Rosen Schädlinge im Überblick

Rosen Schädlinge bekämpfen
Rosen Schädlinge bekämpfen.

Rosen erfreuen sich allgemein großer Beliebtheit; sie gelten als Symbol der Liebe und als „Königin der Blumen“. Leider fühlen sich nicht nur Menschen zu ihnen hingezogen, sondern auch Schädlinge, die in zwei Kategorien eingeteilt werden und die jede für sich besonderer Aufmerksamkeit bedarf: Pilze und Insekten.

Pilzbefall schädigt Rosen nachhaltig

Es gibt verschiedene Pilzarten, die die heimischen Rosenarten befallen. Selbst bei gründlicher Bekämpfung kann es in der Zeit von Mai bis August immer wieder zu erneutem Befall kommen. Schuld daran sind die Pilzsporen, die sich nicht nur an der Pflanze, sondern auch in ihrem Umfeld befinden. Deren Gedeihen wird begünstigt durch bestimmte Boden- und Witterungsverhältnisse (Übermaß an Stickstoff in der Erde; feuchtes Wetter).

Da Pilze Rosen nachhaltig bis hin zum Eingehen schädigen können, muss sofort beim ersten Anzeichen für einen Pilzbefall eingegriffen werden; besser noch prophylaktisch im April. Es ist nicht ratsam, diese Bekämpfung mit irgendwelchen Hausmittelchen zu versuchen – hier hilft wirklich nur eine Behandlung mit Mitteln aus dem Fachhandel…

Die drei häufigsten Pilzsorten im Überblick

Echter Rosenmehltau

Die Blattoberseite sowie die Blütenknospen sind mit einem mehligen, weißen Belag bedeckt. Dieser ist zwar abkratzbar, kommt aber immer wieder und schädigt die Pflanze extrem: die Blütenknospen gehen nicht auf, bereits bestehende Blüten sind deformiert, die Blätter rollen sich nach unten zusammen und fallen ab.

Sternrußtau

Dies ist der am Häufigsten vorkommende Pilz auf heimischen Rosen. Die Blätter der befallenen Pflanzen bekommen bis zu  1 cm große, violette bis graubraune Flecken, die sich später schwarz verfärben. Typisch für diesen Pilz ist die Form der Flecken: sternenförmig gezackt (daher der Name!). Die Blätter der Rose vergilben nach und nach und fallen schließlich ab, so dass betroffene Sträucher zum Ende des Sommers kahl sind.

Rosenrost

auf der Oberseite der Blätter zeigen sich stecknadelkopfgroße, gelbliche bis rötliche Flecken; auf der Unterseite Punkte, die gelb, orange, rotbraun oder schwarz sein können. Auch hier fallen die Blätter nach und nach ab, bis der Strauch in völliger Kahlheit dasteht.

Bei allen Pilzarten ist es nicht nur wichtig, den Pilz an sich zu bekämpfen, sondern auch ständig die befallenen Pflanzenteile zu entfernen. Bitte diese nicht auf dem Komposthaufen entsorgen – die Pilzsporen können auch dort überwintern und im nächsten Frühjahr zusammen mit dem Humus wieder verteilt werden!

Rosen Schädlinge im Überblick

Blattläuse

An erster Stelle der saugenden Insekten sind die Blattläuse zu nennen. Sie besitzen zwar viele natürliche Feinde, wie beispielsweise Marienkäfer, aber aufgrund ihrer schnellen Vermehrung und ihres großen Appetits stellen sie eine immense Gefahr für Pflanzen dar. Auf Rosen ist insbesondere die Große Rosenblattlaus zu finden.

Blattläuse besiedeln in großen Kolonien alle Teile der Rosen, besonders aber die

  • Unterseite der Blätter,
  • die Triebspitzen
  • und die Knospen.

Sie werden 1 – 4 mm lang und sind grün oder rötlich-braun. Ihr Saugen an den Pflanzenteilen führt zum Kräuseln und Verkrüppeln der Blätter und Triebe, die sich dadurch nicht mehr weiterentwickeln können. Zusätzlich sorgen ihre zuckerartigen Ausscheidungen (Honigtau) für die Bildung eines weiteren Rosenschädlings: des Rußtaupilzes.

Rosenzikade

Die Rosenzikade ist circa 3 mm lang, gelblichweiß beziehungsweise grünweiß, besitzt Sprungbeine (ähnlich wie bei einem Grashüpfer) sowie Flügel. Ihre Eier sind frostresistent und überwintern im Boden. Befall erkennt man an einer weißen Sprenkelung der Blätter (Saugflecken), die sich von deren Adern beginnend über das gesamte Blatt ausbreiten. Diese Blätter verwelken und fallen ab.

Ein ähnliches Schädigungsbild ergibt sich auch beim Befall mit Spinnmilben, die feine Gespinste an Blattunterseiten und Knospen anbringen. Auch hier sind die Blattunterseiten gesprenkelt, allerdings eher gelblich. Später werden die Blätter fahl und fallen ab. Unterscheiden zwischen Zikade und Spinnmilbe kann der Laie meistens nur dadurch, dass die Zikade bei Berührung der Pflanze davonspringt.

Rosenblattrollwespe

Hierbei handelt es sich um eine 3-4 mm  lange, dunkle Wespenart. Von Ende April bis Anfang Juni legt diese Wespe ihre Eier auf Blattränder der Rosen, die sich dadurch nach unten rollen („schwellen“). In diesen Rollen schlüpfen aus den Eiern weißliche, später hellgrüne Maden, die sich im Juni zu Boden fallen lassen, sich dort verpuppen und in ihrem Kokon überwintern.

Rosenwickler

Rosenwickler sind braune Falter, deren gelbgrüne-olivgrüne Raupen ab Ende April auf den Rosen zu finden sind. Befallene Pflanzen erkennt man sowohl an abgefressenen Blättern als auch an zusammengesponnenen Triebenden, in denen sich später die Raupen verpuppen. Bei diesem Befall kann man die betroffenen Pflanzenteile abseifen; ansonsten hilft auch hier nur deren komplette Entfernung.

Rosenblattwespe

Bei diesem Schädling handelt es sich um eine glänzende, schwarze Wespe, die ihre Eier auf der Blattunterseite ablegt. Die circa 1 cm großen Larven schlüpfen schnell. Sie führen einen sogenannten „Schabefraß“ an der Blattoberseite aus, bis nur noch die Haut und die Blattadern stehen geblieben sind.

Generell ist es so, dass in den allermeisten Fällen nur spezielle Ungeziefervernichtungsmittel Erfolg bringen. Vorbeugend kann der Hobbygärtner Lavendelpflanzen zwischen seine Rosen setzen; die sollen zumindest einen Teil der Blattläuse abhalten…

Graphik: © kernel-Fotolia.com


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