Seidenbaum Pflege, Vermehrung und Winterschutz

seidenzartWährend in früheren Zeiten der Seidenbaum selten in heimischen Gärten anzutreffen war – und wenn, dann nur als Kübelpflanze -, hat er sich im Laufe der Jahre immer mehr dort eingeschlichen. Heutzutage ist es keine Seltenheit mehr, einen Seidenbaum in unseren Breitengraden bewundern zu können. Verständlich: der Seidenbau ist extrem dekorativ und zudem noch sehr, sehr pflegeleicht. Die an Wattebällchen erinnernden, zartrosa Blüten erfreuen blühen den ganzen Sommer über. Besonders interessant ist die Tatsache, dass der Seidenbaum seine Blätter zusammenklappt, wenn es dunkel wird oder wenn er zu trocken steht. Dies erklärt auch seinen zweiten Namen: „Schlafbaum“.

Seidenbaum Pflege – Steckbrief von Gartenbista:

Seidenbaum Standort: vollsonnig, nährstoffreich

Der Seidenbaum möchte am liebsten vollsonnig stehen, nimmt aber notfalls auch mit einem halbschattigen Standort vorlieb. Schön ist es, wenn dieser auch noch geschützt ist, was beispielsweise an der Südseite des Hauses gegeben ist. Wichtig ist, dass der Standort hell ist – Seidenbäume hassen dunkle Plätze…

Der Boden sollte nährstoffreich und möglichst durchlässig sein.

Bei der Wahl des Standorts ist zudem zu beachten, dass der Seidenbaum eine Höhe von 8-10 m erreichen kann. Ausreichend Platz nach oben sollte ihm also gegönnt sein…

Auch ist es möglich, Seidenbäume als Kübelpflanzen zu halten.

Seidenbaum Pflege – Tipps

  • Stützpfahl: Der Seidenbaum wächst sehr schnell. Deswegen ist es ratsam. Ihm gleich beim Pflanzen Stützpfähle zu geben.
  • Gießen: Der Seidenbaum hat einen hohen Wasserbedarf und muss regelmäßig gegossen werden. Keinesfalls darf der Wurzelballen austrocknen, jedoch darf sich auch keine Staunässe bilden.
  • Düngen: In der Zeit von März bis Juli ist eine Düngegabe alle zwei Wochen ratsam.
  • Schneiden: Ein Schnitt ist überflüssig, da Seidenbäume von alleine eine schöne Krone bilden. Wer möchte, kann jedoch die Zweige des Seidenbaums ein wenig stutzen. Die beste Jahreszeit hierfür ist der Herbst.

Der Seidenbaum leidet oft unter folgenden Pflegefehlern:

  • Wenig Wasser: Rollt er auch tagsüber seine Blätter ein, bekommt er zu wenig Wasser.
  • Zuviel Gießen: Entsteht Wurzelfäule, wurde der Seidenbaum zu viel gegossen.
  • Wenig Licht: Wirft der Seidenbaum die Blätter ab, steht er zu dunkel.

Seidenbaum Vermehrung durch Samen

Die Seidenbau Vermehrung erfolgt durch Samen, welche im Fachhandel erhältlich sind oder aus den Blüten selbst gewonnen werden können. Vor der Aussaat, die im zeitigen Frühjahr erfolgen sollte, müssen die Samen für etwa drei Stunden in Wasser eingeweicht werden. Danach kommen sie in Pflanzgefäße, wo sie in die Erde nur ganz leicht gedrückt werden.

Die Pflanzgefäße werden nun mit Folie abgedeckt und an einen warmen Platz gestellt; Temperaturen zwischen 20 und 25°C sind optimal. Die Erde muss immer feucht gehalten werden. Haben die jungen Seidenbäume einige Blätter gebildet, müssen sie pikiert werden. Ein Auspflanzen an den gewünschten Standort ist erst dann sinnvoll, wenn sie mindestens 20 cm groß sind.

Seidenbaum Überwinterung

Seidenbäume sind bis etwa – 15°C winterhart. Sinken die Temperaturen unter diese Marke, sollte er einen Winterschutz bekommen, zumindest, wenn es sich um einen jungen Baum handelt. Je älter Seidenbäume werden, desto frostresistent werden sie auch. Dieser Winterschutz kann in Form eines Vlieses erfolgen, welche im Wurzelbereich um den Stamm gewickelt wird.

Seidenbäume, die im Kübel gehalten werden, können zur Überwinterung ins Gewächshaus oder Wintergarten gebracht werden, diese Räumlichkeiten sollten jedoch nicht geheizt werden.

Seidenbaum Krankheiten und Schädlinge

Der Seidenbaum ist gegenüber Krankheiten und Schädlingen weitestgehend resistent. Gelegentlich wird er von Schildläusen befallen.

Graphik: © Hans Seybold – Fotolia.com


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