Rosen Pflege: Schneiden, überwintern & Krankheiten

Rosen Pflege von Rosen
Rosen Pflege von Rosen

Rosen Pflege: Sie sind eine Zierde für jeden Garten, verschönern – je nach Sorte – Beete, Rabatten oder Hauswände: die Rosen. Ob stehend oder kriechend; gefüllt oder ungefüllt; duftend oder neutral riechend: die „Königin der Blumen“ ist in jeder ihrer Variationen ein wunderschöner Anblick und zählt zu den beliebtesten Pflanzen in heimischen Gärten.

Rosen – Steckbrief Gartenbista.de

Rose ist nicht gleich Rose

Man unterscheidet Rosen nicht nur nach Sorten, die so fantasievolle Namen wie „Aphrodite“, Paso Double“ oder „Heimatmelodie“ tragen, sondern auch nach Arten:

  • Beetrosen. Beetrosen werden bis zu 80 cm hoch, sind vielblütig und reichblühend vom Sommer bis in den Herbst hinein. Gepflanzt werden sie meistens in Gruppen.
  • Edelrosen. Diese aufrecht stehende Art wird bis zu 1,2 m hoch, besitzt lange Stiele und große Blüten, die halb- oder starkgefüllt sind. Edelrosen wirken am schönsten, wenn sie solitär stehen.
  • Strauchrosen. Strauchrosen haben einen aufrechten, breitbuschigen Wuchs und können 1,2 m bis 2 m hoch werden. Ihre Blüten sind einfach oder gefüllt und reichblühend; man pflanzt sie in Gruppen oder einzeln.
  • Kletterrosen. Sie besitzen 2-4 m lange Triebe, die über Gerüsten oder Bögen („Rosenbögen“) wachsen. An Spalieren gepflanzt, bewachsen und begrünen sie Hauswände. Ihre Blüten sind einzeln oder in Dolden zusammengefasst und halb- oder starkgefüllt.
  • Bodendeckerrosen. Diese Art wird nur etwa 20-50 cm groß und besitzt lange Triebe, die sich über die Erde „schlängeln“. Sie blühen mehrmals vom Sommer bis in den Herbst. Man pflanzt sie in Gruppen.
  • Zwergrosen. Die kleinste Art der heimischen Rosen erreicht nur eine Größe von etwa 30 Zentimetern. Ihre kleinen Blüten hängen in Büscheln an den Trieben; sie sind sehr reichblühend.

Rosen Pflege und pflanzen – So wird es richtig gemacht

a) Rosen pflanzen: Standort beachten

Rosenstrauch
Rosensträuche in verschiedenen Farben

Egal, welcher der oben genannten Kategorien die Rosen angehören, sie benötigen alle einen sonnigen, warmen und luftigen Standort zum richtigen Rosen pflanzen, der aber nicht zu windig sein darf. Rosen hassen Wind genauso sehr wie zu viel Nasse – sei es in Form von Regen oder von zu großzügigen Gießorgien. Der Boden sollte nährstoffreich und durchlässig sein. Er darf weder austrocknen, noch darf sich Staunässe bilden – beides vertragen die Rosen nicht.

b) Rosen vor dem Pflanzen wässern

Nach dem Kauf sollten die Rosensträucher zunächst in einen Eimer Wasser gestellt werden. dort verbleiben sie so lange, bis sich ihr Erdballen sowie ihre Wurzeln komplett vollgesogen haben.

c) Beet vor dem Rosen Pflanzen vorbereiten

Während die Rose wässert, kann sich der Gartenbesitzer daran machen, das Beet vorzubereiten. Dies bedeutet zunächst einmal, es vom Unkraut zu befreien. Danach wird die Erde gut aufgelockert und ein Pflanzloch ausgehoben, welches doppelt so groß sein muss wie der Wurzelballen.

d) Rosen pflanzen

Nun kann die Rose in das Pflanzloch gesetzt werden. dabei ist zu beachten, dass die Veredlungsstelle circa 5 cm unterhalb der Erdoberfläche sitzt. Dann wird das Pflanzloch wieder mit der ausgehobenen Erde gefüllt, wobei es sich anbietet, diese mit Humus anzureichern. Die Erde gut festtreten. Ist dies geschehen, wird die Rose gründlich gewässert.

e) Rosen nach dem Pflanzen pflegen

Wird die Rose im Herbst gepflanzt, sollte sie etwa 20 cm hoch angehäufelt werden, um sie vor Frost zu schützen. Im Frühjahr gepflanzte Rosen hingegen benötigen einen solchen Schutz nicht. Bei ihnen ist auf eine ausreichende Bewässerung zu achten.

360°- Video

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die Topfrose aussieht.

360°-Video von der Topfrose- Gartenbista-Videostudio, gedreht im März

Rosen richtig schneiden

Eines der wichtigsten, aber auch der heikelsten Themen bei der Rosenpflege ist das Schneiden. Jeder Hobbygärtner weiß, dass dies zwingend notwendig für einen kräftigen Wuchs ist, und greift oft und gerne zur Gartenschere – leider häufig mit der Konsequenz, dass die Rosen eher eingehen als gedeihen. Von daher ist z beachten, dass ein Gärtner kein Coiffeur ist und nicht kreativ, sondern effektiv arbeite soll. Dies bedeutet im Falle der Rosen: im Frühjahr, wenn sich die ersten Blätterknospen im unteren Bereich der Pflanzen zeigen, muss das gesamte alte und dürre Holz entfernt werden, ebenso sich überkreuzende Triebe. Bei Strauch-, Beet- und Edelrosen sollen nach dem Schnitt nur 3-4 kräftige Haupttriebe übrig bleiben; bei Heckenrosen hingegen können sämtliche Haupttriebe stehen gelassen werden. Triebe, die gekürzt werden sollen, lässt man in der Höhe von 4-5 Augen stehen. Dazu sucht man sich eine Stelle circa 0,5 cm über einem nach außen stehenden Auge und schneidet schräg darüber hinweg.

