Seerose – so pflegen Sie die Teichpflanze richtig

Seerose
Seerose

Ein Gartenteich wirkt erst dann vollkommen, wenn sich in ihm die eine oder andere Seerose befindet. Die filigranen Pflanzen sind ein echter Eyecatcher und gar nicht so pflegeintensiv, wie manch einer denkt. Wir sagen Ihnen, was bei ihrer Kultivierung zu beachten ist.

Seerose – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Blütezeit: sortenabhängig MaiSeptember
  • Pflanzenhöhe/-größe: 20 – 200 cm
  • Standort: sonnig
  • Pflanzzeit: je nach Winterhärte AprilJuni
  • Gießen: nicht notwendig
  • Düngen: im Frühjahr, gegebenenfalls öfter
  • Schneiden: im Frühjahr zur Auslichtung
  • Vermehrung: Teilung, Samen
  • Überwinterung: sortenabhängig im Teich oder Winterquartier
  • Giftig: ja, in allen Teilen
  • Heilwirkung: unter anderem beruhigend, blutstillend, antiseptisch, schmerzstillend
  • Krankheiten und Schädlinge: Pilze, Blattläuse, Erdbeerkäfer

Allgemeine Informationen über die Seerose

Die Seerose gehört zur Familie der Seerosengewächse, innerhalb derer sie mit etwa 50 Arten vertreten ist. Sie ist eine Wasserpflanze, die sich mithilfe langer Rhizome im Teichboden verankert. So kann sie bis zu 2 m lang werden, was ihrem Betrachter jedoch verborgen bleibt: lediglich ihre Schwimmblätter und Blüten befinden sich über der Wasseroberfläche.

Je nach Sorte bringt die Seerose zwischen Mai und September stark duftende Blüten hervor, die in den verschiedensten Farben auftreten: Weiß, Gelb, Rosafarben, Rot, Violett, Orangefarben oder Blau. Für gewöhnlich bleiben sie etwa 10 Tage bestehen. Aus ihnen bilden sich Samen, die häufig unter Wasser gezogen werden, wo eine Selbstaussaat stattfindet.

Achtung: In freier Natur stehen die Seerosen unter Naturschutz und dürfen keinesfalls mitgenommen werden!

Standort

Als Wasserpflanze sollte die Seerose in einem Gartenteich oder einem Kübel gehalten werden. Wichtig ist, dass das Gewässer ausreichend groß und stehend ist. In zu kleinen beziehungsweise stark fließenden Gewässern wird es nicht zu einer Blütenbildung kommen. Der del Wasserstand ist sortenabhängig.

Ansonsten sollte der Standort sonnig gelegen sein; mindestens fünf Sonnenstunden täglich wären optimal. Das Substrat, in welchem die Seerose kultiviert werden soll, muss folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Nährstoffreich
  • Kalkarm
  • Humos

Seerose pflanzen

Es ist sinnvoll, die Seerose in einen Pflanzkorb zu setzen und sie mit diesem ins Wasser zu lassen. Diese Methode hat den Vorteil, dass ein übermäßiges Ausbreiten der Pflanze verhindert wird. Auch können die Seerosen jederzeit emporgeholt werden, etwa für einen Rückschnitt, eine Teilung oder die Überwinterung.

Für gewöhnlich werden Seerosen als wurzelnackte Rhizome verkauft:

  • Wurzeln auf eine Handbreite einkürzen
  • Pflanzkorb zu zwei Dritteln mit Erde füllen
  • Rhizome schräg in das Substrat setzen
  • Etwas Dünger hinzugeben
  • Korb mit Erde auffüllen
  • Durchwässern

Danach werden die Körbe auf den Grund des Teiches gelassen, wo sie entweder verankert oder mit Steinen beschwert werden.

Alternativ kann jedoch auch eine Pflanzung direkt in den Teichgrund erfolgen.

Pflanzzeit

Die optimale Pflanzzeit ist abhängig von der Winterhärte der Seerosen:

  • Winterharte Sorten werden im April/Mai gepflanzt
  • Nicht winterharte Sorten sollten erst im Juni ins Wasser gelassen werden

Seerose richtig pflegen

Seerosen benötigen nicht besonders viel Pflege. Wichtig ist jedoch das regelmäßige Entfernen von vergilbten, angefressenen sowie kranken Pflanzenteilen.

Gießen

Ein Gießen im eigentlichen Sinne ist nicht erforderlich, da die Seerose im Wasser steht. Dennoch ist darauf zu achten, dass sich ihre Rhizome und Wurzeln immer in ausreichender Flüssigkeit befinden. In langen Trockenperioden kann es gegebenenfalls notwendig sein, den Wasserstand zu erhöhen.

Düngen

Die dekorativen Teichpflanzen haben einen hohen Nährstoffbedarf. Um diesen zu decken, wird im Frühjahr ein Langzeitdünger speziell für Gartenteiche verabreicht. Falls die erde sehr nährstoffarm ist, sind weitere Düngegaben empfehlenswert.

Seerose schneiden?

Wenn sich die Seerose zu stark ausbreitet, sollte sie ausgelichtet werden. Ansonsten wird sie keine Blüten mehr hervorbringen können. Diese Schnitte werden im Frühjahr durchgeführt. Sollte es später im Jahr zu Wucherungen kommen, kann auch dann noch ein Auslichtungsschnitt erfolgen. Dieser muss jedoch spätestens im August abgeschlossen sein.

Vermehrung

Seerosen werden durch Teilung vermehrt. Diese Maßnahme sollte nicht nur zur Gewinnung neuer Pflanzen, sondern auch zur Stabilisierung des Wuchses alle drei Jahre durchgeführt werden.

Auch eine Aussaat ist möglich; für gewöhnlich erledigt dies die Wasserpflanze allein.

Überwinterung

Wenn es sich um winterharte Sorten handelt, so verbleiben diese im Gartenteich, ohne dass weitere Maßnahmen erforderlich sind. Nicht winterharte Pflanzen müssen jedoch im Oktober in ein großes, mit Wasser gefülltes Gefäß gesetzt und eingeräumt werden. Das Winterquartier muss hell und kühl sein; die Seerose darf niemals austrocknen. Dieses Procedere ist auch für jene Exemplare sinnvoll, die in einer Wassertiefe von unter 50 cm kultiviert werden.

Gartenbista-Tipp: Exotische Sorten müssen bei mindestens 23°C überwintern!

Krankheiten und Schädlinge

  • Seerosen sind recht anfällig gegenüber Pilzerkrankungen, die sich zunächst durch gelbe Stellen an den Blättern zeigen. Später verfaulen sie. betroffene Pflanzeneile müssen umgehend entfernt werden. ist die Erkrankung bereits sehr weit fortgeschritten, muss die Seerose vernichtet werden.
  • Blattläuse siedeln sich gerne an Seerosen an. Deren Bekämpfung gestaltet sich etwas schwierig, da von einem Einsatz spezieller Pflanzenschutzmittel abzuraten ist. Möglicherweise lassen sich die Läuse durch Abspritzen mit einem scharfen Wasserstrahl entfernen.
  • Auch der Erdbeerkäfer sowie seine Larven sind gelegentlich auf den Wasserpflanzen zu finden. Sollte der Befall zu groß sein, müssen diese Insekten einzeln eingesammelt werden.

Ist die Seerose giftig?

In sämtlichen Pflanzenteilen ist die Seerose giftig. Dies gilt sowohl für Menschen als auch für Tiere, wobei letztere eher weniger mit den Wasserpflanzen in Berührung kommen.

 

Symbolgraphiken: © Dennis Donohue – Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

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