Rosen blühen nicht – woran liegt es und was kann man dagegen tun?

Blühende Rosen
Blühende Rosen

Allerorts springen Knospen auf, nur die eigenen Rosen blühen nicht – sehr zum Ärger des Hobbygärtners, denn in der Regel sind die wunderschönen Blüten der Grund dafür, die edlen Pflanzen zu kultivieren. Um diese Blühunwilligkeit schnellstmöglich abzustellen, muss die Ursache hierfür gefunden werden.

Wann blühen Rosen?

Die Blütezeit der Rosen ist abhängig von der individuellen Art:

  • Einmalblühende Sorten
  • Öfterblühende Sorten

Erstere blühen – wie der Name vermuten lässt – einmal im Jahr. Sie bilden bereits früh ihre Blüten; teilweise bereits im Mai. Ihre Blühdauer erstreckt sich über einen Zeitraum bis zu sechs Wochen. Die öfterblühenden hingegen beginnen meistens erst im Juni mit der Blütenbildung. Einige Sorten bringen dann pausenlos neue Blüten hervor, während andere nach der Hautblüte im Spätsommer noch eine kleinere Blüte bilden.

Rosen blühen nicht – was ist zu tun?

Leider kommt es immer wieder vor, dass eine Rose nicht blüht. Dies ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch ein Anzeichen für Schädlingsbefall sein, der wiederum auch andere Pflanzen bedroht. Um die betroffenen Rosen wieder zum Blühen zu bringen, muss der Grund für das Ausbleiben der Blüte erkannt werden.

Ursachen für fehlende Blüte

Rosen blühen nicht, wenn eines oder mehrere der folgenden Kriterien gegeben sind:

  • Falscher Standort
  • Feuchte Witterung
  • Falscher Schnitt
  • Pflegefehler
  • Schädlinge

Falscher Standort

Ein ungeeigneter Platz ist die Hauptursache für fehlende Blütenbildung, da Rosen nur dann blühen, wenn ihnen ihre Umgebung sehr gut gefällt. Damit dies der Fall ist, sollte der Standort

  • sonnig und
  • luftig

sein. Wird die Rose im Pflanzgefäß kultiviert, ist direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

Auch der Boden muss bestimmte Anforderungen erfüllen:

  • durchlässig
  • locker
  • nährstoffreich

Gartenbista-Tipp: Auf ausreichend Abstand zu Nachbarpflanzen achten, denn die Rose blüht nicht, wenn es ihr zu eng ist!

Feuchte Witterung

Während der Standort seitens des Hobbygärtners korrigiert werden kann, ist dies bei unpassender Witterung nicht der Fall. Rosen blühen nicht, wenn es zu feucht ist, was beispielsweise in verregneten Sommern der Fall ist.

Falscher Schnitt

Es gibt Rosensorten, die ihre Blüten an mehrjährigen Trieben bilden. Diese dürfen keinesfalls bei einem Frühjahrsschnitt der Gartenschere zum Opfer fallen, da ansonsten definitiv keine Blütenbildung zu erwarten ist.

Gartenbista-Tipp: Vor dem Rosen Schneiden genau informieren, um was für eine Sorte es sich handelt, um geeignete Schnittmaßnahmen durchzuführen!

Rosen blühen nicht bei Pflegefehlern

Auch falsche Pflege ist ursächlich für ein Ausbleiben der Blüte:

  • Wassermangel
  • Zu viel Wasser (Staunässe)
  • Nährstoffmangel
  • Falscher Dünger

Schädlinge

Schädlingsbefall kann ebenfalls dazu führen, dass Rosen nicht blühen. Besonders dann, wenn eine Pflanze zahlreiche Knospen gebildet hat und diese verfaulen, anstatt aufzugehen, liegt ein derartiger Verdacht nahe. Eine Schädlingskontrolle ist unabdingbar, um so schnell wie möglich geeignete Pflanzenschutzmittel anwenden zu können. Da auch Pilzinfektionen ein derartiges Schadbild hervorrufen können, ist es sinnvoll, eine betroffene Knospe dem Fachhändler zu zeigen. So kann schnell ein geeignetes Mittel verabreicht werden.

Rosen zum Blühen bringen

Wer seine Rosen zum Blühen bringen möchte, sollte bereits beim Pflanzen den richtigen Standort sowie ein ausreichend großes Pflanzloch zur Verfügung stellen. Neben der richtigen Pflege ist zudem ein jährlicher Schnitt wichtig, bei dem die Triebe jährlich auf drei bis fünf Augen zurückgeschnitten werden.

Richtig düngen

Rosen haben einen hohen Nährstoffbedarf. Dennoch sollten sie nicht mit einem Universaldünger versorgt werden, sondern mit einem, der speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Gut geeignet sind stickstoffarme Dünger: Stickstoff führt zwar dazu, dass die Pflanze kräftig wächst, jedoch verhindert er die Blütenbildung.

Rosen Pflege Tipps

  • Regelmäßig gießen; Staunässe vermeiden
  • Nicht auf die Blätter gießen
  • Stickstoffarmen Dünger verwenden
  • Richtig schneiden
  • Nach Regen Beet aufharken
  • Verblühtes entfernen

 

 

Symbolgraphiken: © Aggi Schmid – Fotolia.com


, Kategorie: Pflanzen

2 Kommentare

  1. Hallo, liebes Gartenbista-Team! Mit Freude lese ich immer Ihre Artikel, von denen selbst ich alter Gartenfuchs noch etwas lernen kann. So auch heute: es war mir nicht bewusst, dass Rosen Abstand zu Nachbarpflanzen haben müssen. Jetzt kann ich mir auch erklären, warum einige meiner Rosen trotz bester Fürsorge eher zurückhaltend blühen. Im Frühjahr werde ich auslichten. Vielen Dank für den guten Tipp. Herzliche Grüße von Rainer Garbe

    1. Vielen lieben Dank für Ihren positiven Kommentar, Herr Garbe!
      Wir freuen uns, wenn wir helfen können, und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der weiteren Kultivierung Ihrer Rosen 🙂

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