpilze richtig züchten.

Wer Steinpilze züchten möchte, der wird dabei mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, denn nicht nur, dass diese zur Symbiose einen Baum benötigen, es ist auch schwierig die idealen Bedingungen für die Zucht dieser Pilze zu schaffen.

Steinpilze selber züchten?

Will man Steinpilze selber züchten, so sollte man sich auch als erfahrener Hobbygärtner darüber im Klaren sein, dass dies nicht unbedingt auch wie gewünscht funktionieren wird. Denn selbst im kommerziellen Anbau gehören Steinpilze zu den Pilzarten, welche sich nicht leicht züchten lassen. Damit der Anbau im Garten gelingt, müssen dort entweder Fichten oder Eichen stehen, da diese benötigt werden, damit die Steinpilze wachsen können. Am idealsten wäre der Anbau in einem kleinen Waldstück, da dies das natürliche Umfeld von diesen Pilzen ist. Hier muss zunächst jedoch mit dem dortigen Förster oder der Behörde abgesprochen werden, ob man die Zucht versuchen darf.

Sorten

Wie bei den meisten Pilzen gibt es auch bei den Steinpilzen verschiedenen Sorten. Die beliebteste ist dabei der gemeine Steinpilz, welcher auch Herrenpilz genannt wird und gerade im Bereich der vegetarischen und veganen Küche als Fleischersatz genutzt wird. Eine weitere Steinpilzsorte ist der Sommerpilz, welcher heller von der Farbgebung ist, einen milden Geschmack hat und etwa ab Mai geerntet werden kann. Da diese Sorte, wie die meisten Steinpilzsorten unter Naturschutz steht, darf man diesen zwar im Wald sammeln, dabei jedoch stets nur kleine Mengen für den privaten Gebrauch mitnehmen. Weiteren Sorten sind zum Beispiel die folgenden:

  • schwarzhütiger Steinpilz
  • weißer Steinpilz
  • Kiefern Steinpilz
  • Birken Steinpilz

Probleme beim Anbau

Steinpilze: Anbau in einem kleinen Waldstück.

Die Probleme beim Anbau fangen im heimischen Garten schon damit an, dass zunächst ein entsprechender Baum für die Symbiose der Pilze vorhanden sein muss. Für einen Steinpilz sind dies Fichten und Eichen. Hat man diese nicht im Garten, so muss zunächst ein entsprechender Baum gepflanzt werden und am besten etwa ein bis zwei Jahre dort stehen, ehe man daran denken kann mit dem Züchten der Steinpilze zu beginnen. Hat man diese Bäume, so kommt das nächste Problem damit, wie man das Wachstum dieser Pilze zum Laufen bringt.

In der Regel wird dabei empfohlen, dass man Essensreste von Speisen mit Steinpilzen am gewählten Baum auslegt, da die Speisereste in der Regel noch Pilzsporen enthalten. Dies kann jedoch auch Mäuse oder Ratten in den Garten locken und hat man Katzen, die als Freigänger draußen sind, so muss man auch befürchten, dass diese die Speisereste zu sich nehmen. Letztlich muss man auch bedenken, dass Steinpilze nicht über Nacht wachsen, sondern dass es sich hierbei um einen Prozess handelt, der sehr oft wiederholt werden muss und dass es dennoch lange Zeit dauern kann, bis die ersten Steinpilze zu wachsen beginnen.

Gartenbista-Tipp: Damit die Speisereste noch ausreichend Spuren enthalten, sollten die Steinpilze nicht gewaschen werden oder man legt gekaufte und geschnittete Steinpilze aus.

Steinpilz Zuchtbox bzw. Set für Zuhause

Für viele Pilzarten gibt es inzwischen sogenannte Zuchtboxen, in denen sich alles befindet, was benötigt wird um, eine kleine Menge von Pilzen für den Eigengebrauch zu züchten. Dabei handelt es sich vor allem um Pilze, welche auf dem Waldboden wachsen und keinen Baum für ihr Wachstum benötigen. Daher sind solche Boxen und Sets für Steinpilze derzeit noch nicht auf dem Markt zu finden.

Steinpilz Myzel

Da Steinpilze eine Symbiose mit Bäumen, im speziellen Eichen und Fichten, eingehen, muss sich auf diesen erst eine Myzel Schicht bilden, damit die Steinpilze gedeihen können. Bei der Myzel handelt es sich um eine feine Schicht von weißen fadenförmigen Zellen, die an eine hauchfeine Schimmelschicht erinnern. Bei Steinpilzen befindet sich diese direkt im Holz der Bäume, mit denen die Symbiose eingegangen wird. Dabei handelt es sich bei der Myzel um den eigentlichen Pilz, wohingegen die Frucht, welche wir als Steinpilz kennen eigentlich nur ein Nebenprodukt der Myzel der Steinpilze ist.

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Symbolgrafiken: © emmi, shaiith – Fotolia.com


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