Sempervivum – so pflege ich den Hauswurz richtig

Sempervivum, Hauswurz
Sempervivum, Hauswurz

Wenn Sie Stellen in Ihrem Garten haben, an denen kaum ein Gewächs kultiviert werden kann, sollten Sie sich näher mit dem Hauswurz beschäftigen. Die Stauden aus der Gattung Sempervivum wachsen nahezu überall und sind pflegeleicht. Wir sagen Ihnen, was zu beachten ist.

Sempervivum – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Blütezeit: Ende Mai – Ende August
  • Standort: sonnig
  • Boden: durchlässig, sandig, trocken
  • Pflanzzeit: Frühjahr – Herbst
  • Pflanzenhöhe/-größe: Blattrosetten artenabhängig 0,5 cm – 22 cm; Blütenstände 3 – 60 cm
  • Gießen: nur in langen Trockenperioden
  • Düngen: nicht notwendig
  • Schneiden: nicht notwendig
  • Vermehrung: Teilung, Tochterrosetten, Samen
  • Aussaatzeit: Januar/Februar
  • Überwinterung: winterhart
  • Giftig: nein
  • Heilwirkung: antiviral, harntreibend, kühlend, wundheilend, beruhigend
  • Krankheiten und Schädlinge: Blattläuse, Dickmaulrüssler

Allgemeine Informationen über den Sempervivum

Beim Sempervivum handelt es sich um eine Gattung aus der Familie der Dickblattgewächse. Ihr gehören weltweit etwa 60 Arten und mehr als 7.000 verschiedene Sorten an. Hierzulande ist die Staude auch als Hauswurz, Steinrose oder Donnerwurz bekannt. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt überwiegend in den Gebirgsregionen Asiens und Europas.

Hauswurze bestehen aus vielen Rosetten, die polsterförmig zusammenwachsen und so große bis sehr große immergrüne Matten bilden. Aus der Mitte der Blattrosetten wachsen lange Blütenstängel empor. Je nach Sorte geschieht dies zwischen Ende Mai und Ende August. Die Blüten sind für gewöhnlich rosafarben, gelb oder rot. Nach deren Abblühen sterben die Rosetten ab, jedoch wird die entstandene Lücke schnell durch die seitlich gelegenen Tochterrosetten gefüllt.

Der lateinische Name spricht für sich: immerlebend (semper = immer, vivum = lebend). Die kleine Pflanze scheint endlos zu leben. Der Schein trügt nicht unbedingt: nach der Blüte sterben zwar die älteren Blattrosetten ab, jedoch bilden sich immer wieder neue. So kommt es, dass ein einmal gepflanzter Hauswurz jahrzehntelang seinen Standort schmückt. Dieser kann noch so unangenehm für andere Gewächse, heiß oder trocken sein: Sempervivum gedeiht an Stellen, an denen die Flora ansonsten eher überschaubar ist. Kein Wunder, dass sich die kleinen Gewächse in die Herzen der Hobbygärtner geschlichen haben und heutzutage nahezu in jedem Garten zu finden sind.

Standort

Um sich optimal entwickeln zu können, benötigt der Sempervivum einen vollsonnigen Standort. Dieser kann sowohl in Mauerritzen als auch Steingärten gelegen sein; auch zur Bepflanzung von Steintrögen, Dachflächen und Rabatten ist der Hauswurz bestens geeignet. An schattigen Plätzen fühlt er sich nicht wohl und zeigt dies durch Matschigwerden seiner fleischigen Blätter sowie einer spärlichen Entwicklung an.

Der Boden muss durchlässig sein. Sehr gut geeignet sind steinige und sandige Böden. Wichtig ist eine gute Drainage, denn die ansonsten so anspruchslose Pflanze verträgt keinen feuchten Untergrund und schon überhaupt keine Staunässe.

Sempervivum pflanzen

Beim Sempervivum Pflanzen gibt es nicht allzu viel zu beachten. Das kleine Dickblattgewächs kommt mit einem minimalen Plätzchen sehr gut zurecht. Lediglich auf eine gute Drainage ist zu achten.

Wird der Hauswurz in einem Gefäß kultiviert, so sollte dieses mehr breit als hoch sein und unten eine Drainage aus Kies oder Blähton besitzen.

Gartenbista-Tipp: In Kübelhaltung Kakteenerde mit Sand vermischt verwenden!

Pflanzzeit

Die kleine Staude kann vom Frühjahr bis in den Herbst hinein gepflanzt werden.

Sempervivum richtig pflegen

Ist er einmal gepflanzt, benötigt der Sempervivum kaum Pflege.

Gießen

Nur in langen Trockenperioden bekommt der Hauswurz etwas Wasser. Dieses darf jedoch keinesfalls auf die Blattrosetten gegeben, sondern lediglich um die Pflanze herum werden.

Düngen

Bekommen Hauswurze zu viel Nährstoffe, werden sie mastig. Demzufolge werden sie nicht gedüngt.

Sempervivum schneiden?

Das kleine Dickblattgewächs wird nicht geschnitten. Lediglich vertrocknete oder verfaulte Blattrosetten müssen entfern werden; dies geschieht für gewöhnlich durch Herausziehen.

Vermehrung

Sempervivum kann auf drei verschiedene Arten vermehrt werden:

  • Teilung
  • Tochterrosetten
  • Aussaat

Für erstere Methode wird im Frühjahr ein Teil des Polsters mit einem scharfen, sauberen Spaten abgetrennt. Danach wird es am gewünschten Standort wieder eingepflanzt.

Die Tochterrosetten hingegen werden im Frühjahr vorsichtig abgetrennt und umgehend an ihren neuen Standort beziehungsweise in ein Pflanzgefäß wieder eingepflanzt.

Aus den Blüten bilden sich Samen, die für eine Aussaat verwendet werden können. Alternativ ist Saatgut im Fachhandel erhältlich. Dieses wird im Januar/Februar in Anzuchttöpfchen mit Aussaaterde gestreut, befeuchtet und ungeschützt ins Freie gestellt. Weitere Maßnahmen sind nicht notwendig.

Überwinterung

Sempervivum ist winterhart und benötigt keinerlei Schutz in der kalten Jahreszeit.

Krankheiten und Schädlinge

Gegenüber Krankheiten ist die dekorative Pflanze weitestgehend immun. Auch Schädlinge machen ihr nur selten zu schaffen. Gelegentlich kann es zu einem Befall mit Blattläusen oder Dickmaulrüsslern kommen.

 

Symbolgraphiken: © vodolej – stock.adobe.com


, Kategorie: Pflanzen

1 Kommentar

  1. Hallo, leider hat mein Hauswurz noch nie Blüten gebildet. Einmal kam so etwas ähnliches aus der Rosette heraus, aber das war dann doch keine. Gibt es Sorten, die gar nicht blühen? Und woran erkennt man sie?

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