Giftge Daphne, Seidelbast – Pflege, Standort und Vermehrung

Daphne MezereumDer Seidelbast – auch unter „Daphne“ beziehungsweise „Daphne mezereum“ bekannt – ist ein ganz besonderer Strauch: seine weißen, rosa oder purpurnen Blüten bilden sich zeitig im Jahr direkt am Stamm sowie an den Zweigen und sind ein magischer Anziehungspunkt für Schmetterlinge. Wie viele andere Pflanzen, hat auch der Seidelbast mit einem Problem zu kämpfen, aufgrund dessen er trotz seiner schönen Optik kaum Einzug in heimische Gärten findet: er ist giftig, und zwar extrem. Wer dennoch einem Seidelbast ein Zuhause in seinem Garten geben möchte, der sollte einige Pflege Tipps beherzigen, damit er lange Freude an seiner Zierpflanze hat.

Daphne, Seidelbast – Pflanzen Steckbrief von Gartenbista:

Seidelbast Standort: halbschattig, nährstoffreich

Der Seidelbast bevorzugt einen halbschattigen Standort und einen nährstoffreichen, feuchten Boden. Wichtig ist, dass die Erde wasserdurchlässig ist, denn Staunässe verträgt die ansonsten sehr robuste Pflanze gar nicht. Da der Seidelbast nur einen Meter hoch wird, eignet er sich gut als Unterpflanzung größerer Bäume.

Seidelbast pflanzen

Seidelbast wird im Herbst oder Frühling gepflanzt. Werden mehrere Sträucher in die Erde gebracht, ist ein Abstand von 50 cm zwischen ihnen einzuhalten, damit sie sich gut entwickeln können. Vor der Pflanzung sollte etwas Kompost oder Humus in die Erde eingebracht werden.

Gartenbista-Tipp: Nach dem Pflanzen eine Mulchschicht rund um den Seidelbast einbringen. Diese dient der Regulierung der Feuchtigkeit.

Seidelbast ist giftig!

Wie bereits erwähnt, ist der Seidelbast giftig. Sowohl in seinen Beeren als auch in seiner Rinde befindet sich der Giftstoff Mezerin, der bereits bei Berührung Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Zu diesen zählen neben Blasen und Hautrötungen auch Nekrosen.

Gartenbista-Warnung: Der Verzehr der hochgiftigen Pflanzenteile führt zu Schäden in den Verdauungsorganen (Magen, Darm, Niere) und kann tödlich enden. Deswegen: bitte keine Beeren essen!!!

Seidelbast Pflege – Tipps

  • Gießen: Der Seidelbast mag es gar nicht, auszutrocknen. In längeren Trockenperioden ist es daher notwendig, ihm eine Wassergabe zu spendieren.
  • Düngen: Zweimal jährlich – im Frühjahr und im Herbst – sollte dem Boden etwas kalk untergemischt werden, da dieser die Blütenbildung antreibt.
  • Schneiden: Soll der Seidelbast klein gehalten werden, ist ein Schnitt notwendig, und zwar vorzugsweise direkt nach der Blüte. Soll er jedoch frei wachsen dürfen, kann man als Gartenbesitzer auf diesen Schnitt verzichten.
  • Überwintern: Da der Seidelbast winterhart ist, bedarf es keines besonderen Winterschutzes.

Seidelbast Vermehrung durch Absenker oder Aussaat

Die Vermehrung des Seidelbasts erfolgt durch Absenker sowie durch Aussaat. Um erstere durchzuführen, werden im Frühjahr Zweige der Pflanze in die Erde gezogen. Nach einiger Zeit bilden sie dort Wurzeln. Dann können sie von der Mutterpflanze abgeschnitten, ausgegraben und an den gewünschten Standort gepflanzt werden. In der Regel ist es allerdings so, dass der Seidelbast von ganz alleine Absenker bildet, welche dann nur abgeschnitten werden müssen.

Darüber hinaus ist eine Vermehrung durch Aussaat möglich: im Frühjahr werden die vollreifen Beeren abgenommen und in die Erde gesteckt, wo sie zu keimen beginnen.

Achtung: Bitte immer mit Handschuhen arbeiten, da diese Beeren extrem giftig sind!

Seidelbast Krankheiten und Schädlinge

Der Seidelbast ist ausgesprochen robust und resistent gegenüber Krankheiten und Schädlingen.

Graphik: © Petr Malyshev – Fotolia.com


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