Olivenbaum düngen – das sollte ich beachten

Olivenbaum
Olivenbaum

In freier Natur gedeiht er in eher kargen, nährstoffarmen Substraten. Dennoch kann das Olivenbaum Düngen nicht schaden. Zum einen stärkt es seine Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und Schädlingen, zum anderen fördert es das Wachstum. Doch nicht jeder Dünger ist geeignet.

Warum man einen Olivenbaum düngen sollte

Zunächst einmal sollte an sich darüber im Klaren sein, dass es keinesfalls notwendig ist, seinen Olivenbaum, zu düngen. Würde diese Pflegemaßnahme vernachlässigt werden, würde dies bestimmt nicht zum Eingehen des betroffenen Gehölzes führen. Hierzulande ist es jedoch so, dass man als Pflanzenfreund seinen Gewächsen möglichst viel Gutes tun möchte. Eine solche Maßnahme ist eben auch das Olivenbaum Düngen.

Schaden wird es im Übrigen nicht. Das Bäumchen, welches als sehr langsam wachsend gilt, wird durch zusätzliche Nährstoffgaben zu einem stärkeren Wachstum angeregt. Auch führen Düngergaben dazu, dass die Widerstandskraft gestärkt wird und es demzufolge weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten ist.

Nährstoffbedarf

Gelbe Blätter sind oft ein Zeichen von Überdüngung
Gelbe Blätter sind oft ein Zeichen von Überdüngung

Olivenbäume haben einen sehr geringen Nährstoffbedarf. Aus ihrer Heimat kennen sie überwiegend karge Böden, so dass sie von Natur aus daran gewöhnt sind, mit wenig Nährstoffen auszukommen. Dies sollte auch beim Olivenbaum Düngen nicht außer Acht gelassen werden: nur sparsam düngen! Eine Überdüngung führt schnell zu Schädlingsbefall sowie Krankheiten.

Färben sich die Blätter eines Olivenbaums gelb, so wird dies leicht als Nährstoffmangel gedeutet. Um diesen zu beheben, wird fleißig gedüngt. Für gewöhnlich ist diese Maßnahme jedoch völlig falsch, denn die Gelbfärbung ist ein Indiz für Nährstoffüberschuss, nicht für -mangel. Da sie jedoch auch durch zu großzügige Wassergaben sowie durch Befall von Spinnmilben verursacht werden kann, sollte zunächst Ursachenforschung betrieben werden, bevor irgendwelche Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Organischen Dünger dazu verwenden?

Es ist generell immer umweltfreundlicher, organischen Dünger zu verwenden. Wird der Olivenbaum im Kübel kultiviert, so ist es sinnvoll, etwas Kompost oben auf das Substrat zu geben. Dieser muss jedoch durchgereift sein. Auch sollte er vor dem Ausbringen gesiebt werden.

Wenn das Bäumchen in milden Regionen im Freiland ausgepflanzt ist, benötigt er eigentlich gar keinen Dünger. Dennoch kann es nicht schaden, wenn im Frühjahr einmalig eine Gabe Kompost unter die Erde gemischt wird.

Hornspäne?

Auch Hornspäne bieten dem Olivenbaum alles, was er an Nährstoffen benötigt. Eine einmalige Gabe im Frühjahr deckt den diesbezüglichen Bedarf für die komplette Saison. In den Jahren, in denen der Baum umgetopft wird, werden die Hornspäne mit dem Substrat vermischt; in den anderen Jahren einfach nur oben auf die Erde gelegt.

Humus?

Anstelle von Kompost kann auch gut ausgereifter Humus verwendet werden. Er wird ebenso angewendet wie Kompost.

Olivenbaum düngen mit Pferdemist?

Pferdemist oder Hühnermist eignen sich zwar zum Olivenbaum Düngen, jedoch geht von diesen organischen Substanzen ein unangenehmer Geruch aus. Wird das Gewächs auf der Terrasse oder auf dem Balkon kultiviert, könnte sich manch eine Nase belästigt fühlen. Im Beet hingegen ist Mist ein wunderbares Düngemittel, welches im Frühjahr verabreicht wird.

Mineralische Dünger

Diese Düngemittel können immer dann verwendet werden, wenn sie folgende Zusammensetzung haben:

  • 20 % Stickstoff
  • 15 % Kaliumoxid
  • 5 % Phosphat
  • 2 % Magnesiumoxid

Darüber hinaus müssen Spurenelemente wie Zink, Eisen, Mangan, Bor und Kupfer enthalten sein.

Blaukorn?

Blaukorn
Blaukorn

Der Klassiker unter den Düngemitteln ist Blaukorn. Es gibt wohl kaum einen Gartenschuppen, in dem er nicht gelagert wird. Für die meisten Pflanzen ist er ideal; beim Olivenbaum hingegen kann Blaukorn nur mit äußerster Vorsicht verwendet werden. zu groß ist die Gefahr der Überdüngung, da man sich bei den kleinen blauen Körnchen schnell mal verschätzt.

