Spitzwegerich als Heilmittel – Hustensaft selber machen

Spitzwegerich (Plantago lanceolata)
Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

Der Spitz-Wegerich mit seinen schmalen Blättern gedeiht auf der Wiese und wird hauptsächlich für medizinischen Zwecke verwendet. Er gehört zur Familie der Wegerichgewächse und bevorzugt frische, nährstoffreiche und tiefgründige Böden von Fettwiesen/weiden oder auch Parkrasen. In diesem Artikel stellen wir unser anderem ein Rezept für Spitzwegerich Hustensaft zur Verfügung.

Spitzwegerich (Plantago lanceolata) – Steckbrief

Hauptanwendung

Husten, Erkältung

Heilwirkung

antibakteriell, adstringierend (zusammenziehend), blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend, wundheilend

Anwendungsgebiete

Bronchitis, Durchfall, Erkältung, Husten, Katarrhe der oberen Luftwege, Magenkrämpfe, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Verstopfung – aber auch äußerlich bei entzündlichen Veränderungen der Haut wie z.B.

  • Akne,
  • Neurodermitis
  • sowie bei Insektenstichen,
  • Bindehautentzündung,
  • Wundheilung von leichten Verbrennungen bzw. Hautverletzungen

Pflanzenfamilie

Wegerichgewächse = Plantaginaceae

Weitere Bezeichnungen

Heilwegerich, Heufressa, Lämmerzunge, Lungenblatt’l, Königskraut, Rippenkraut, Schlangenzunge, Wegtritt

Inhaltsstoffe

Iridoidglycoside (Aucubin, Catapol, Asperulosid), Gerbstoffe, Kieselsäure, Polysaccharide (Vielfachzucker), Saponin

Verwendete Pflanzenteile

Blätter, Samen, Wurzeln

Was man sonst noch über den Spitzwegerich wissen sollte

Gegenanzeigen, Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen sind nicht bekannt.

Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ist die Arzneipflanze des Jahres 2014. Das entschied der Studienkreis „Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ der Universität Würzburg, der seit 1999 jährlich eine Pflanze kürt. Die Pflanze ist an Wegrändern sowie auf trockenen Wiesen zu finden. Der Name leitet sich vermutlich von dem althochdeutschen Wort „rich“ für König ab. Der „König des Weges” hat.

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Spitzwegerich Hustensaft aus Presssaft und Honig selber machen

Ein Hustensaft mit der Pflanze lässt sich aus wenigen Zutaten selbst herstellen. Als Basis dafür dient der Presssaft. Er kann entweder pur verwendet werden oder man verfeinert ihn mit Honig, bzw. Zucker. Veganer ersetzen den Honig durch Ahornsirup .

Für diesen Hustensaft wird eine mittelgroße Zwiebel (70-100 g)

  • geschält,
  • fein geschnitten
  • und mit 40 ml Presssaft,
  • 20 ml Wasser
  • und 20 ml Honig

angesetzt. Vor der Einnahme lässt man ihn für 2 bis 4 Stunden im Kühlschrank ziehen. Als Tagesration zur 3-maligen Einnahme reichen 40 ml Presssaft mit 20 ml Honig.

Spitzwegerich-Suppe

Zutaten:

30 g Butter, 40 g Mehl, 1/2 Liter selbstgemachte Gemüsebrühe, 1/2 Liter Milch, Saft einer halben Zitrone, Salz, Muskat, 1 Tasse feingeschnittener Wegerich, 1 EL Petersilie

Zubereitung:

Mehl und Butter anschwitzen, mit Milch und Gemüsebrühe aufgießen und glatt rühren, Gewürze dazugeben. Die Kräuter unterrühren und so lange auf kleiner Flamme kochen, bis der Wegerich weich ist. Den Zitronensaft zugeben, mit geröstetem Weißbrot servieren.

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Der Spitzwegerich ist nützlich für Pferde

Plantago lanceolata, auch unter Bezeichnungen wie Spießkraut, Schlangenzunge und

Spitzwegerich Hustensaft selber machen.
Spitzwegerich Hustensaft selber machen.

Lungenblattl bekannt, wird vom Menschen seit Jahrhunderten als Naturarznei gegen Husten und Bronchialerkrankungen eingesetzt. Spitzwegerich-Tee wird mit den Blättern der Pflanze zubereitet. 

Was beim Menschen bewährt ist und hilfreich, das kann auch für Tiere nützlich sein. So ist seit langem bekannt, dass

auch bei Pferden eine ähnlich positive Wirkung durch die Blätter des Spitzwegerichs erzielt wird. Pferde sind bekanntlich äußerst sensibel, was ihre Gesundheit betrifft.

Bereits bei

  • zu staubigem Heu
  • oder fehlender Frischluftzufuhr

kommt es schnell zur Reizung und Erkrankung der Atemwege. 

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Soweit es sich bei den Reizungen nicht um allergische Reaktionen auf bestimmte Gräser handelt, ist Spitzwegerich für Pferde ein probates Kraut. Der Spitzwegerich ist für den menschlichen und tierischen Verzehr ungiftig. Da das auffällige Kraut an vielen Feldrändern und auf Wiesen wächst, ist das sofortige Abgrasen in der Regel kein Problem. Nur bei bekannten Unverträglichkeiten ist entsprechende Vorsicht geboten. 

Auch Spitzwegerich ist in der Lage, durch basenbildende Eigenschaften den Körper von Schlacken zu entgiften. Die antioxidative und antibakterielle Wirkung ist längst wissenschaftlich erwiesen. Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden optimal unterstützt und das Wohlbefinden des Pferdes besssert sich merklich.

Gartenbista-Tipp: Da der Spitzwegerich ohne Nebenwirkungen auch prophylaktisch verfüttert werden kann, ist er in getrockneter Form in vielen handelsüblichen Kräutermischungen für Pferde enthalten.

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Textquelle: Ute Kaste

Symbolgrafiken: © evbrbe, Schlierner – Fotolia.com


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