Schwarzäugige Susanne – so pflege ich die Zierpflanze richtig

Schwarzäugige Susanne
Schwarzäugige Susanne

Die Schwarzäugige Susanne ist eine der beliebtesten Kletterpflanzen überhaupt und deswegen auch auf vielen Balkonen, Terrassen und in heimischen Gärten zu finden. Diese Beliebtheit ist leicht zu erklären: sie ist pflegeleicht, so dass sie nur ein Minimum an Aufmerksamkeit benötigt.

Schwarzäugige Susanne, Thunbergia alata – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista

  • Blütezeit: JuniOktober
  • Standort: sonnig, warm, windgeschützt
  • Boden: durchlässig, nährstoffreich, humos
  • Kübelhaltung: möglich, gerne als Ampel
  • Pflanzenhöhe/-größe: 1 – 2 m
  • Gießen: mäßig
  • Düngen: nicht zwingend notwendig; falls gewünscht: alle drei Wochen mit Flüssigdünger
  • Schneiden: nicht notwendig; Verblühtes entfernen
  • Vermehrung: Stecklinge, Aussaat
  • Aussaatzeit: März/April
  • Überwinterung: nicht winterhart
  • Giftig: nein
  • Heilwirkung: nicht bekannt
  • Krankheiten und Schädlinge: Wurzelfäule, Spinnmilben, Blattläuse

Allgemeine Informationen über die Schwarzäugige Susanne

Die Schwarzäugige Susanne gehört zur Familie der Akanthusgewächse und stammt ursprünglich aus dem Südosten Afrikas. Während sie dort ganzjährig im Freien gedeiht, ist dies hierzulande nicht möglich: mit den hiesigen winterlichen Temperaturen kommt sie nicht zurecht, so dass sie ausschließlich einjährig kultiviert werden kann.

Bei der Thunbergia alata handelt es sich um eine Kletterpflanze, deren Triebe 1-2 m lang werden. Sie winden sich entgegen des Uhrzeigersinns. Da die Pflanze sehr krautig wächst, eignet sie sich hervorragend zur Berankung von Zäunen, Pergolen, Terrassen und Pfählen. Von Juni bis Oktober bildet die Schwarzäugige Susanne unermüdlich etwa 4 cm große Blüten. Diese sind gelb, orangefarben oder weiß. Namensgebend haben sie alle ein braunes Auge in der Mitte. Inzwischen wurde jedoch auch da in die Natur eingegriffen: es gibt bereits Zuchtformen, die kein solches Auge mehr besitzen…

Standort

Für ein optimales Gedeihen benötigt die Schwarzäugige Susanne einen sehr sonnigen und warmen Standort. Wenn dieser auch noch windgeschützt ist, wird sich die Pflanze in Windeseile zu einer dichten Blätter- und Blütenwand entwickeln.

Der Boden sollte folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Durchlässig
  • Humos
  • Nährstoffreich

Soll die Kletterpflanze in einem Pflanzgefäß kultiviert werden, so muss dieses unten Löcher haben, durch die überschüssiges Wasser ablaufen kann. Auch ist es sinnvoll, eine Drainage aus Kies oder Blähton zu legen.

Gartenbista-Tipp: Vor dem Pflanzen Hornspäne unter das Substrat mischen!

Schwarzäugige Susanne richtig pflegen

Die schöne Kletterpflanze ist sehr anspruchslos und benötigt kaum Pflege.

Gießen

Regelmäßige, jedoch mäßige Wassergaben sind sinnvoll. Das Substrat darf nicht komplett austrocknen, jedoch sollte sich keinesfalls Staunässe bilden. Dies kann besonders schnell bei Pflanzen in Kübelhaltung passieren. Deren Substrat sollte vor dem gießen grundsätzlich kontrolliert werden: es wird erst dann gegossen, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.

Düngen

Düngegaben sind kein Muss, können jedoch für ein noch üppigeres Wachstum verabreicht werden: alle drei Wochen Flüssigdünger dem Gießwasser beifügen.

Schwarzäugige Susanne schneiden?

Schnittmaßnahmen sind bei der dekorativen Kletterpflanze überflüssig. Lediglich verblühte Blüten sollten regelmäßig entfernt werden, da dies eine weitere Blütenbildung anregt und zudem eine Selbstaussaat verhindert. Befinden sich bereits ausgereifte Samenkapseln an der Pflanze, so können diese eingesammelt und für eine Aussaat im Folgejahr verwendet werden.

Vermehrung

Die Schwarzäugige Susanne kann sowohl durch Stecklinge als auch durch Aussaat vermehrt werden. Die Stecklingsvermehrung ist jedoch nur in jenen Fällen sinnvoll, in denen sich jemand die Mühe der Überwinterung macht:

  • Im Juli/August gutausgereifte Triebe abschneiden
  • Sämtliche Blätter bis auf die obersten entfernen
  • Pflanzgefäß mit durchlässigem Substrat füllen
  • Stecklinge in das Substrat stecken
  • Angießen
  • Gefäß an einen warmen und hellen Standort stellen, direkte Sonne vermeiden

Aussaat

Die Aussaat erfolgt im März/April im Haus:

  • Anzuchtgefäße mit Aussaaterde füllen
  • Samen 1 cm tief in das Substrat stecken
  • Gefäß mit Klarsichtfolie abdecken (täglich lüften!)
  • An einen warmen Platz stellen, gerne auf die Heizung
  • Substrat gleichmäßig feucht halten

Nach zwei bis drei Wochen beginnen die Samen zu keimen. Die Folie wird nun entfernt. Die Jungpflanzen dürfen nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freie, sollten jedoch zunächst langsam an die Sonne gewöhnt werden.

Überwinterung

Grundsätzlich ist die Schwarzäugige Susanne nicht winterhart. Beim ersten Frost geht sie ein und wird entsorgt. Nun kann es immer wieder sein, dass man als Hobbygärtner eine so innige Beziehung zu seiner Pflanze entwickelt hat, dass man sie auch im Folgejahr wiedersehen möchte. In derartigen Fällen ist eine Überwinterung möglich:

  • Sobald die Temperaturen auf 10°C fallen, Thunbergia ins Haus holen
  • Hellen Standort wählen, an dem Temperaturen zwischen 8°C und 12°C herrschen
  • Nur so viel gießen, dass die Erde nicht komplett austrocknet
  • Nicht düngen
  • Anfang Februar Triebe auf 50 – 80 cm einkürzen
  • Nach und nach sonnigeren Standort wählen
  • Nach den Eisheiligen ins Freie bringen

Gartenbista-Tipp: Winterquartier regelmäßig lüften!

Krankheiten und Schädlinge

Die Schwarzäugige Susanne ist sehr widerstandsfähig gegenüber Krankheiten. Lediglich Wurzelfäule aufgrund von Staunässe kann ihr zu schaffen machen. Auch von Schädlingen bleibt sie weitestgehend verschont. Blattläuse siedeln sich gelegentlich auf der Pflanze an; im Winterquartier können zudem Spinnmilben auftreten.

Symbolgraphiken: © xx85xx – Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

1 Kommentar

  1. Seit vielen Jahren säe ich immer wieder die Schwarzäugige Susanne aus. Diese Pflanze macht einfach nur Freude, weil sie wunderschön ist und nicht viel Pflege benötigt. Letztes Jahr waren die Triebe stark von Blattläusen befallen, was ich ansonsten nicht so kenne. Das tat der Schönheit allerdings keinen Abbruch….

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