Während des ganzen Sommers sollten ständig die abgeblühten Blüten abgeschnitten werden; sie sehen nicht nur unschön aus, sondern kosten die Pflanzen auch Kraft und Nährstoffe.

Rosen richtig überwintern

Wer seinen Rosen ein warmes und gemütliches Winterquartier schaffen möchte, der häufelt Erde an ihren Stamm. Zusätzlich kann man ihren Stamm mit Reisig abdecken, um sie noch besser gegen Frost und Kälte zu schützen. Generell ist die Rosenpflege zwar kein Fulltime-, aber zumindest doch ein Ganzjahresjob. Hierfür gibt es einen Jahresplaner, der dazu dienen soll, den Überblick zu behalten:

Januar und Februar: Winterkontrolle. Das bedeutet, gelegentlich nachsehen, ob die angehäufelte Erde beziehungsweise das Reisig noch vorhanden ist.

März: Winterschutz entfernen

Ende März/Anfang April: Frühjahrsschnitt tätigen, Düngen, die Pflanzzeit beginnt!

April: Boden um die Pflanzen herum auflockern, pilzvorbeugende Maßnahmen treffen

Mai: Pflanzen auf Schädlinge untersuchen

JuniSeptember: regelmäßige Schädlingskontrolle, verblühte Blüten entfernen

Juni: Düngen

November: Winterschutz anbringen

Dezember: Kontrolle des Winterschutzes

… dafür danken es die Rosen mit einem wunderschönen Anblick, kräftigem Wuchs und ihrem typischen, unaufdringlichen Duft…

Die häufigsten Rosenkrankheiten

a) Pilzkrankheiten bei Rosen

Sternrußtau (Diplocarpon rosae)
Sternrußtau (Diplocarpon rosae)

Die häufigsten Pilzkrankheiten, welche heimische Rosen befallen, sind

  • Echter Mehltau
  • Rosenrost
  • Sternrußtau

Die Entstehung aller dieser Pilzkrankheiten wird durch viel Feuchtigkeit begünstigt. Von daher sollte eine strenge Kontrolle der Rosen bereits ab dem Frühjahr erfolgen, wenn die Witterung noch recht kühl und feucht ist.

b) Echter Mehltau

Die häufigste Pilzkrankheit, welche auf Rosen anzutreffen ist, ist der Echte Mehltau. Gut zu erkennen an einem mehlig-weißen Pilzrasen, welcher zunächst die Blütenstängel und –kelche befällt, später auch die Blattoberseiten. Blütenknospen, welche noch in der Entwicklung sind, verkümmern. Die Blätter der betroffenen Pflanze verkrüppeln.

Gartenbista-Tipp: Das Schlimme am Echten Mehltau ist nicht nur, dass er die betreffende Pflanze ruiniert, sonder sich auch rapide ausbreitet: andere Pflanzen, die sich in der Nähe befinden, werden ebenfalls vom Echten Mehltau befallen.

c) Rosenrost

Der Rosenrost macht sich zunächst durch winzige, gelbe Sporenlager bemerkbar, welche sich auf der Unterseite der Rosenblätter ansiedeln. Diese werden zu einem späteren Zeitpunkt braun, dann schwarz. Auf der Oberseite hingegen bilden sich gelbe Flecken.

Die Rosenblätter der betroffenen Pflanze vergilben schließlich und fallen ab. Dies führt dazu, dass bereits im Hochsommer die Rosenstöcke im wahrsten Sinne des Wortes wie Stöcke dastehen, nämlich völlig kahl. Die schwarzen Sporen, die sogenannten „Wintersporen“ überwintern auf dem abgefallenen Laub, um sich im Folgejahr erneut auf Pflanzen ansiedeln zu können. von daher ist es unabdinglich, das komplette abgefallene Laub der betroffenen Rosen einzusammeln und zu entsorgen – aber bitte nicht auf dem Kompost!

d) Sternrußtau

Wenn sich auf den Blättern der Rosen runde, gelbschwarze Flecken zeigen (siehe Foto), kann davon ausgegangen werden, dass diese vom Sternrußtau befallen sind. Blätter von betroffenen Pflanzen vergilben und fallen ab; dies kann bereits ebenfalls im Hochsommer geschehen. Auch beim Befall mit Sternrußtau ist zwingend darauf zu achten, dass die betroffenen Blätter komplett eingesammelt und entsorgt werden, damit durch ihre Sporen nicht eine Neuinfektion erfolgen kann.

Was ist gegen Rosenkrankheiten zu tun?

Da Pilze generell sehr resistent sind und auf hausmittel so gut wie gar nicht reagieren, sollte ein spezielles Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. empfehlenswert ist es, bereist vorbeugend etwas gegen Pilzkrankheiten bei Rosen zu tun. Gerade eggen die drei am häufigsten vorkommenden Pilzkrankheiten haben sich vorbeugende Maßnahmen als sehr effektiv erwiesen.

Viele der heutigen Pflanzenschutzmittel können sowohl präventiv als auch in akuten Situationen eingesetzt werden. Diesen Vorteil sollte man als Garten- beziehungsweise Rosenbesitzer auf jeden Fall ausnutzen. Darüber hinaus sollte darauf geachtet werden, dass die Rosen nicht zu feucht stehen und nicht mit Dünger gedüngt werden, welcher zu viel Stickstoff enthält – beides begünstigt die Entstehung von Pilzkrankheiten…

Graphik: © petrabarz – Fotolia.com; © Fotolyse-Fotolia.com; © Digitalpress – Fotolia.com


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