Rosenbeet anlegen – wann und wie wird es richtig gemacht?

Blühende Rose
Blühende Rose

Beim Rosenbeet Anlegen kommt es nicht nur auf den richtigen Standort an, sondern auch auf passende Begleitpflanzen. Zudem ist es sinnvoll, sich im Vorfeld einen Plan zu erstellen, wie das Gartenstück später einmal aussehen soll. Hier erfahren Sie, wie´s geht.

Rosenbeet anlegen – Standort

Für gewöhnlich gedeihen die edlen Pflanzen am besten an vollsonnigen Standorten. Mindestens fünf Stunden täglich sollte dort die Sonne scheinen. Einige Sorten sind jedoch auch sehr gut halbschattenverträglich, so dass man auf ein Rosenbeet nicht zwingend zu verzichten braucht, wenn nur derartige Plätze zur Verfügung stehen. Es ist jedoch ratsam, sich im Fachhandel zunächst nach geeigneten Rosenpflanzen zu erkundigen.

Gartenbista-Tipp: Ideal wäre es, wenn das gewählte Plätzchen ein wenig windgeschützt gelegen wäre.

Boden

Rosenbeet
Rosenbeet

Damit sich die Rosen gut entwickeln können, benötigen sie einen Boden, der

  • durchlässig,
  • durchlüftet sowie
  • nährstoffhaltig

ist. Ist die Erde zu nass oder zu trocken, ist sie für eine Kultivierung ungeeignet. Dasselbe gilt an steinigen Plätzen: dort sollte man kein Rosenbeet anlegen, da die Wurzeln keine Möglichkeit haben, sich auszubreiten. Demzufolge würden die Pflanzen verkümmern.

Größe

Wie groß ein Rosenbeet individuell sein sollte, bleibt im Grunde genommen jedem selbst überlassen. Dennoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass weniger manchmal mehr ist. Natürlich kann man ganze Areale mit Rosen bepflanzen. Ob diese dann noch so edel wirken, ist allerdings fraglich. Unter Umständen ist es sinnvoller, kleinere Beete anzulegen – und dann eventuell mehrere.

Bei der Größe der Rosenbeete kommt es zudem darauf an, welche Arten gepflanzt werden sollen. So ist es zum Beispiel kontraproduktiv, Zwergrosen in riesige Beete zu setzen. Entweder würde man sehr viele davon benötigen, was meistens recht gewöhnungsbedürftig aussieht. Werden jedoch nur wenige Exemplare kultiviert, so wirkt das komplette Beet wiederum zu kahl.

Wurzelnackte Rosen oder Containerware verwenden?

Vorab gesagt: beide Arten können sehr gut zum Rosenbeet Anlegen verwendet werden. Getopfte Rosen haben den Vorteil, dass sie für gewöhnlich größer sind und somit bereits nach kurzer Zeit einen üppigen Eindruck hinterlassen. Dafür ist die Auswahl an wurzelnackten Rosen meistens größer; zudem sind sie billiger.

Bei der Entscheidung sollte zudem noch der geplante Zeitpunkt zum Einpflanzen berücksichtigt werden.

Welcher Zeitpunkt ist zum Rosenbeet Anlegen geeignet?

Der richtige Zeitpunkt ist beim Anlegen eines Rosenbeetes ebenso wichtig wie der Standort sowie der Boden. Dabei ist zu unterscheiden, ob es sich bei den betreffenden Pflanzen um Containerware oder wurzelnackte Rosen handelt. Erstere können ganzjährig in die Erde gebracht werden, solange es frostfrei ist.

Gartenbista-Tipp: Beim Pflanzzeitpunkt den optimalen Zeitpunkt der Begleitpflanzen beachten!

Frühjahr?

Das Frühjahr ist ein recht guter Zeitpunkt für eine derartige Gartengestaltung. Sobald der Boden etwas wärmer ist, kann das Projekt durchgeführt werden. Wurzelnackte Rosen benötigen jedoch länger, bis sie sich entwickeln können, und haben zudem einen höheren wasserbedarf, wenn sie im Frühling gepflanzt werden.

Sommer?

Rosen richtig einpflanzen
Rosen richtig einpflanzen

Für gewöhnlich ist es in den Sommermonaten zu warm, um ein Rosenbeet anzulegen. Vor allem die Begleitpflanzen können häufig nicht an derartigen Tagen eingepflanzt werden. Einzige Ausnahme: es werden ausschließlich getopfte Rosen eingesetzt.

Rosenbeet anlegen im Herbst?

Zwischen Anfang Oktober und Ende November liegt der ideale Zeitraum, um wurzelnackte Rosen einzupflanzen. Sie können sich sehr gut entwickeln. Doch es gibt noch einen weiteren Vorteil: in dieser Jahreszeit sind im Fachhandel die meisten Rosen erhältlich, so dass man als Hobbygärtner ein breites Spektrum zur Auswahl hat.

