Safran Pflege, Standort, Anbau, Vermehrung & Ernte

Normalerweise sind Krokusse dafür bekannt, dass sie echte Frühlingsboten beziehungsweise Frühjahrsblüher sind. Doch es gibt durchaus Sorten, die im Herbst blühen, beispielsweise der Safran: seine Blütezeit ist von Anfang bis Mitte Oktober für die Dauer von zwei Wochen.

Safran Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Safran: Was ist Safran?

Safran ist eine der edelsten Gewürzpflanzen der Welt und trägt nicht umsonst den Beinamen „Rotes Gold“. Die verwendeten Pflanzenteile, die zarten Stempelfäden aus getrockneten Blüten, sind sehr leicht und filigran. Um 100 g dieses Gewürzes zu erhalten, werden zwischen 15.000 und 20.000 Safran-Blüten benötigt.

Der Geschmack des Safrans ist herb-scharf und dient zur Verfeinerung vieler Gerichte (was aber bei üblicher Dosierung kaum zum Tragen kommt), vor allem aber der Verbesserung deren Duftes: Safran duftet aromatisch-süß. Und nicht nur dass: mit Safran gewürzte Gerichte erhalten durch seine Carotinoide eine goldgelbe Farbe („Safran macht den Kuchen gelb…“) Der Anbau von Safran ist recht einfach.

Safran Standort: vollsonnig und sandig

Safran wächst in freier Wildbahn nur in warmen Ländern, deshalb ist es hierzulande nur in wärmeren Regionen ratsam, einen Safrananbau zu starten. Dementsprechend sollte auch ein möglichst vollsonniger Standort mit sandigem Boden gewählt werden.

Safran Anbau: Anleitung

  1. Wenn die Eisheiligen vorüber sind, kann mit dem Safrananbau begonnen werden. Dabei ist zu beachten, dass Safran keinen Samen bildet, dafür jährlich neue Knollen. Diese Knollen haben es aber in sich: bis zu sechs Pflanzen können aus einer einzigen von ihnen entstehen.
  2. Im Abstand von 15 cm zueinander kommen die Safranknollen in die Erde, und zwar in einer Tiefe von 10 cm.

Safran Ernte

Die Ernte der zartlila Safranblüten ist auf die ersten 14 Tage des Oktobers begrenzt und kann auch nur erfolgen, wenn es nicht regnet. Eine „reife“ Safranblüte erkennt man daran, dass sie weit auf ist und ihre roten Safranfäden zeigt. Diese müssen dem Blütenkelch dann vorsichtig entnommen und liegend getrocknet werden.

Tipp: die beste Zeit für eine Safranernte ist der Morgen!

Safran Vermehrung mit Knollen

Safran vermehrt sich von alleine durch Bildung neuer Knollen. Diese können dann entweder ausgegraben und an einen neuen Standort versetzt, oder aber an Ort und Stelle in der Erde gelassen werden.

Safran Krankheiten und Schädlinge

Der Safran bleibt weitestgehend von Krankheiten verschont. Lediglich Pilze können ein Problem für die edle Gewürzpflanze darstellen. Doch diese treten in der Regel erst im dritten oder vierten Lebensjahr des Safrans auf. Aus diesem Grund ist es ratsam, den Safran im dritten Jahr an eine andere Stelle im Garten zu verpflanzen und erst nach zehn Jahren denselben Standort wieder zu verwenden, da die Pilze sehr resistent sind und in der Erde überleben.

Wühlmäuse hingegen können immer und überall zu einem Problem für den Safran werden. Sie nagen von unten die Knollen an (ja, ein Safran besitzt Knollen, und nicht wie irrtümlicherweise oft vermutet wird, Zwiebeln), was zum Absterben der Pflanze führen kann.

Safran Heilwirkung

Bereits Hippokrates wusste die Heilwirkung von Safran zu schätzen: schmerzstillend, menstruationsfördernd, krampflösend, schweißtreibend. Eingesetzt wird diese Pflanze bei Augenkrankheiten, Gicht, Leberbeschwerden und Anämie. Studien zufolge sollen auch Heilungserfolge bei Depressionen sowie bei Demenz bestehen. Allerdings wird Safran in der Praxis fast ausschließlich als Gewürz verwendet.

Safran ist giftig!

Größere Mengen Safran sind giftig, wobei diese Wirkung bei etwa 5 g verzehrtem Safran einsetzt. In derartigen Fällen kommt es zunächst nur zu Erbrechen. Ein Verzehr von circa 20 g Safran ist hingegen tödlich. Allerdings muss dabei bedacht werden, dass 20 g dieses Gewürzes sehr weit von der haushaltsüblichen Menge abweichen – also besteht keine Gefahr einer versehentlichen Überdosierung…

Bitte beachten Sie, dass gartenbista-Artikel nicht den fachlichen Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Physiotherapeuten ersetzen können. Außerdem übernehmen weder der Autor noch gartenbista das Risiko für eine Eigenbehandlung aufgrund dieses Artikels.

Graphik: © viperagp-Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

5 Kommentare

  1. Schaut einfach mal im Netz, da gibt es viele Anbieter, die Safranknollen versenden. Man muss rechtzeitig vorbestellen, da manche Händler nur einmal im Jahr zur Pflanzzeit ausliefern.

    Wir haben uns dieses Jahr zum ersten Mal Safranknollen für den Küchengarten bestellt und wollen sie Ende Juli einpflanzen.

    Jetzt lese ich hier erstaunt, dass an einer Knolle bis zu sechs Pflanzen entstehen können! Wow, da war ich wohl etwas optimistisch als ich 50 Knollen geordert habe 😀

    Vielen Dank für die Aufklärung!
    Nadine

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