Wie kann Schleierkraut richtig überwintern?

Ist das Schleierkraut winterhart?
Ist das Schleierkraut winterhart?

Auch wenn wir sie nicht unter diesem Namen kennen: Botanisch richtig benannt wird die dekorative Pflanze mit „Rispige Gipskraut“ oder „Schleier-Gipskraut“. Aber ist das hübsche Schleierkraut winterhart? Im deutschen Raum werden in privaten Gärten vor allem zwei Sorten angepflanzt.

Schleierkraut winterhart

Für Töpfe und Blumenkästen werden meist nur einjährige Stauden aus der Familie der Nelkengewächse kultiviert. Bei mehrjährigen Pflanzen handelt es sich vorwiegend um:

  • Hohes Schleierkraut, Gypsophila paniculata, aufrecht wachsend, Wuchshöhen zwischen 50 und 120 cm, weiße oder seltener rosafarbene kleine Sternblüten
    oder
  • Kriechendes Schleierkraut, auch Teppich Schleierkraut oder Zwergschleierkraut genannt, Gypsophila repens, bedeckt innerhalb kürzester Zeit große Flächen, reichblühend, Wuchshöhen bis 30 cm, weiße Blüten, gefüllt oder ungefüllt

Gartenbista-Tipp: Sie sind winterhart, reagieren aber unterschiedlich empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit.

Schleierkraut überwintern und winterfest machen

Beide Arten können den Winter über im Boden verbleiben. Sie sind absolut winterhart und blühen nach den kalten Tagen im Frühjahr neu und kräftig aus.

Vorbereitungen für den Winter

Das Hohe Schleierkraut benötigt einen Windschutz. Ein kleiner Hühnerzaun kann um die Staude gestellt werden oder die Stängel werden an Bambusstäbe gebunden. Beim Teppich Schleierkraut ist kein Windschutz notwendig.

Eine dicke Schicht Mulch rund um das Schleierkraut schützt die Wurzeln bei starken Minusgraden. In manchen Gärten findet sich Schleierkraut auf einer Mauer oder im Steingarten. Auch an diesen Standorten macht der Frostschutz Sinn.

Richtige Pflege im Winter

Schleierkraut im Winter richtig pflegen.
Schleierkraut im Winter richtig pflegen.

Besonders beim Hohen Schleierkraut muss auf Staunässe geachtet werden. Die Pflanze reagiert ausgesprochen empfindlich auf zu viel Nässe und verfault schnell. Für die Winterzeit kann der Gärtner getrost auf das Gießen verzichten.

Eine dicke Schicht Reisig oder Laub schützt vor zu viel Regen. Spätestens vor dem Winter muss ein kompletter Rückschnitt bis ca. eine Handbreit über dem Boden erfolgen. Kübel- und Topfpflanzen benötigen im Winter nur ganz wenig Wasser.

Richtiger Standort im Winter

Im Beet ist lediglich auf einen nicht zu nassen Standort zu achten. Zur Not kann man das aus Asien und Europa stammende Gypsophila paniculata für den Winter umsetzen. Kübel und Topfpflanzen müssen aber auf jeden Fall ins Winterquartier. Ein kühler, gerne unbeheizter Raum, trocken und mit frischer Luft ist ideal.

Was tun bei wirklich starkem Frost?

Der Frostschutz aus Laub, Reisig oder Tannenzweigen ist in der Regel für Freiland Schleierkraut bei starkem Frost ausreichend. Im Kübel gepflanzt kann Schleierkraut keinen starken Frost vertragen und muss rechtzeitig ins Haus.

Schleierkraut winterhart bei kritischen Temperaturen

Hier gelten die gleichen Regeln wie bei starkem Frost.

Wann Schleierkraut schützen

Das hochwachsende Gypsophila paniculata muss während der Blüte als auch im Winter abgestützt werden. Die dünnen Pflanzenstiele brechen leicht ab. Kaninchen werden ferngehalten durch einen kleinen Hühnerzaun. Kübelpflanzen dürfen nicht starkem Frost ausgesetzt werden.

Gartenbista-Tipp: Wildkaninchen lieben im Winter Schleierkraut und fressen ganze Stauden kahl. Daher die zarten Pflanzen während der kalten Jahreszeit gut abdecken und regelmäßig kontrollieren.

Wie kann Schleierkraut überwintern?

Erste zarte Frostnächte überstehen die hübschen Zierpflanzen im Kübel meist unbeschadet. Luftpolsterfolie oder ein Vlies kann zusätzlichen Schutz vor Minusgraden geben. Bei dauerhaften Kälteperioden ist der Umzug ins Innere notwendig.

Im Topf

Im Topf muss das Schleierkraut ins Haus, sobald die ersten Frostnächte drohen. Ein unbeheizter Raum, dunkel und trocken, aber mit Frischluftzufuhr bietet ideale Bedingungen. Zeitig rausstellen, damit der Austrieb pünktlich zum Frühjahr beginnen kann.

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Symbolgrafiken: © agneskantaruk, Omika – Fotolia.com


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