Vorbereitung zum Rosenbeet Anlegen

Als allererstes ist es sinnvoll, sich einen Pflanzplan zu erstellen. Auf diesem wird zunächst das Beet skizziert, danach die Stellen markiert, an denen Rosen Platz finden sollen. Bitte dabei die zu erwartenden Wuchsbreiten beachten. Im Anschluss daran sollte man sich Gedanken darüber machen, welche Begleitpflanzen gesetzt werden sollen – und wohin. Auch dabei muss berücksichtigt werden, dass Pflanzen sowohl in die Höhe als auch in die Breite wachsen.

Ist dies geschehen, kann mit der Vorbereitung des Beetes begonnen werden:

  • Auf dem Areal sämtliches Unkraut sowie Steine entfernen
  • Boden gründlich auflockern
  • Eventuell etwas Sand unterheben

Rosen sind Starkzehrer. Um ihren Nährstoffbedarf zu decken, kann bei der Bodenvorbereitung etwas Kompost in die Erde eingearbeitet werden.

Wurzelnackte Rosen werden vor dem Pflanzen für 24 Stunden in einen Eimer Wasser gestellt. Zuvor sollten die Wurzeln sowie Triebe auf eine Länge von etwa 20 cm von der Verdelungsstelle aus eingekürzt werden.

Auch die Containerpflanzen müssen gewässert werden. Dies Procedere geht jedoch wesentlich schneller. Für gewöhnlich ist es vollkommen ausreichend, sie in Wasser zu tauchen, bis Luftblasen aufsteigen.

Welche Begleitpflanzen sind geeignet?

Rosen mit passenden Begleitpflanzen
Rosen mit passenden Begleitpflanzen

Zunächst einmal muss gesagt werden, dass es durchaus möglich ist, die königlichen Blumen ohne jegliche Begleitpflanzen zu kultivieren. Ob Kletterrosen, Ramblerrosen oder Strauchrosen: sie wirken auch per se majestätisch. Nun kann es jedoch sein, dass man als Hobbygärtner zwar ein Rosenbeet anlegen möchte, darin aber auch andere Pflanzen wachsen lassen möchte. Diese sollten ähnliche Standortansprüche besitzen.

 

  • Astern
  • Fingerhut
  • Frauenmantel
  • Glockenblumen
  • Kleine Buchsbäumchen
  • Lavendel
  • Lilien
  • Niedrige Gräser
  • Phlox
  • Rittersporn

Und welche eher nicht?

Als Begleitpflanzen völlig ungeeignet sind jene Gewächse, die

  • andere Ansprüche an Boden und Standort haben,
  • so groß oder buschig werden, dass sie die Rosen verdrängen oder
  • sich unkontrolliert vermehren.

Rosenbeet anlegen – Anleitung

  • Pflanzlöcher ausheben, welche bei Containerpflanzen die doppelte Größe des Wurzelballens haben sollten
  • Aushub gegebenenfalls mit Humus anreichern
  • Rosen sowie Begleitpflanzen in die Pflanzlöcher setzen
  • Die Veredelungsstelle muss 2 – 3 cm unter der Erdoberfläche liegen
  • Löcher mit dem Aushub auffüllen
  • Erde andrücken (nicht festtreten!)
  • Gründlich angießen
  • Als Schutz für die Rosen die Ede etwa 10 cm hoch anhäufeln
  • Gießrand anlegen

Die Rosen bleiben nun so lange angehäufelt, bis sie 10 cm Neuaustrieb gebildet haben. Danach kann der Boden begradigt werden.

Gartenbista-Tipp: Vor dem Ausheben der Pflanzlöcher zunächst sämtliche Gewächse an die gewünschten Stellen auf dem Boden platzieren, um einen ersten optischen Eindruck zu bekommen.

Pflanzabstand

Zwischen den einzelnen Pflanzen muss zwingen ein Abstand eingehalten werden. Stehen Rosen zu dicht nebeneinander oder an anderen Gewächsen, fördert dies die Bildung von Pilzen. Der Pflanzabstand ist abhängig von der jeweiligen Art.

  • Bodendeckerrosen: 50 – 80 cm
  • Edelrosen: 40 – 50 cm
  • Kletterrosen: 80 cm – 1,5 m
  • Ramblerrosen: 2 m
  • Strauchrosen: 1 – 1,5 m
  • Zwergrosen: 30 cm

Tipps & Tricks

  • Rosen immer mit einem Abstand von mindestens 40 cm vor eine Hauswand Stehen sie zu dicht, bildet sich Stauhitze, die wiederum Schädlinge anlockt.
  • Staunässe ist zwingend zu vermeiden.
  • Beim Rosen Pflanzen darauf achten, dass keine Wurzel gebogen ist. Diese Stauchung verkraften die edlen Blumen nicht.

 

Symbolgraphiken: © Helmut – stock.adobe.com; Clarini – stock.adobe.com; maryviolet – stock.adobe.com; Elke Hötzel – stock.adobe.com


, Kategorie: Pflanzen

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