Schneeglöckchen Pflanzen – Steckbrief

Es ist Februar, es ist kalt, und doch zeigen sich in Gärten und Parks schon Pflanzen, die das neue Gartenjahr im wahrsten Sinne des Wortes einläuten: die Schneeglöckchen. Über 100 verschiedene Sorten gibt es von ihnen; gefüllte, mit grünem Blütenrand, duftende, großblütige,… Eines haben sie alle gemeinsam: sie zeigen an, dass der Winter bald vorüber ist und das Frühjahr naht.

Schneeglöcken Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Schneeglöckchen Standort: vollsonnig, humusreiche Erde

Schneeglöckchen lieben lockere, humusreiche Erde. Ansonsten sollte man als Hobbygärtner darauf achten, welche Sorten man beim Schneeglöckchen pflanzen aussäen möchte: die frühblühenden möchten unbedingt einen vollsonnigen Standort, während die späteren Sorten auch durchaus mit einem halbschattigen Plätzchen vorlieb nehmen. Schneeglöckchen können wunderbar unter oder zwischen Stauden und Sträuchern gepflanzt werden

Schneeglöckchen vermehren durch Samen

Schneeglöckchen vermehren sich sehr schön und eifrig selbst; sie verwildern einfach. Auch die kleinen Ameisen tragen etwas zur Vermehrung von Schneeglöckchen bei: sie schleppen die Samen weg und deponieren sie in ihrem Bau, wo sie anfangen zu keimen.

Wer sich auf solche Umstände nicht verlassen möchte, kann natürlich auch selbst Hand anlegen und Schneeglöckchen vermehren. Entweder die Samen im Frühjahr oder Herbst direkt ins Freiland stecken, oder aber in Töpfen vorziehen. Hierbei ist es auch möglich, die erste Generation Schneeglöckchen eine Saison lang im Haus blühen zu lassen: Im September/Oktober die Schneeglöckchen in Töpfen aussäen und bis zum ersten Frost im Freien lassen. Dann ins Haus holen und an einen hellen, kühlen Ort stellen. Wenn man möchte, dass die Schneeglöckchen blühen, sollte man sie circa 14 Tage vorher ins Warme stellen.

360°-Video von dem Elwes-Schneeglöckchen (Galanthus elwesii)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie das Elwes-Schneeglöckchen (Galanthus elwesii) aussieht.

360°-Video von dem Elwes-Schneeglöckchen (Galanthus elwesii) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im April

Schneeglöckchen Pflege – Tipps

  • Kein Düngen: Schneeglöckchen sollten keinesfalls gedüngt werden. Tut man dies, bilden sich zwar dichte Blätter, aber keine (oder kaum) Blüten
  • Umpflanzen: Wenn Schneeglöckchen umgepflanzt werden sollen, muss dies direkt nach der Blüte geschehen
  • Schneiden: Verblühtes Blatt- und Blütenwerk möglichst nicht abschneiden. Nach einigen Wochen verrottet es von alleine.

Das Schneeglöckchen ist eine geschützte Pflanze!

Schneeglöckchen stehen unter Naturschutz; es ist strengstens verboten, in der freien Natur eines zu pflücken oder sogar die gesamte Pflanze auszugraben.

In England hingegen ist ein regelrechter Hype um die Schneeglöckchen entstanden: alljährlich findet eine große Ausstellung der verschiedensten und seltensten Sorten Schneeglöckchen statt, für die Liebhaber Höchstpreise zahlen.

Schneeglöckchen Heilwirkung

Auch, wenn die Heilwirkung von Schneeglöckchen weitestgehend unbekannt ist: es gibt sie tatsächlich. Schneeglöckchen sollen bei Erkrankungen des Nervensystems eine hilfreiche Wirkung erzielen, doch sollte eine Einnahme nur unter fachkundlicher Aufsicht erfolgen, denn trotz ihres niedlichen Aussehens sind Schneeglöckchen giftig.

Schneeglöckchen Schädlinge

Schneeglöckchen bleiben von Schädlingen verschont. Dies liegt vor allem daran, dass sich die meisten Parasiten noch im Winterschlaf befinden oder noch gar nicht geschlüpft sind, wenn die Hochsaison für diese Pflanzen ist…

Achtung: Schneeglöckchen sind giftig

Auch, wenn ihr Aussehen darauf kaum schließen lässt: Schneeglöckchen sind giftig. Ein Verzehr kann Durchfall, Erbrechen und Benommenheit hervorrufen; nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Haustieren.

Also: Finger und Mund weg von Schneeglöckchen!

Graphik: © Firma V-Fotolia.com


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