Liegt jedoch erwiesenermaßen ein Mineralstoffmangel vor, so kann eine Gabe Blaukorn dem Olivenbaum helfen, wieder auf die Beine zu kommen.

Hausmittel zur Düngung

Neben fertig gekauften Düngern können auch Hausmittel zum Olivenbaum Düngen verwendet werden:

  • Gemüsewasser
  • Kaffeesatz
  • Mineralwasser
  • Pflanzenjauche

Besonders Kaffeesatz ist in nahezu jedem Haushalt vorhanden. Allerdings sorgt er dafür, dass sich der pH-Wert im Boden senkt. Da ein solches Substrat für einen Olivenbaum nicht besonders geeignet ist, sollten zerstoßene Eierschalen ebenfalls verabreicht werden. Sie verursachen genau das basische Milieu, was die dekorativen Bäumchen zum Leben brauchen.

Spezialdünger sinnvoll?

Grundsätzlich ist es so, dass ein Spezialdünger sinnvoll ist. Wie sein Name verrät, wurde er den speziellen Bedürfnissen der jeweiligen Pflanze(n) angepasst. Die Nährstoffversorgung ist demzufolge optimal. Leider gibt es momentan im Fachhandel noch keinen Spezialdünger für Olivenbäume. Dies ist vermutlich der Tatsache geschuldet, dass diese Spezies nicht unbedingt Dünger benötigt und sich somit keine große Nachfrage nach einem solchen Mittel ergibt.

Sollte jedoch irgendwann einmal ein Düngemittel auf den Markt gebracht werden, welches speziell zum Olivenbaum Düngen verwendet werden kann, so ist dieses sicherlich als ideale Nährstoffversorgung anzusehen.

Gartenbista-Tipp: Dünger für mediterrane Pflanzen sowie Zitrusdünger beinhalten jene Nährstoffe, welche der Olivenbaum benötigt.

Dünger selbst machen

Hausmittel wie Pflanzenjauche kann sehr gut selbst hergestellt werden. Andere Mischungen hingegen sind aufgrund ihrer vielen Inhaltsstoffe zu kompliziert und aufwändig, um sie selber zu machen.

Wann sollte die Düngung erfolgen?

Junger Olivenbaum
Junger Olivenbaum

Grundsätzlich sollte man nur während der Vegetationszeit den Olivenbaum düngen. Diese beginnt im April. Wie oft gedüngt wird, hängt von dem jeweiligen Produkt ab. Sollte keine Empfehlung seitens des Herstellers gegeben werden, so erfolgt eine Düngegabe alle 14 Tage. Dabei ist jedoch das Alter des Bäumchens zu berücksichtigen: grundsätzlich werden Olivenbäume erst ab ihrem dritten Lebensjahr vollumfänglich gedüngt. Jüngere Exemplare erhalten – wenn überhaupt – einmal monatlich maximal ein Sechstel der empfohlenen Dosis.

Wie lange?

Da die Vegetationszeit im September endet, ist zu diesem Zeitpunkt auch das Olivenbaum Düngen vorbei. Keinesfalls sollte er in der winterlichen Ruhezeit Nährstoffe zugeführt bekommen, da er dann ja ruhen und nicht etwa wachsen soll. Genau aus diesem Grund wird die letzte Gabe Langzeitdünger im Juli verabreicht.

Tipps & Tricks

  • Flüssigdünger kann nicht nur zusammen mit dem Gießwasser verabreicht werden. er kann ebenso gut – natürlich verdünnt – in eine Sprühflasche gefüllt werden. der Olivenbaum wird dann rundherum eingesprüht. Dadurch erhält er nicht nur Nährstoffe, sondern gleichzeitig eine Erfrischung. Besonders an heißen Tagen sowie in langen Trockenperioden ist eine solche Maßnahme sinnvoll. Doch Vorsicht: keinesfalls in der Mittagssonne einsprühen, da dies unweigerlich zu schweren Verbrennungen an den Blättern führen würde.
  • Stecklinge sowie Sämlinge dürfen überhaupt nicht gedüngt werden. Zwar ist es verlockend, ihnen eine Nährstoffgabe zu verabreichen, um das Wachstum zu beschleunigen. Dies wird auch zunächst gelingen. Es wird jedoch nicht lange dauern, bis sich die Überdüngung bemerkbar macht, und zwar auf eine Art und Weise, die dem Pflanzenfreund nicht gefallen wird: das Pflänzchen wird eingehen.

 

Symbolgraphiken: © apanfilova – stock.adobe.com; Alice Fox – stock.adobe.com; egilshay – stock.adobe.com; Africa Studio – stock.adobe.com


, Kategorie: Pflanzen

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