Sommerflieder schneiden: Anleitung

Sommerflieder schneiden
Sommerflieder schneiden

Sommerflieder schneiden: Viele Gartenbesitzer freuen sich sehr, wenn sie einen Sommerflieder ihr Eigen nennen können: er erfreut nicht nur die Menschen durch seine ansprechende Optik und den süßen Duft, sondern auch die Insekten und Schmetterlinge, da er ihnen als Nahrungsquelle dient. Damit ein Gartenbesitzer jahre- beziehungsweise jahrzehntelang Freude an seinem Sommerflieder hat, muss er ihn natürlich auch schneiden…

So schneiden Sie Ihren Sommerflieder:

Zeitpunkt für den Schnitt: später Winter

Der beste Zeitpunkt zum Sommerflieder Schneiden ist der späte Winter, also etwa Mitte Februar. Zwar ist ein Schnitt bis in den April hinein möglich, dieser ist aber nicht sinnvoll: je später ein Sommerflieder geschnitten wird, desto später blüht er auch und wird so ungewollt zu einem Herbstflieder… Darüber hinaus steigert ein früher Schnitt die zu erwartende Blütenfülle.

360°-Video

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie der Sommerflieder (Buddleja davidii)aussieht.

360°-Video von dem Sommerflieder (Buddleja davidii) Gartenbista-Videostudio, gedreht im August

Was ist vor dem Schneiden zu beachten?

  • Frostfreier Tag: Um seinen Sommerflieder schneiden zu können, sollte der Gartenbesitzer unbedingt einen frostfreien Tag auswählen.
  • Gartenschere: Eine scharfe Gartenschere ist unabdingbar beim Sommerflieder Schneiden: ist das Werkzeug zu stumpf, kann das Holz des Sommerflieders leicht splittern.
  • Jählicher Schnitt: Der Sommerflieder sollte jährlich geschnitten werden, da sich seine Blüten ausschließlich aus dem neuen Holz bilden.

Sommerflieder Schneiden – Anleitung:

  1. Alle toten Äste müssen entfernt werden, und zwar bereits am Ansatz. Es ist ratsam, dasselbe mit kranken Ästen zu tun; nicht nur wegen der Optik, sondern auch wegen der Schäden, die diese eventuell an anderen Trieben verursachen könnten.
  2. Um die maximale Blütengröße erreichen zu können, sollten die Triebe des Vorjahres derart gekürzt werden, dass sie nur noch zwei Augen besitzen. Dies bringt diverse Vorteile mit sich:
  • der Sommerflieder treibt kräftiger aus,
  • es bilden sich lange, neue Triebe,
  • die Blütenkerzen werden riesig.

Durch den jährlichen Schnitt entstehen sogenannte „Astquirle“. Dabei handelt es sich um dicke Äste, die ineinander verwachsen sind. Diese müssen regelmäßig ausgelichtet werden – nicht nur wegen der Optik, sondern auch, da es sonst irgendwann passieren kann, dass sich keine neuen Triebe mehr bilden können.

Kronenaufbau beim Sommerflieder

Wer sein Hauptaugenmerk allerdings auf den Aufbau der Krone anstatt auf die Blütenbildung legt, sollte den Sommerflieder gleich so schneiden, wie er später aussehen soll: der Formschnitt erfolgt dahingehend, dass einige Triebe stärker, andere weniger stark eingekürzt werden, so dass die gewünschte Form entsteht.

Graphik: © Harald Biebel – Fotolia.com


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