Pflanzen im Herbst ins Haus holen – Tipps zur Überwinterung

Wintercheck - Pflanzen im Herbst ins Haus holen
Wintercheck – Pflanzen im Herbst ins Haus holen

Alle Jahre wieder…Der Sommer ist zu Ende, der Herbst ist in vollem Gange, und der Gartenbesitzer sieht sich mit der Aufgabe konfrontiert, seine Pflanzen aus der Sommerfrische wieder ins Haus bringen zu müssen.

Doch wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Und wie müssen die Pflanzen behandelt werden?

Das erfahren Sie in diesem Ratgeber mit Tipps zur Überwinterung von Pflanzen im Haus.

Pflanzen im Herbst ins Haus holen – Tipps zur Pflanzen-Überwinterung im Haus

Welche Pflanzen müssen ins Haus, welche dürfen draußen bleiben?

Nicht alle Pflanzen können den Winter im Freien überleben. Dummerweise sind diese manchmal als „frosthart“ deklariert, obwohl sie dies nicht oder nur in geringem Maße sind. Bestes Beispiel hierfür sind die Gartenalpenveilchen: häufig werden sie als winterharte Pflanzen angeboten, doch die Realität zeigt, dass sie maximal Temperaturen bis – 5° C ertragen können – danach verabschieden sie sich für immer…

Reine Sommerblüher müssen prinzipiell ins Haus geholt werden: Geranien, Petunien (falls mehrjährig), Begonien, Fleißige Lieschen etc. können definitiv im Freien nicht überleben. Dasselbe gilt für Kakteen, die den Sommer über fröhlich im Freien gestanden haben: bis auf ganz, ganz wenige Sorten, die frosthart sind, hassen Kakteen den Winter – und gehen schnell ein, sobald es ihnen zu kalt ist. Auch Weihnachtssterne, welche vom vorigen Weihnachtsfest übriggeblieben sind und den Sommer draußen sein durften, müssen im Herbst wieder hinein, genauso wie andere reine Zimmerpflanzen, die nur Sommerfrische genossen haben und eigentlich nicht für draußen geeignet sind.

Der richtige Zeitpunkt, um die Pflanzen ins Haus zu holen

Den richtigen Zeitpunkt zum Hineinholen der Pflanzen zu finden, ist für manch einen Hobbygärtner gar nicht so einfach: die Tage scheinen noch warm zu sein, die Nächte nicht mehr so sehr… Doch der Frost kommt manchmal schneller, als man denken mag, und viele Pflanzen überleben bereits die erste Nacht bei Minusgraden nicht.

Bitte beachten: Dennoch sollten sie nicht zu früh ins Haus geholt werden, denn je länger sie draußen stehen, desto mehr härten sie ab. Auch führt ein zu frühes Hineintragen zu Bildung von Ungeziefer.

Den richtigen Zeitpunkt zu finden, erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl seitens des Gartenbesitzers: in der Regel ist bekannt, wann mit frostigen – oder zumindest sehr kalten – Nächten zu rechnen ist. Wenn dies angekündigt wird, sollten die Pflanzen schnellstmöglich ins Haus gebracht werden. Als Faustregel gilt, dass dies spätestens im November geschehen sollte.

Bitte beachten: Pflanzen ab Oktober nicht mehr düngen; sie sollen schließlich den Winter über ruhen und nicht wachsen…

Pflanzenpflege: Vorbereitung für das Winterquartier

Wenn die Pflanzen ins Haus geholt worden sind, müssen welke Blätter und Blüten entfernt werden. Abgefallene Pflanzenteile dürfen nicht in dem Topf liegenbleiben, da sie einen perfekten Nährboden für Bakterien abgeben. Viele Pflanzen benötigen einen radikalen Rückschnitt vor der Überwinterung.

Der Wurzelballen sollte möglichst trocken sein. Auch müssen die Pflanzen auf Schädlinge hin untersucht werden, bevor sie in ihr Winterquartier dürfen. Wird ein Befall festgestellt, sollte die betroffene Pflanze mit einem speziellen Pflanzenschutzmittel behandelt und von den anderen separiert werden.

Standort im Haus – das Winterquartier für Pflanzen

Generell sollte das Winterquartier für Pflanzen hell und vor Zugluft geschützt sein. Temperaturen zwischen 5°C und 8°C sind optimal. Ein Kellerraum, Hausflur, Treppenhaus oder eine Garage mit Fenstern ist als Winterquartier sehr gut geeignet. Keinesfalls dürfen die Pflanzen im Dunkeln stehen; Ausnahmen bilden hierbei lediglich laublose Kübelpflanzen wie Zitronenbäumchen.

Zu beachten ist, dass diese Bedingungen für Winterquartiere von Gartenpflanzen gelten; Zimmerpflanzen, welche lediglich in der Sommerfrische gewesen sind, können ganz normal an ihre gewohnten Standorte gestellt werden.

Im Übrigen bieten auch Fachhändler häufig – gegen ein Entgelt – Winterquartiere an, in denen die Pflanzen in der kalten Jahreszeit unterschlüpfen können…

Graphik: © ferkelreggae – Fotolia.com


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